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Dieses Thema hat 9 Antworten
und wurde 229 mal aufgerufen
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Pfennigfuchser ( gelöscht )
Beiträge:

17.03.2009 17:02
RE: Kleinkarietheit antworten

Hallo,

habe einfach nur Interesse daran, wie ihr es empfindet, wenn jemand, z.B. bei ebay oder sonstwo etwas ersteigert hat und selbst abholt (evtl. sogar auf eine extra Anfrage hin, also, um Versandkosten zu sparen) und die Summe centgenau abgezählt mitbringt ohne aufzurunden.

Hatte nämlich jetzt mal gelesen, daß einiger leute es erwarten, daß dann aufgerundet wird.

Hhm, ich würde als Verkäufer nicht damit rechnen, daß aufgerundet wird und fände es eher blöd, wenn ich noch Wechselgeld dahaben sollte.

Wie seht ihr das?

egal ( gelöscht )
Beiträge:

18.03.2009 01:43
#2 RE: Kleinkarietheit antworten

Hallo Pfennigfuchser,

ich erwarte nicht, dass aufgerundet wird. Jedenfalls würde ich mich als VERkäufer bemühen den Restgeld zu besorgen und würde auf keinem Fall wollen, dass ich *Trinkgeld* bekomme, bin ja keine Kneipe .
Wenn einer abgezählt bezahlt, umso besser. nahja, wenn das aber in 5, 10 und 20 Cent Stücken kommt und das Teil kostet 10-20 oder mehr Euro, dann würde ich das auch SEHR blöd finden.

Warst du der Käufer? Wieso beschäftigt dich das?

p.s. Falls das deine größte Sorge ist, dann gratuliere ich dir!

Gast ( gelöscht )
Beiträge:

18.03.2009 10:57
#3 RE: Kleinkarietheit antworten

das Aufrunden zu "erwarten", also praktisch vorauszusetzen, wäre IMHO schon frech. Andererseits finde ich es schon ein wenig peinlich, jemandem beispielsweise 14,36€ abgezählt in die Hand zu drücken.

Vielleicht wäre hier auch noch eine Abgrenzung vorzunehmen, ob es sich ein Geschäft zwischen Privatleuten oder um eine Händler-Kunde-Beziehung handelt.

Zum Einen ist es ja mal so, dass der Verkäufer, der einer persönlichen Abholung zustimmt, den i.d.R. unbekannten, fremden Käufer für die Abholung ein Stück weit in die eigene Privatsphäre einlässt.

Zum Anderen ist es nicht mehr als anständig, wenn der Verkäufer dem Abholer ne Tasse Kaffe anbietet.

Im beispielhaften Fall würde ich dem Verkäufer 15€ in die Hand drücken und mich bedanken, dass er mir die Möglichkeit der Abholung überhaupt eingeräumt hat.

Je größer der Kaufbetrag oder das gesparte Porto ausfallen, desto höher sollte die Bereitschaft ausfallen, aufzurunden. Zumindest volle Eurobeträge sollten doch drin sein. Wenn ich bedenke, wieviele Möglichkeiten ich allein habe, meinen Spritverbrauch auf Hin- und Rückfahrt und damit meine eigenen "Versandkosten" zu beeinflussen, würde ich es doch als sehr "kleinkariert" ansehen, würde ich abgezählt 14,36 aus der Tasche holen.

Andereseits würde es mir allenfalls ein Schulterzucken entlocken, wenn mir ein Käufer entsprechend exakt den Gegenstand bezahlt. Immerhin ist das der ermittelte/vereinbarte Preis, insofern ist es in keinster Weise verwerflich, exakt diesen PReis und eben nur diesen zu bezahlen.

Pfennigfuchser ( gelöscht )
Beiträge:

18.03.2009 13:35
#4 RE: Kleinkarietheit antworten

Hallo,

...nee, ich bin darauf gekommen, da ich demnächst selbst was verkaufen wollte (Klickerkram) und durchaus die Selbstabholung anbieten würde, da ich auch Leute (einschließlich mich selbst) kenne, die einfach nicht so viel Geld übrig haben. ;-). Hatte einfach in der Ebaycommunity gestöbert und mir war es aufgefallen, daß andere eben anders denken. ;-)...mir war gerade danach, diese Frage zu stellen. ;-)Die weitaus größeren Probleme, die ich habe, poste ich hier jetzt nicht.

Zitat
Gepostet von egal
Hallo Pfennigfuchser,

ich erwarte nicht, dass aufgerundet wird. Jedenfalls würde ich mich als VERkäufer bemühen den Restgeld zu besorgen und würde auf keinem Fall wollen, dass ich *Trinkgeld* bekomme, bin ja keine Kneipe .

Ja, finde ich übrigends auch, daß aufzurunden was von Trinkgeld. ;-)

Habe schon mal was für 1 Euro ersteigert und abgeholt (2 Wandregale, Neupreiswert von je nur 10 Euro). Dem Verkäufer war es peinlich, den Euro zu nehmen. Doch ich denke, daß macht doch gerade Ebay aus, daß Sachen durchaus auch für einen Euro weggehen, hat eben was vom Flohmarkt eben. Mir wiederum wäre es peinlich so zu gehen, ohne zu zahlen, denn dann hätte er es ja auch bei Freecycle reinsetzen können. ...





Wenn einer abgezählt bezahlt, umso besser. nahja, wenn das aber in 5, 10 und 20 Cent Stücken kommt und das Teil kostet 10-20 oder mehr Euro, dann würde ich das auch SEHR blöd finden.



Warst du der Käufer? Wieso beschäftigt dich das?

p.s. Falls das deine größte Sorge ist, dann gratuliere ich dir!

Pfennifuchser ( gelöscht )
Beiträge:

18.03.2009 13:42
#5 RE: Kleinkarietheit antworten

Zitat
Gepostet von Gast
das Aufrunden zu "erwarten", also praktisch vorauszusetzen, wäre IMHO schon frech. Andererseits finde ich es schon ein wenig peinlich, jemandem beispielsweise 14,36€ abgezählt in die Hand zu drücken.

Vielleicht wäre hier auch noch eine Abgrenzung vorzunehmen, ob es sich ein Geschäft zwischen Privatleuten oder um eine Händler-Kunde-Beziehung handelt.

Zum Einen ist es ja mal so, dass der Verkäufer, der einer persönlichen Abholung zustimmt, den i.d.R. unbekannten, fremden Käufer für die Abholung ein Stück weit in die eigene Privatsphäre einlässt.

Mich könnte er ruhig im Treppenhausflur oder vor der Haustür empfangen. ;-)

Zum Anderen ist es nicht mehr als anständig, wenn der Verkäufer dem Abholer ne Tasse Kaffe anbietet.

...ein Scherz jetzt, oder?

Im beispielhaften Fall würde ich dem Verkäufer 15€ in die Hand drücken und mich bedanken, dass er mir die Möglichkeit der Abholung überhaupt eingeräumt hat.

Je größer der Kaufbetrag oder das gesparte Porto ausfallen, desto höher sollte die Bereitschaft ausfallen, aufzurunden.

Zumindest volle Eurobeträge sollten doch drin sein. Wenn ich bedenke, wieviele Möglichkeiten ich allein habe, meinen Spritverbrauch auf Hin- und Rückfahrt und damit meine eigenen "Versandkosten" zu beeinflussen, würde ich es doch als sehr "kleinkariert" ansehen, würde ich abgezählt 14,36 aus der Tasche holen.


An Sprittverbrauch hatte ich jetzt gar nicht gedacht, da ich in einer Großstadt ohne PKW lebe und eh nur mit den Öffentlichen unterwegs bin. ...aber klar, wenn Spritt gespart werden kann, dann würde ich auf jeden Fall aufrunden.

Habe übrigends auch mal erlebt, daß es als positiv empfunden, wurde, daß ich etwas abhole, da der Verkäufer ja nicht extra einpacken und zu Post fahren muß.



Andereseits würde es mir allenfalls ein Schulterzucken entlocken, wenn mir ein Käufer entsprechend exakt den Gegenstand bezahlt. Immerhin ist das der ermittelte/vereinbarte Preis, insofern ist es in keinster Weise verwerflich, exakt diesen PReis und eben nur diesen zu bezahlen.



Also, ich würde nie erwaten, daß aufgerundet wird, rechne nicht mit Trinkgeld. ;-).

Gast ( gelöscht )
Beiträge:

18.03.2009 15:02
#6 RE: Kleinkarietheit antworten

ich sag ja, das vorauszusetzen wär schon frech...

klar, auch das Argument mit dem gesparten Verpackungsaufwand, zur Post/Paketshop bringen, Abholung organisieren ist stichhaltig.


Was spricht denn gegen die kleine freundliche Geste, dem "Besucher", "Durchreisenden", ein Tässchen Kaffee anzubieten? Zumal der "Gast" ja immernoch die Möglichkeit hat, dankend abzulehnen...
Wenn man darüber nachdenkt, das sowas auf Unverständnis stößt, muss man sich kaum über manche Zustände in unserer Gesellschaft wundern...

Klar muss ich den Postboten nicht durchfüttern, aber es gibt weit ärmere Länder/Kulturen/Gesellschaften, in denen das Wort "Gastfreundschaft" einen weitaus höheren Stellenwert besitzt...

Leicht überspitzt dargestelltes Szenario: Du klingelst an einer Tür, um etwas abzuholen, mit dem abgezählten Geld bereits in der Hand. Die Tür geht auf, jemand drückt dir den gekauften Artikel in die freie Hand und bekommt von dir das Kleingeld. nachdem er das akribisch nachgezählt hat, schließt sich dir Tür vor deiner Nase, du machst kehrt und gehst wieder zum Verkehrsmittel deiner Wahl, mit einem ziemlich seltsamen Gefühl im Magen.

Die weit angenehmere Alternative wär doch eine kurze freundliche Begrüßung, das Angebot eines Getränks und kurzes gemeinsames Abgleichen von Beschreibung, Ist-Zustand und damit Preiswürdigkeit des Gegenstands. Nachdem der vereinbarte Preis, freiwilliger Aufschlag hin oder her, und der Artikel jeweils den Besitzer gewechselt haben kann man mit dem guten Gefühl auseinandergehen, keinen Scheiß gekauft zu haben bzw. auf Verkäuferseite, niemanden über den Tisch gezogen zu haben.

"Kultur" fängt IMHO nicht erst bei Smoking und austernschlürfen an...

Huhngesicht ( gelöscht )
Beiträge:

18.03.2009 15:47
#7 RE: Kleinkarietheit antworten

Hallo gast,

Zitat
Gepostet von Gast
ich sag ja, das vorauszusetzen wär schon frech...

klar, auch das Argument mit dem gesparten Verpackungsaufwand, zur Post/Paketshop bringen, Abholung organisieren ist stichhaltig.


Was spricht denn gegen die kleine freundliche Geste, dem "Besucher", "Durchreisenden", ein Tässchen Kaffee anzubieten? Zumal der "Gast" ja immernoch die Möglichkeit hat, dankend abzulehnen...
Wenn man darüber nachdenkt, das sowas auf Unverständnis stößt, muss man sich kaum über manche Zustände in unserer Gesellschaft wundern...

Klar muss ich den Postboten nicht durchfüttern, aber es gibt weit ärmere Länder/Kulturen/Gesellschaften, in denen das Wort "Gastfreundschaft" einen weitaus höheren Stellenwert besitzt...

2###
Ich finde Deine Einstellung ausgesprochen bizarr, insofern sie an eine verbindliche Erwartungshaltung gekoppelt ist.
Wenn es jemandem gefaellt, wildfremde Menschen in seiner Wohnung zu bewirten, steht ihm das gern frei, und ich wuerde so eine Geste auch nicht unbedingt negativ sehen, eben weil man ja ablehnen kann (Was ich zB immer taete).
Ein Ebay-Einkaeufer ist aber kein Gast, sondern eine fremde Person, die bei einer ihm ebenfalls voellig fremden Person ein Produkt erwirbt.
Ich faende es aeusserst unverschaemt, so ein Kaeufer kaeme mit der grotesken Erwartungshaltung an meine Tuer, ich wuerde ihn in meine Wohnung hereinlassen wollen und gar bewirten. Ich wuerde schon Bekannte oder Nachbarn nicht gerne in die intimen vier Waende lassen, aber das geht eben manchmal nicht anders.
Ein Ebay-Kaeufer fiele somit gar nicht unter den Begriff Gastfreundschaft sondern Kunde, und in den seltensten Faellen ist Kundenbetreuung mit Bewirtung verbunden und findet niemals in Privatraeumen statt.
Ich wiederhole, dass es selbstverstaendlich jedem vielleicht vereinsamten Sozialzansel unbedingt frei steht, jeden unter Umstaenden noch so widerlichen grenzkriminellen stinkenden fremden Sack in seinen intimen Raeumen Kost und Logi anzubieten, aber ich wuerde mir dies als Erwartung oder Aufforderung verbitten.
2###

Leicht überspitzt dargestelltes Szenario: Du klingelst an einer Tür, um etwas abzuholen, mit dem abgezählten Geld bereits in der Hand. Die Tür geht auf, jemand drückt dir den gekauften Artikel in die freie Hand und bekommt von dir das Kleingeld. nachdem er das akribisch nachgezählt hat, schließt sich dir Tür vor deiner Nase, du machst kehrt und gehst wieder zum Verkehrsmittel deiner Wahl, mit einem ziemlich seltsamen Gefühl im Magen.

2###
Fuer mich klingt dieses Szenario voellig normal, geradezu selbstverstaendlich.
Es waere nicht korrekt und koennte spaeter zu Unstimmigkeiten kommen, man wuerde das Geld nicht nachzaehlen. Das gehoert zu angemessenem Verhalten im Rahmen geschaeftlicher Taetigkeiten (faendest Du es an der Kasse im Supermarkt auch normal, der Kassierer wuerde das Geld nicht nachzaehlen? Und was macht diesen Kassieren angemessen zu einem "Geschaeftspartner", aber einen Ebay/Kaeufer zu Deinem Intimpartner, mit dem Du Tisch und Bett teilen wolltest (um es auch ueberspitzt zu formulieren)? Das von Dir beschriebene Haustuergeschaeft muss ha nicht wortlos und unfreundlich vollzogen werden. Was dabei aber Kaffee und Kuchen sollen, ist mir ein Raetsel. Ich wuerde so ein Angebot uebrigens auch als Kaeufer eigenartig bis befremdlich finden. Waere ich eine Frau und der Verkaeufer ein Mann, wuerde ich befuerchten, dass ein perverser Vergewaltiger mich in seine Wohnung locken will.
2###

"Kultur" fängt IMHO nicht erst bei Smoking und austernschlürfen an...



2###
Ein kulturell angemessenes soziales Miteinander faengt aber auch nicht bei frivol aufdringlichen Intimitaeten in den eigenen vier Waenden an.

Huhngesicht

Gast ( gelöscht )
Beiträge:

18.03.2009 16:12
#8 RE: Kleinkarietheit antworten

nirgends schrieb ich etwas von einer entsprechenden Erwartungshaltung. Im Gegenteil.

Es ging auch zu keinem Zeitpunkt darum, jemandem nen netten Nachmittag im Separee anzubieten.

Neue Situation: Du ersteigerst bei Ebay einen gebrauchten technischen Apparat für 249,37 von privat, vereinbarst mit dem Käufer Barzahlung bei Abholung. an einem kalten Novembersamstag klingelst du im strömenden bei der angegeben Adresse, im Austausch gegen 5 50€-Scheine erhälst du zwischen Tür und Angel einen zugeklebten Pappkarton und wartest im Regen auf die Herausgabe von 63ct.

Befremdlich, will ich meinen...

Als Käufer erwarte ich in dem Fall einfach, dass ich mir das entsprechende Gerät im trockenen ansehen und ggf. auf Funktion prüfen kann. Ich möchte, sofern im Angebot nicht hinreichend beschrieben, möglichst viele Informationen über Herkunft, Vorbesitzer, bisherige Einsatzumstände erfahren. Das ist legitim, auch wenn ich mich mit Abgabe des Gebots bereits zum Kauf verpflichtet habe. Erkenne ich Mängel, muß darüber gesprochen werden.

Ich kann auch glücklicherweise sagen, dass mir zu 99% diese
Möglichkeit eingeräumt wurde.

Wie weit man einen Fremden in seinen Privatbereich eindringen lässt hängt sicher auch davon ab, wie er sich gibt und auf mich wirkt.

Nebenbei wechseln gerade bei Ebay viele Artikel innerhealb einer bestimmten Interessegruppe den Besitzer.

Wenn ich z.B. eine alte Leica für meine Sammlung erwerbe, besteht doch wohl sicherlich Interesse am Austausch über das gemeinsame Hobby.

Nochmal, es geht nicht um Ringelpietz mit anfassen, Tanztee mit Tante Ingrid oder Sonntagsbrunch mit der Familie. Es geht um ein Minimum an Menschlichkeit und Höflichkeit im persönlichen Umgang.

huhngesicht ( gelöscht )
Beiträge:

18.03.2009 16:54
#9 RE: Kleinkarietheit antworten

Hallo Gast,
dann habe ich Dich missverstanden, weil Du das Thema unter dem Schlagwort Gastfreundschaft besprochen hast.
Selbstverstaendlich teile ich Deine Einschaetzung, dass auch solche Geschaeftsabwicklungen angemessen hoeflich und freundlich ablaufen sollten.

nirgends schrieb ich etwas von einer entsprechenden Erwartungshaltung. Im Gegenteil.

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Entschuldige, ich habe auch die Beitraege vorher nicht alle gelesen. Es klang fuer mich anklagend in dem Sinne, dass Einlass in die Wohnung, Bewirtung, ein regelrecht sehr persoenlich-freundschaftliches Miteinander dazu gehoeren muessten (zu der absurden Trinkgeldfrage, habe ich schon gar nicht erst geantwortet)
3###

Neue Situation: Du ersteigerst bei Ebay einen gebrauchten technischen Apparat für 249,37 von privat, vereinbarst mit dem Käufer Barzahlung bei Abholung. an einem kalten Novembersamstag klingelst du im strömenden bei der angegeben Adresse, im Austausch gegen 5 50€-Scheine erhälst du zwischen Tür und Angel einen zugeklebten Pappkarton und wartest im Regen auf die Herausgabe von 63ct.

Befremdlich, will ich meinen...

3###
Ja, das waere es, zudem das Geschaeft so ja auch nicht korrekt abgewickelt wuerde.
Der Kunde sollte die Ware meiner Ansicht pruefen koennen, wenn die Umstaende das nahelegen. Es laege hier beim Verkaeufer, sich auf die Situation vorher adaequat einzustellen. Wenn ein konkreter Termin ausgemacht ist (was auch selbstverstaendlich sein sollte), waere es Aufgabe des Verkaeufers, das Geraet so zu praesentieren, dass es der Kunde angemessen einschaetzen kann. Wie er das macht zB in einer Garage oder einem Raum seiner Wahl (Strom muesste zur Verguegung stehen), muss er sich ueberlegen (ich wuerde daher uebrigens nie nicht verschickbare elektrische Geraete bei Ebay verkaufen (das lohnt sich ohnehin nur selten)). Es waere seitens des Verkaeufers unhoeflich und unpassend, waere das Geraet nicht auf Abtransport vorbereitet und stuende voellig ungesaeubert mit Blumenvase noch oben drauf im siffigen Wohnzimmer, die Frau vielleicht halbnackt und mit Bier in der Hand daneben auf dem Sofa, ein Hund den Kaeufer anspringend und vollsabbernd.
3###

Als Käufer erwarte ich in dem Fall einfach, dass ich mir das entsprechende Gerät im trockenen ansehen und ggf. auf Funktion prüfen kann. Ich möchte, sofern im Angebot nicht hinreichend beschrieben, möglichst viele Informationen über Herkunft, Vorbesitzer, bisherige Einsatzumstände erfahren. Das ist legitim, auch wenn ich mich mit Abgabe des Gebots bereits zum Kauf verpflichtet habe. Erkenne ich Mängel, muß darüber gesprochen werden.

3###
Man sollte natuerlich noch einschraenken, dass der Verkaeufer je nach Absprache nicht mehr anbieten muss, als es auch bei verschickter Ware der Fall waere. Da kann man zB auch nicht jedes technische Detail vor dem Kauf testen.
3###

Ich kann auch glücklicherweise sagen, dass mir zu 99% diese
Möglichkeit eingeräumt wurde.

3###
Ich habe erst einmal Abholware bei Ebay ersteigert. Das war ein Laufstall und dieser stand in einem Nebenraum im Keller einer Tiefgarage.
Das lief auch freundlich und umkompliziert, aber weder habe ich erwartet, in die Wohnung eingeladen zu werden, noch ist das passiert. Mich haette das auch befremdet.
3###

Wie weit man einen Fremden in seinen Privatbereich eindringen lässt hängt sicher auch davon ab, wie er sich gibt und auf mich wirkt.

Nebenbei wechseln gerade bei Ebay viele Artikel innerhealb einer bestimmten Interessegruppe den Besitzer.

Wenn ich z.B. eine alte Leica für meine Sammlung erwerbe, besteht doch wohl sicherlich Interesse am Austausch über das gemeinsame Hobby.

3###
Ich schrieb ja, dass es selbstverstaendlich jedem freistehen sollte, wie eng Verkaufskontakte ablaufen. Ich wollte mich nur nicht unter dem Schlagwort Gastfreundschaft zu sowas gedraengt sehen.
3###

Nochmal, es geht nicht um Ringelpietz mit anfassen, Tanztee mit Tante Ingrid oder Sonntagsbrunch mit der Familie. Es geht um ein Minimum an Menschlichkeit und Höflichkeit im persönlichen Umgang.
[/quote]

3###
Dann stimmen wir voellig ueberein.

Huhngesicht

Gast ( gelöscht )
Beiträge:

19.03.2009 10:15
#10 RE: Kleinkarietheit antworten

hätt mir sonst auch wirklich Sorgen gemacht....

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