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Dieses Thema hat 8 Antworten
und wurde 183 mal aufgerufen
 Archiv Psychotanten
Gloria ( gelöscht )
Beiträge:

19.05.2003 15:05
RE: Durch Eure Hilfe Thread geschlossen

Hallo,
wenn ihr bloß wüsstet, wie ihr mir gestern geholfen habt. Weiß nicht wie ich euch meine Dankbarkeit zeigen kann??

Durch eure Hilfe, habe ich mich von der Einbildung, von der Theapeutin so abhängig zu sein, befreit. Da ist heute am Morgen der Wahre Grund meiner Ängste zum Vorschein gekommen. Es sind die Verlassensängste aus meiner Kindheit. Ich hörte mich immer sagen: Mama, bitte bleib da, doch hatte ich kein Bild dazu. Um 11 Uhr hatte ich einen Termin bei meiner Tp. Als ich ihr davon erzählte, machte sie eine Tranceübung mit mir. Ich sollte meine Mutter und mich, als Kind, vor unserem Haus sehen, und sie bitten da zu bleiben. Nun sollte ich als Erwachsene dazukommen und meine Mutter umstimmen, damit sie bleibt. Es war fürchterlich, habe nur noch geheult! Aber wahrscheinlich war es auch sehr heilsam!

Wollte euch das sagen.
Liebe Grüße, Gloria.

Aldonza ( gelöscht )
Beiträge:

19.05.2003 20:13
#2 RE: Durch Eure Hilfe Thread geschlossen

Und Dankbarkeit ist ein schönes gefühl, aber ich denke, indem Du Dich auf den Weg gemacht hast und hier Dein problem geschildert, Dir also Hilfe geholt hast, kannst Du auch Dir selber danken für Deinen Mut, dies zu tun.

Was Du weiter unten schriebst: sieh mal, ich kann Dir prima helfen - so von weitem. Ich gucke aus der Ferne, schreibe ein oder zwei Sätze auf und bin wieder fort. Deine Therapeutin trägt da eine ganz andere Verantwortung, sie begleitet Dich einen längeren Weg. Vielleicht solltest Du das nicht unterschätzen, die Hilfe, die Du von ihr bekommst. Letztendlich hat sie Dich an den Punkt geführt, an dem Du heute stehst. Und Du hast Dich führen lassen. Mit Deinen Zweifeln, mit Deinen Fragen, mit Deinen Widersprüchen. Wichtig auch: Du kannst mit ihr eine Menge besprechen, ihr sogar sagen, daß Du sie haßt. Das spricht für mich von einer Menge Vertrauen.

Daß sie Dir eine Vertretung benannt hat, bietet zusätzliche Sicherheit. Also, alles in allem hört es sich gut an für mich, ich denke, Du kriegst das hin.

Aldonza

Fee ( gelöscht )
Beiträge:

19.05.2003 18:27
#3 RE: Durch Eure Hilfe Thread geschlossen

Liebe Gloria,

sehr schön, du wirst es schaffen, auch, wenn es vielleicht noch einige Tränen kosten könnte. Wenn es mir schlecht ging, war ich oft wie versteinert und konnte nicht weinen, doch als dann die Tränen flossen, wußte ich, jetzt wird es besser.
Ich freue mich sehr für dich!
Weine, wenn dir danach ist, und bald wirst du wieder lachen können!
Und bitte, mach dir jetzt keine Gedanken, dass du irgendjemanden "Schande" bereiten könntest, wie du weiter unten geschrieben hast. Nein, du darfst so sein wie du bist, mit all deinen Fehlern und Schwächen.
Mein Therapeut hat einmal einen guten Satz gesagt:"Gerade unsere Fehler und Schwächen machen uns zu Schwestern und Brüdern."

Alles Gute, liebe Schwester
Fee

Gloria ( gelöscht )
Beiträge:

19.05.2003 18:57
#4 RE: Durch Eure Hilfe Thread geschlossen

Liebe Fee,
normalerweise gibt es solch gute Feen ja nur im Märchenland, aber da haben wir uns wohl geirrt!
Mir geht es auch ganz oft so, dass ich nicht weinen kann und wenn es dann endlich so weit ist, wird alles besser!
Komisch, doch die Tränen fließen bei mir schon seit ich weiß, dass die Tp. so lange in Urlaub geht. Das war zu meiner Überraschung aber ein loslassendes, befreiendes Weinen. Nur heute war es eher verzweifelt. Wahrscheinlich hat sich in den Tagen davor schon sehr viel gelöst und ich muss gar nicht mehr so viel weinen, was mir natürlich auch nichts ausmachen würde.Trauer und Tränen sind mir lieber als Angst.

Ich habe heute von meiner Tp. eine Nummer von ihrer Kollegin bekommen, an die ich mich während ihrer Abwesenheit wenden kann. DAs ist sehr beruhigend. Morgen werde ich dort mal einen Termin ausmachen, um sie kennen zu lernen.
Kann dir dann berichten, falls du interessiert bist.

Ganz liebe Grüße, Gloria.

Fee ( gelöscht )
Beiträge:

19.05.2003 22:27
#5 RE: Durch Eure Hilfe Thread geschlossen

Hallo Gloria,

na jetzt lob mich nicht so, ich kann mir eben gut vorstellen, wie´s dir geht; wie gesagt, Schwester.

Schreib hier ruhig hin und wieder wie´s dir geht, ob schlecht oder gut und lass auch das trotzige, kleine, schwache Mädchen in dir zu Wort kommen, nicht nur die große, starke Vernünftige .

Bis bald,
Fee

Gloria ( gelöscht )
Beiträge:

21.05.2003 13:04
#6 RE: Durch Eure Hilfe Thread geschlossen

Diese Verlassensängste treibn mich noch in den Wahnsinn!
Habe echt Angst durch zu knallen.

Maja ( gelöscht )
Beiträge:

22.05.2003 13:41
#7 RE: Durch Eure Hilfe Thread geschlossen

Hallo Gloria,

wenn du akut im Not bist, scheue dich nicht die Vertretung anzurufen, dafür ist sie ja da.

Ansonsten versuche in deinem Leben ein bisschen mehr Inhalte zu finden und Dinge zu tun, die du gerne magst und die dir gut tun. Jede Kleinigkeit die dich erfreuen kann ist wichtig.

Vielleicht bist du zu viel alleine? Wenn ja, kannst du daran was ändern, kennst du Menschen mit denen du gerne zusammen bist, denen du vertraust (außer deine Therapeutin)?
Gibt es auch was schönes zwischendrin, was du erlebst? Wenn ja, was ist das?

Manchmal wendet man zu viel Zeit auf um nachzugrübeln und vergisst fast zu Leben. Wie ist das bei dir? Wie verbringst du deine Tage?


Aber wenn du meinst, dir wächst alles über dem Kopf und du schafst das nicht, dann ist eine Kliniktherapie gar nicht so verkehrt um neue Kräfte zu sammeln und um wieder zu lernen wie schön das leben sein kann.

Liebe Grüße und viel Kraft,
Maja

Fee ( gelöscht )
Beiträge:

22.05.2003 12:37
#8 RE: Durch Eure Hilfe Thread geschlossen

Hast du keine Möglichkeit mit jemandem darüber zu sprechen? Oder die Vertretung anzurufen?
Oder schreib einfach hier, was dir durch den Kopf geht und wie du dich fühlst, wenn dir das hilft.

Lieben Gruß
Fee

Wally ( gelöscht )
Beiträge:

21.05.2003 13:17
#9 RE: Durch Eure Hilfe Thread geschlossen

>Diese Verlassensängste treibn mich noch in den Wahnsinn!
>Habe echt Angst durch zu knallen.

Hi,
zum Thema "Verlassensängste" direkt kann ich nicht viel sagen, aber ich habe hier was zum allgemeinen Thema "Angst" gefunden, was ich recht gut finde.
Vielleicht kannst du damit was anfangen.
Gruß, Wally


Auf andere zugehen und Kontakte knüpfen


Wer kennt es nicht, diese leicht feuchten Hände, die Schmetterlinge im Bauch und die Anspannung, wenn man sich unter wildfremde Menschen begibt? Ca. 75% aller Menschen haben Angst vor neuen Menschen und Veranstaltungen, Vorträgen und Seminaren, bei denen sie niemanden kennen. Und doch ist es nicht der Anblick fremder Menschen, der in uns den Angstschweiß hochsteigen läßt. Unsere negativen Phantasien, was uns in Gegenwart dieser Menschen passieren könnte, sind die tatsächliche Ursache für unseren körperlichen Amoklauf.

Schauen wir uns hierzu ein Beispiel an:
Die kontaktfreudige Frau P. und die kontaktängstliche Frau N. sind beide zu einer Riesenfete von Yvonne eingeladen. Frau P. sieht das Fest als Chance, neue Leute kennenzulernen. In einem pfiffigen Outfit und mit der Einstellung: "Du siehst gut aus und wirst ankommen" kommt sie zur Fete. Nachdem sie ihre Glückwünsche losgeworden ist, lässt sie erst mal ihren Blick prüfend umherschweifen: "Lauter unbekannte Leute, wer interessiert mich am meisten?" Selbstsicher und mit einem Lächeln auf den Lippen geht sie auf einen jungen Mann zu und spricht ihn direkt an: "Hallo, woher kennst du Yvonne?" Nach einer angeregten Unterhaltung wendet sie sich mit den Worten: "Ich will mal weiterschauen, wen ich sonst noch kenne," anderen Gästen zu. Es ist für sie ein gelungener Abend.
Ganz anders Frau N. Sie hat sich schon tagelang damit beschäftigt, ob sie überhaupt hingehen soll. In schlichter unauffälliger Kleidung macht sie sich auf den Weg. Sie quält sich mit bangen Fragen: "Was, wenn die anderen alle besser aussehen, klüger sind .... Was, wenn niemand sich mit mir unterhalten möchte?" Auf dem Fest angekommen verzieht sie sich in die hinterste Ecke und wartet darauf, angesprochen zu werden. Spricht sie jemand an, lächelt sie unsicher und gibt knappe Antworten. Am Ende des Abends fühlt sie sich bestätigt, eben nicht interessant für andere zu sein.


Warum es den meisten von uns so schwerfällt,
auf andere zuzugehen

Wenn wir es uns genau überlegen und ehrlich zu uns sind, gibt es täglich sehr viele Möglichkeiten, mit anderen ein paar Worte zu wechseln. Wir können zwar nicht steuern, ob sich daraus ein längerfristiger Kontakt oder eine tiefe Freundschaft entwickeln mag, doch manchmal wirken ein paar nette unverbindliche Worte mit einem Fremden gesprochen schon Wunder. Wir fühlen uns plötzlich eins mit der Welt und dazugehörig. Überlegen Sie einmal selbst, wie vielen Menschen Sie täglich ganz zufällig begegnen. Da sind die Nachbarn aus der Umgebung, der Briefträger, die Zeitungsfrau, die Verkäuferin im Lebensmittelgeschäft oder Kaufhaus, die Frau, die neben Ihnen in der Straßenbahn sitzt oder an der Haltestelle wartet, der Mann auf der Parkbank oder im Eiscafé, die Kundin hinter oder vor Ihnen am Bankschalter oder an der Parkhauskasse. Ganz abgesehen von den Menschen, die Sie treffen, wenn Sie sich ganz bewusst unter die Menschen begeben - wie z.B. im Café, bei einem Vortrag oder im Seminar, in der Gymnastikgruppe, bei einer Hochzeit oder auf einem Fest, etc. Wo immer Sie Menschen treffen, haben Sie die Wahl, Kontakt anzuknüpfen oder sich "vornehm" zurückzuhalten.

Wenn Sie eher zu den kontaktängstlichen Menschen gehören, dann sind Ihnen die folgenden negativen Gedanken vertraut:

Ich weiß nicht, ob der andere an einem Gespräch interessiert ist. Am Ende läßt er mich abblitzen. Also warte ich lieber, bis der andere mich anspricht.
Ich weiß nicht, wie ich ins Gespräch mit einem Fremden kommen kann.
Ich habe Angst, mit zu banalen Dingen ein Gespräch zu beginnen.
Ich spreche niemanden an, weil ich Angst davor habe, er sieht, wie unsicher ich doch bin.
Ich weiß nicht, womit ich ein Gespräch beginnen soll. Von mir gibt es nichts Interessantes zu erzählen.
Besonders peinlich finde ich es, ein Gespräch anzufangen und dann plötzlich nicht mehr weiter zu wissen.
Ich will nicht aufdringlich sein.
Hinter all diesen Gedanken verbergen sich die Angst vor einem Mißerfolg und die Angst vor Ablehnung. Leider hindern uns diese Gedanken auch daran, wirklich angenehme Erfahrungen zu machen. Sehr wahrscheinlich haben Sie auch schon einmal erlebt, dass Sie ein nettes Gespräch mit einem Fremden hatten und Sie diese schöne Stimmung den ganzen weiteren Tag begleitet hat. Ja, vielleicht sind einige Ihrer Freundschaften durch solch ein zufälliges Gespräch initiiert worden. Ich denke, Sie können mehr gewinnen als verlieren, wenn Sie es wagen, ein paar nette Worte mit Ihren Mitmenschen zu wechseln. Sie können gewinnen:

das Gefühl, dazugehörig zu sein
Zufriedenheit und Freude
einen Freund
eine nette Bekanntschaft
eine neue Erfahrung mit einem unbekannten Menschen
die Erfahrung, fähig zu sein, Kontakt zu knüpfen, wann immer Sie es wollen
Sie riskieren:

dass Ihr Gegenüber nicht zu einem Kontakt bereit ist
dass Sie bemerken, dass Ihr Gegenüber ein vollkommen anderer Mensch wie Sie ist und sie sich nur wenig zu sagen haben.

Wie Sie mit anderen leichter in Kontakt kommen können

1. Wenn Sie sich in all den Jahren eher in der Warteposition befunden haben, als aktiv auf andere zuzugehen, dann benötigen Sie nun erst einmal die positive Einstellung: "Ich gehe auf den anderen zu und beginne ein Gespräch. Wenn er nicht daran interessiert ist, sagt das nichts über mich aus. Aus irgendeinem Grund will er keinen Kontakt. Schade." Es bedeutet auf gar keinen Fall, dass Sie uninteressant und unattraktiv sind. Andere sind nun mal nicht immer in der Stimmung für ein Gespräch oder haben selbst Angst davor. Vielleicht haben sie auch Vorurteile Ihnen gegenüber und schätzen Sie falsch ein.

2. Mit einem Blickkontakt und einem Lächeln signalisieren Sie Ihrem Gegenüber, dass Sie sich für ihn interessieren. Sie können damit gleichzeitig vortesten, wie es mit seiner Empfangsbereitschaft steht. Reagiert er überhaupt nicht oder schaut weg, dann ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, um mit ihm in Kontakt zu kommen.

3. Beginnen Sie mit small talk, statt lange oder zu lange nach dem idealen Gesprächsbeginn zu suchen. Untersuchungen haben ergeben, dass es relativ unwichtig ist, was man als Einstieg wählt.


Für den Einstieg ins Gespräch stehen Ihnen drei Themen zur Auswahl:

a) die Situation
Sprechen Sie über die Situation, in der Sie sich beide befinden. Schauen Sie sich um und greifen Sie etwas auf, was Sie beide interessiert oder irritiert. z.B: "Kaufen Sie öfter hier ein? Dauert das immer so lange an der Kasse?" "Haben Sie schon öfter in diesem Restaurant gegessen? Können Sie mir etwas besonders Leckeres empfehlen?"

b) die andere Person
Die meisten Menschen reden gern über sich und werden erfreut auf Ihre Fragen oder Kommentare antworten. Bevor Sie anfangen, sollten Sie studieren, was die andere Person gerade tut, trägt, sagt und liest, und sich überlegen, worüber Sie gerne mehr wissen möchten. Beispielsweise: "Ich habe Sie schon öfter im Park gesehen. Was lockt Sie denn am meisten hier am Park?" "Sie kennen sich so gut in ... aus. Wie lange befassen Sie sich schon damit?"

c) Sie selbst.
Dieser Einstieg führt eher selten zu einem anregenden Gespräch.

4. Haben Sie den Einstieg ins Gespräch bereits geschafft, dann können Sie es gut am Leben erhalten, indem Sie offene Fragen stellen. Zu den offenen Fragen gehören die Fragewörter: Wie? Warum? Auf welche Weise? Ihr Gegenüber kann darauf nur schwer mit einem knappen Ja oder Nein antworten. Sie erhalten dadurch mehr zusätzliche Informationen, die Sie in den Fortgang des Gesprächs mit einbeziehen können.


Denken Sie daran, dass Sie und Ihr Gesprächspartner für den Fortgang des Gesprächs verantwortlich sind. Sie haben den Mut gehabt, ihn anzusprechen. Sollte sich herausstellen, daß Ihr Kontakt nicht tragfähig ist und sie nicht viel gemeinsam haben, dann ist das auch in Ordnung. Dann hat dieses Gespräch lediglich geholfen, die Zeit zu vertreiben und Ihre Menschenkenntnis zu vertiefen.


Was wird er/sie von mir denken?
Über die Angst vor Ablehnung und ihre Ursache


"Was wird er/sie von mir denken?" Diese Frage beschäftigt Tag für Tag Millionen Menschen. Diese Frage und die unausgesprochene Antwort darauf hält diese Menschen oftmals davon ab, selbstsicher aufzutreten und ihre Bedürfnisse und Wünsche anderen mitzuteilen.


"Was wird sie von mir denken, wenn ich sie anspreche?" "Was wird er von mir denken, wenn ich ihm sage, dass ich keine Lust habe, mit ihm auszugehen?" "Was wird sie (die Verkäuferin) von mir denken, wenn ich, ohne etwas zu kaufen, wieder gehe?" "Was wird er (der Chef) von mir denken, wenn ich ihm sage, dass ich keine Überstunden machen will?" "Was wird er (der Ober) denken, wenn ich ihm sage, dass es nicht geschmeckt hat?" "Was wird er (der Bekannte) von mir denken, wenn ich nicht zu seinem Fest gehe?"

Die unausgesprochene Annahme hinter diesen Fragen ist immer: "Sie (die anderen) werden schreckliche Dinge über mich denken, und das wäre furchtbar. Das könnte ich nicht ertragen."


Hinter diesen Fragen steckt also die Angst, von anderen abgelehnt zu werden, bzw. die Angst, dass diese Ablehnung schlimme Folgen für einen haben könnte. Gefühlsmäßig empfinden wir eine Ablehnung gleichbedeutend mit einem vernichtenden Urteil über unser Leben, so, als wäre das unser Ende. Wir tun so, als könnten wir nicht mit einer Ablehnung leben.


Dieses Gefühl, eine Ablehnung nicht überleben zu können, rührt von unserer Kindheit her, in der die Ablehnung durch unsere Eltern tatsächlich etwas sehr Bedrohliches war. Wir waren damals noch nicht in der Lage, ohne unsere Eltern leben zu können. Wir waren auf sie angewiesen und darauf, dass sie für uns sorgten. Jeden strafenden Blick und jede Zurechtweisung empfanden wir damals als Gefahr, als eine "tödliche" Gefahr.


Als Erwachsene sind wir zwar 100 und mehr cm größer und wiegen das Doppelte und Dreifache, können für uns selbst sorgen und sind von anderen nicht mehr in diesem Ausmaß abhängig, aber wir empfinden noch so wie das drei- oder fünfjährige Kind, das seinen Eltern auf Gedeih und Verderben ausgeliefert war. Wir tragen quasi immer noch den kleinen Jungen oder das kleine Mädchen in uns herum, das noch so denkt und fühlt wie früher. Das Kind in uns ist seelisch nicht gereift. Es ist immer noch auf der seelischen Entwicklungsstufe von drei, fünf oder 10 Jahren. Es hat immer noch die gleichen Ängste wie damals, ist immer noch so unsicher und fühlt sich noch so hilflos. Warum ist das so? Warum sind wir seelisch auf der Stufe stehengeblieben?


Der Grund dafür ist, dass wir es versäumt haben, diesem kleinen Junge oder Mädchen in uns klarzumachen, dass wir erwachsen sind. Wir haben ihm keine Chance gegeben zu wachsen. Stattdessen haben wir alles getan, damit es/er sich nicht entwickeln konnte.


Nachdem unsere Eltern uns bewusst und unbewusst immer wieder belehrt und kritisiert hatten, haben wir das Urteil unserer Eltern über unsere Person übernommen und haben uns selbst die verletzenden und abwertenden Worte an den Kopf geworfen. Wir haben das Kind in uns durch negative Selbstgespräche klein gehalten.


Sind wir ängstlich und gehemmt, dann beschimpfen wir uns mit Worten wie Schlappschwanz, Feigling, Armleuchter und Angsthase, anstatt uns quasi in den Arm zu nehmen und uns Mut zu machen. Statt dem kleinen und schüchternen Mädchen Mut zu machen und ihm zu sagen, dass es nicht tragisch ist, wenn es Angst hat, schüchtern wir es noch mehr ein.


Durch die Frage "Was wird er/sie von mir denken?" verunsichern wir uns selbst und erzeugen unsere Hemmungen und Schüchternheit. Wenn wir selbstsicher auftreten möchten, müssen wir lernen, von der Meinung der anderen nicht mehr so abhängig zu sein. Wie macht man das?



Stärken Sie sich selbst den Rücken


Wir müssen bei uns und bei dem Bild beginnen, das wir von uns selbst haben. Solange wir selbst schlecht auf uns zu sprechen sind, solange wir uns nicht leiden können, uns für jede Schwäche kritisieren und selbst nichts für uns übrig haben, so lange haben wir auch Angst davor, dass andere nichts für uns übrig haben. Ich will Ihnen das an einigen Beispielen erläutern.


Simone hat Kontaktschwierigkeiten. Auf Parties, wenn sie überhaupt hingeht, kommt sie sich so verloren vor. Simone hält sich - gelinde ausgedrückt - für unattraktiv. Sie findet, dass ihr Busen zu klein ist, dass sie um die Hüften herum zu kräftig ist, und dass ihre Haare eine Katastrophe sind. Aufgrund ihrer vermeintlichen "Mängel" hält sie sich für unattraktiv und minderwertig. Niemand konnte sie bisher vom Gegenteil überzeugen, weder die Männer, die um sie wie Bienen um einen Honigkuchen schwärmen, noch ihre Bekannten und Freundinnen. Wenn Männer ihr sagen, dass sie hübsch und attraktiv ist, denkt sie sich: "Das sagt er nur, weil er mir schmeicheln will. Das sagt er nur, um mir nicht weh zu tun". Sie unterstellt allen Männern also, dass diese unehrlich sind. Sie legt anderen das Urteil in den Mund, das sie bereits über sich selbst gefällt hat.


Petra hat Hemmungen, sich alleine in ein Straßencafé zu setzen oder alleine eine Veranstaltung zu besuchen. Sie denkt sich, die anderen würden von ihr denken, sie sei auf Männersuche - was tatsächlich der Fall ist -, oder die anderen würden denken, sie hätte keinen Mann abbekommen. Auf meine Frage, was denn so schlimm daran sei, wenn andere tatsächlich denken würden, sie suche einen Partner, druckst sie herum. Schließlich sagt sie unter Tränen: "Ohne Mann ist man einfach nichts wert. Die anderen denken bestimmt, dass mit mir etwas nicht stimmt, weil ich keinen Partner habe." Sie hält sich also für minderwertig, da sie keinen Partner hat, und befürchtet, andere könnten über sie das gleiche vernichtende Urteil fällen.


Sie sehen an diesen Beispielen: So wie man von sich selbst denkt, so glaubt man, dass auch andere von einem denken. Wenn man sich für pervers, unattraktiv, nicht liebenswert, dumm und minderwertig hält, dann denkt man automatisch, dass auch andere so von einem denken, und man hat Hemmungen, selbstsicher aufzutreten.


Wenn Sie also Ihre Angst vor Ablehnung überwinden möchten, dann müssen Sie bei der Meinung beginnen, die Sie von sich haben. Sie müssen vor all den anderen, d.h. als erster beginnen, sich anzunehmen, so wie Sie sind - mit all Ihren Fehlern und Mängeln. Erst wenn Sie selbst davon überzeugt sind, dass Ihre Fehler und Mängel nichts, aber auch gar nichts, an Ihrem Wert als Mensch ändern, erst wenn Sie sich für liebenswert halten, dann, aber auch wirklich erst dann, berührt es Sie kaum, wie andere über Ihre Fehler und Mängel denken. Erst dann sind Sie nicht mehr krampfhaft auf der Suche nach Bestätigung und Anerkennung. Erst dann haben Sie nichts mehr zu verlieren, und niemand kann Ihnen etwas wegnehmen, denn dann sind Sie derjenige, der die Maßstäbe setzt und darüber entscheidet, wer und was Sie sind.


Selbstvertrauen steigern


Es gibt Menschen, die haben es, und es gibt solche, die haben es nicht. Die es haben, schütteln uns fest die Hand und schauen uns geradewegs in die Augen. Diese Menschen scheinen ein Abonnement auf die guten Plätze des Lebens zu haben. Sie sagen, was sie denken, und sie bekommen, was sie wollen - zumindest scheint es so.
Die, die es nicht haben, sind die ewigen Zweiten, die Zuhörer und Statisten. Sie verlassen ein Geschäft mit Schuhen, die sie nicht wollten (weil die Verkäuferin sich so viel Mühe gegeben hat). Sie ärgern sich nur still und leise, wenn sie im Urlaub statt des versprochenen Meeresblicks auf eine Baustelle schauen, und wenn ihnen jemand auf die Füße tritt, dann entschuldigen sie sich demütig.

Die Rede ist vom Selbstvertrauen. Wer von uns wünscht sich nicht, zu denen zu gehören, die sich - scheinbar mühelos - in eigener Sache stark machen können, und wer von uns könnte nicht etwas mehr Selbstvertrauen vertragen?

Die Ursachen eines geringen Selbstvertrauens

Niemand kommt mit einem geringen Selbstvertrauen auf die Welt. Wenn wir uns nichts zutrauen und schüchtern und gehemmt sind, dann deshalb, weil wir von klein auf Erfahrungen gemacht haben, die in uns das Gefühl hinterlassen haben, dass mit uns etwas nicht stimmt und dass wir deshalb minderwertig sind. Diese Erfahrungen sind dafür verantwortlich, dass wir heute eine Stimme mit uns herumtragen, die für uns nie ein gutes oder freundliches Wort übrig hat und die wir deshalb den Kritiker nennen. Er versucht ständig, unser Selbstwertgefühl anzugreifen, und er ist darin sehr erfolgreich und geschickt. Der Kritiker wirft uns unschöne und hässliche Worte an den Kopf wie Dummkopf, Idiot, Versager, Feigling und Schlappschwanz oder bezeichnet uns als dumm, hässlich, unfähig und schwach. Er lässt uns in dem Glauben, dass wir minderwertig und schlecht sind, und unternimmt absolut nichts, um unser Selbstvertrauen zu stärken. Im Gegenteil: Er hat immer nur eines im Sinn: uns "klein" zu machen. Er erledigt seine Aufgabe so raffiniert und geschickt, dass seine Kritik uns immer als berechtigt und gerechtfertigt erscheint.

Die Geburtsstunde des Kritikers

Der Kritiker in uns entstand in unseren ersten Lebensjahren, in denen uns vor allem die Erwachsenen, aber auch Gleichaltrige, bewusst und unbewusst ständig auf unsere Fehler und Schwächen aufmerksam gemacht und uns mit Worten und abweisendem Verhalten bestraft haben, wenn wir nicht so waren, wie sie es von uns verlangten: "Du taugst nichts", "Aus dir wird nie etwas werden", "Mit dir muss man sich nur ärgern", "Du dumme Gans", "Du hast zwei linke Hände", "Du bist stinkfaul", "Mit dir hat man nur Scherereien", "Dickerchen".

An manchen Tagen prasselten solche entmutigenden und verletzenden Worte wie ein Hagelgewitter auf uns ein. Mit der Zeit lernten wir, uns mit den Augen unserer Eltern zu sehen und so zu uns zu sprechen wie einst unsere Eltern.
Wenn wir unser Selbstvertrauen steigern möchten, müssen wir lernen, uns selbst aufzubauen und uns den Rücken zu stärken. Wir müssen den Kritiker in uns aus unserem Leben verbannen und an dessen Stelle eine aufmunternde und aufbauende Stimme setzen. Wir müssen also aufhören, uns selbst klein zu machen und uns einzureden, dass wir nichts taugen oder minderwertig sind.

So stärken Sie Ihr Selbstvertrauen

1. Die wirkungsvollste, aber auch schwierigste Übung besteht darin, dass Sie sich sagen: "Vera, (setzen Sie Ihren Vornamen ein) ich mag dich". Sagen Sie sich diesen Satz 100 (!) Mal am Tag. Dabei werden Sie eine verwirrende Erfahrung machen. Alles wird sich in Ihnen sträuben, so etwas zu sagen, und wenn Sie sich dazu durchringen, werden Sie das Gefühl nicht los, sich etwas einzureden, was nicht stimmt. Sie haben das Gefühl, Sie belügen sich. Dieses Gefühl ist völlig normal. Es muss aufkommen, weil Sie im Moment noch nicht davon überzeugt sind, dass Sie liebenswert sind. Erst, wenn Sie sich diese Worte ein paar hundert Mal gesagt haben, klingen sie glaubwürdiger und das ungute Gefühl verstummt. Wenn Sie Ihr Selbstvertrauen steigern möchten, dann müssen Sie bereit sein, Ihre negative Meinung durch eine positive Meinung zu ersetzen.

2. Erstellen Sie sich eine Liste mit den Eigenschaften und Verhaltensweisen, die Sie an sich mögen, solchen, mit denen Sie leben können, und solchen, die Sie an sich ablehnen. Nehmen Sie sich nacheinander das vor, was Ihnen nicht gefällt. Sagen Sie sich laut: "Mir gefällt nicht, dass ich ... habe/mache. Ich bin bereit, es für den Augenblick zu akzeptieren."

3. Lassen Sie am Abend im Bett Ihren Tag Revue passieren und lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das, was Ihnen gelungen ist, was für Sie positiv war. Es gibt jeden Tag etwas, wofür Sie sich loben können. Es muss nichts Außergewöhnliches sein, was bisher kein Mensch vollbracht hat. Auch was anderen schon immer gelingt und Ihnen das 1. Mal, ist für Sie ein Erfolg.

Ängste verstehen und überwinden


Wenn wir ehrlich sind, dann kennt jeder von uns Situationen, in denen er Angst empfindet oder ihm zumindest etwas "mulmig" zumute ist. Zwei von fünf Menschen in Deutschland leiden unter einer leichteren Angst, jeder 10. wird im Alltag durch seine Angst stark behindert. Es gibt sehr viele unterschiedliche Ängste und wir können sie grob in drei Kategorien einteilen:


1. die Angst vor Dingen und Örtlichkeiten wie etwa vor Tieren, Höhen, Tunnels, Brücken usw.


2. zwischenmenschliche und soziale Ängste wie z.B. die Angst vor Ablehnung, Kritik, Misserfolg, Autoritäten, dem Alleinsein und


3. die Angst vor der Angst und vor Panikgefühlen. Gerade in den letzten Jahren leiden immer mehr Menschen unter Panikattacken und fühlen sich dabei sehr hilflos.

Wie äußert sich Angst?

Wir können Angst in unterschiedlichem Ausmaß empfinden und spüren dabei auch unterschiedliche körperliche Symptome. Die Angst äußert sich meist in vier Bereichen:

a) in körperlichen Veränderungen
Unsere Hände werden feucht, der Blutdruck steigt. Wir schwitzen oder frieren. Atem und Herz werden beschleunigt, unsere Muskeln spannen sich an. Manche Menschen verspüren ein Zittern, Stechen oder Hämmern in der Brust, einen Kloß im Hals, fühlen sich gefesselt, haben wackelige Knie, ein Kribbeln in den Beinen. Andere fühlen sich schwindelig oder es wird ihnen übel. Durchfall oder Harndrang treten häufig auf.

b) in den Gefühlen
Wir fühlen uns ängstlich und sind angespannt.

c) in den Gedanken
Wir können uns nicht mehr konzentrieren, beschäftigen uns damit, was uns alles Schlimmes passieren könnte.

d) im Verhalten
Wir meiden oder gehen nicht mehr allein in bestimmte Situationen. Wir nehmen Beruhigungsmittel oder trinken uns "Mut" an. Wir flüchten aus bestimmten Situationen.

Warum empfinden wir Angst?

Angst als solches ist ein sinnvolles Gefühl. Angstgefühle sollen uns vor Gefahren bewahren, indem sie uns alarmieren und bereit zu Kampf oder Flucht machen. Wenn uns jemand bedroht, dann ist es z.B. sehr sinnvoll, Angst zu empfinden. Empfinden wir jedoch so starke Angst, dass wir uns gelähmt fühlen und keinen klaren Gedanken mehr fassen können, oder Angst, wo gar keine wirkliche Lebensgefahr für uns besteht, dann ist sie hinderlich und schädlich.

Wie entsteht Angst?

Die Fähigkeit, Angst zu empfinden, ist uns allen angeboren. Es gibt sogar Phasen in der Entwicklung, in der wir als Kinder ganz bestimmte Ängste erleben müssen wie etwa die Angst vor Dunkelheit oder Gespenstern. Diese Ängste bauen sich jedoch bis zum Erwachsenenalter bei den meisten Menschen ab. Einen Großteil unserer Ängste, unter denen wir als Erwachsene leiden, haben wir erlernt. Das Erleben eines traumatischen Ereignisses wie etwa eines Unfalls, einer schweren Erkrankung, einer plötzlich auftretenden Übelkeit in der Öffentlichkeit, eines großen Misserfolgs, des Todes eines Angehörigen können dazu führen, dass wir von nun an diese Situationen als "gefährlich" ansehen. Wir rechnen beständig mit der Möglichkeit einer Wiederholung der schlimmen Erfahrung, haben Angst vor der erneuten Konfrontation. Schon in der Vorstellung, dass es nochmals passiert, bekommen wir Angstgefühle. Auch von überängstlichen Eltern können wir lernen, viele Situationen als gefährlich anzusehen, die es in Wirklichkeit gar nicht oder nicht in dem Ausmaß sind. Angstgefühle können auch auftreten, wenn wir über längere Zeit in starker Anspannung gelebt haben, weil beispielsweise ein Familienmitglied chronisch krank ist, sich der Partner von uns trennte oder unser Körper nach einer schweren körperlichen Erkrankung einfach erschöpft ist. Nicht zuletzt können auch körperliche Ursachen wie eine Schilddrüsenüberfunktion, ein Mangel an Vitamin B1 oder eine Störung des Kalziumshaushalts unsere Angst verursachen.

Wie wir gewöhnlich versuchen,
unsere Angst in den Griff zu bekommen

Da Angst ein sehr unangenehmes Gefühl sein kann, versuchen viele Menschen, es zu vermeiden. Sie umgehen die Situationen, in denen sie Angst empfinden, oder nehmen sich eine "Krücke" mit wie etwa einen Partner. Können sie die Situation nicht vermeiden, versuchen sie, sich die Angst durch Alkohol, Beruhigungstabletten oder auch dem Griff zum Essen oder zur Zigarette erträglich zu machen. Wiederum andere versuchen in der Situation krampfhaft, sich abzulenken, indem sie Musik hören oder andere Menschen beobachten. Allen Vorgehensweisen ist gemeinsam, dass wir nicht an den Ursachen unserer Angst ansetzen. Wir zwingen uns quasi dazu, uns todesmutig wieder in die Situationen zu begeben, die wir als gefährlich für uns ansehen, bleiben aber bei unserer Einschätzung, dass etwas Schlimmes auf uns zukommen könnte.

Wie können Sie Ihre Ängste überwinden?

So wie Sie Ihre Angstreaktion erlernt haben, können Sie diese auch wieder verlernen. Zwei Drittel aller Betroffenen können innerhalb kurzer Zeit ihre Angst überwinden. Die folgenden Schritte können Ihnen dabei helfen:

Zunächst einmal müssen Sie sich klarmachen: Die meisten Ihrer Ängste entstehen nicht durch eine bestimmte Situation, sondern dadurch, dass Sie diese Situation als gefährlich und sich als hilflos ansehen.
Dann müssen Sie sich beobachten, welche Gedanken Ihrem Angstgefühl vorausgehen. Gewöhnlich sind es Gedanken wie: "Bestimmt wird mir das ... und das ... passieren. Das könnte ich nicht ertragen".
Prüfen Sie diese Gedanken: Ist es denn wirklich so, dass dieses schlimme Ereignis mit Sicherheit auf Sie zukommen wird, oder kam es bisher vielleicht nur einmal auf Sie zu? Und wenn es auf Sie zukommen sollte, haben Sie dann wirklich keine Möglichkeiten damit umzugehen? Sie erinnern sich: Angst entsteht, weil wir Ereignisse als lebensgefährlich bewerten, die es in Wirklichkeit gar nicht sind.
Nun müssen Sie damit beginnen, die Situationen, die Sie bisher gemieden haben, wieder aufzusuchen. Für viele Menschen ist es leichter, mit der einfachsten Situation zu beginnen. Deshalb notieren Sie sich am besten alle Situationen, vor denen Sie Angst haben, und beginnen mit der einfachsten. Erinnern Sie sich dabei daran, dass Sie mit der Situation und den darin auftauchenden Gefühlen umgehen können. Sie werden zunächst Angst empfinden. Sagen Sie sich deshalb: "Ich weiß jetzt, dass all meine körperlichen Symptome auftauchen werden, weil ich mir bisher erzählt habe, wie gefährlich die Situation ist. Sie sind das Ergebnis meiner Gedanken. Sie werden vorübergehen. Ich kann es ertragen, sie sind nur unangenehm. Ich werde jetzt in der Situation bleiben, bis ich ruhiger werde." Wichtig, bleiben Sie in der Situation, bis die Angst nachlässt.
Erlernen Sie eine Entspannungstechnik wie etwa das Autogene Training oder die Progressive Muskelentspannung. Angst und Entspannung können Sie nicht gleichzeitig empfinden. Wenn Sie bewusst Ihrem Körper den Auftrag zur Entspannung geben, wird die Angst nachlassen.
Erinnern Sie sich daran: Angst können Sie nur verlernen, wenn Sie mit Angst in die Situation gehen. Mit zunehmender Übung wird die Angst abnehmen.
Da Angst ein körperliches Signal ist, das uns vor Gefahren bewahren soll, kostet es Energie, trotz Angst in die Situation zu gehen. Deshalb ist für manche Menschen eine therapeutische Unterstützung sehr hilfreich.

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5 25.08.2001 03:43
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Hilfe, fühle mich abgeleht durch Unlust meines Mannes
Erstellt im Forum Archiv Psychotanten von Natalie
24 11.09.2003 12:11
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HILFE, Angst und Traurigkeit lämen mich
Erstellt im Forum Archiv Psychotanten von Depressive
4 25.12.2004 07:12
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Brauche Hilfe Schnell!
Erstellt im Forum Archiv Psychotanten von Sebastian
5 08.06.2003 22:41
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Dringende Hilfe gesucht
Erstellt im Forum Archiv Psychotanten von Sepper
4 12.08.2002 08:20
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 Sprung  
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