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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 209 mal aufgerufen
 Psychotanten - Eingang zum Forum
Gast ( gelöscht )
Beiträge:

24.10.2009 05:42
RE: Ausbildung antworten

Hi,
ich bräuchte mal Rat, am besten sogar fachkundigen.
Also die Situation ist diese:
Ich habe eine Ausbildung im öffentlichen Dienst als Beamter gemacht, wurde aber nicht übernommen wegen fachpraktiscen Mängeln und zweifel an der charakterlichen Eignung.
Ich hatte über die gesamzte Ausbildung arge probleme.
Ich bin inzwischen von 60 auf 70% schwerbehndert, die erhöhung erfolgt wegen seelischer Störung mit einzel-GdB 20.
Ich bin aufgrund der Ursprungsbehinderung posttraumatisch belastet, vielfache Traumata gerade im psychosozialen Bereich.
Ein Arzt, der mich ewig kennt scrieb als es darum ging ob ich übernommen werde oder nicht: wurde über Jahrzehnte gehänselt, gemieden und erlebte sich als Aussenseiter, wodurch weder vertrauensvolles Verhältnis zu Fremden aber auch kein positives Selbst errichtet wurde.
Während der Ausbildung bereits(mir fiel auf dass ich probleme hatte, bei rasch wechselnden menschen bei denen ich arbeitete und mit denen ich zu tun hatte, was mir vorher nie auffiel da ich immer Ausweichen konnte) suchte ich mir eigeninitiativ eine Therapie- musste aber sechs Monate warten. Da war dann bereits die Ausbildung fast rum wenn auch die Therapie bald gute Erfolge gerade im Umgang mit Fremden zeigte. Leider habe ich auch noch einen "Aktenvermerk"(eine Abmahnung)- wegen Beleidigung. Ich wurde von einem Ausbilder- für mich aus heiterem Himmel angeschrien- ich platzte im Affekt. Als er dann sagte er gehe zum Chef, sagte ich: das könne er wenn es ihn aufgeile.
Leider hatte ich mich in einem soclhen fall nicht unter Kontrolle- das wurde mir dann zum Schluss als charakterliche Uneignung ausgelegt. Dies war ganz am Anfang der Ausbildung und ein solches Verhalten ahbe ich nach der Abmahnung nicht mehr gezeigt.
Generell ging es mir schlecht während der Ausbildung. Ich war depressiv und ängstlich- das bestätigte auch der Therapeut als es um die Übernahme ging- depressiv ängstliche Entwicklung bei Psychosozialer rekompensation(was ist das??) attestierte er.
Das schlug sich auch nieder in den leistungen. Ich arbeitete kaum und weil ich Angst vor den fremden Menschen hatte, konnte bzw. wollte ich nichts mit ihnen zu tun haben.
Bsp. war ich in einer Abteilung und tat wenn man mir sagte: mach dies oder jenes- eben nur dies, pohne dann nachzufragen weil ich mich auch nicht traute- Dadurch bauten sich fachpraktische Defizite auf.
Als es um Übenahme ging, schickte man mich zum Amtsarzt. Dieser ist serhr nett obwohl ich es nicht erwartete und er bescheinigte mir, dass mein Vehalten diesbezüglich behinderungsbedingt ist und stellte eine positive Sozialprognose.
Um es also auf den punkt ziu bringen: meine personalakte ist voll von schlechten Beurteilungen in denen mir Desinteresse an der Ausbildung vorgeworfen wird- die aber aus meiner Sicht so nicht ist, denn ich hatte einfach große Angst vor den dauernd wechselnden leuten. Ich brauche einfach länger um mit den leuten warm zu werden. weil ich aber auch sehr vile Schlechte Erfahrungen mit Leuten machte(vielfach psychosozial traumatisiert- schrieb der Therapeut) wegen meinem Aussehen und den vielen Hänseleien, Ausgrenzungen usw. erwartete ich innerlich immer was böses von den Leuten und war immer im Vorhinein negativ eingestellt und wirkte wohl darum aggresiv(latent, wie es in der Schlussbeurteilung steht).
Jedenfalls wurde die Schlussbeurteilung ca. 1/2 Jahr vor Ende der Ausbildung gestellt und als dann im nachhinein alles mit Atteste usw. rauskam(mir sagte man ich hätte mich früher rühren sollen und über die probelem z.B. mit der Schwerbehindertenvertretung sprechen sollen), da sagte ja noch die die diese Beurteilung schrieb: Hätten sie sich doch gemeldet und gesagt dass sie Therapie machen, dann hätte man noch was machen können.
Also: In der Akte steht ein Vermekr- wegen Beleidigung- auch wenn das leider im Affekt war und ich, auch weil mich meinvater als kind immer angeschrien hatte und mich beschimpfte, war das als ob ich das wieder erleben müsste, und in dem Moment reagierte ich darum über. Ferner stehen sehr schlechte Beurteilungen darin: Arbeitet wenig, Fragt nicht nach Arbeit(aus genannten Gründen), latent aggresiv (obwohl eher das Gegenteil stimmt).

Darum wurde ich nicht übernommen.
jedoch bei einem Gespräch ebi dem ein hoher Behindertenvertreter dabei war sate er ich solle einen Verschlimmerungsantrag der Behinderung stellen. Dieser ist jetzt ganz aktuell da und von 60 zu 70% behinderung erhöht wegen einer seelischen Störung i.H.v. 20% zusätzlich.
Man sagte mir auch ich solle doch nochmal am Auswahlverfahren für den öff. Dienst teilnehmen.
Dies tat ich und ich habe sehr gut abgeschnitten.
Jetzt habe ich zwei konkrete Angebote.

Es ist aber jetzt das sehr sehr große Problem, mit dem ich nicht gerechnet hätte, dass diese behörden nun Einsicht in meine Personalakte haben wollen.
Tel. sagte man mir sowas sei normal. man könne jedoch nur mit meiner Einverständniss die Akten ansehen- um "zu sehen ob was vorgefallen" ist.
Würde ich nicht diese Einvertändnis geben, wäre "es schwer mit einer Einstellung", weil man davon ausgehen müsse dass was vorgefallen ist.

Jetzt bin ich schwer am grübeln.
Ich habe wohl zwei Alternativen:
1. ich verweiger die Akteneinsicht mit der Begründung, dass dort ärztliche Atteste drinnen liegen, die einfach in meinen Persönlichkeitsbereich gehören. Zumal mir es jetzt besser geht, u.a. wegen tabletten, der Therapie und weil ich auch seit über einem jahr in einer stabilden beziehung stehe(auch dies ärztlich attestiert.)


2. ich lasse die meine Akte einsehen auch wenn es sich um ein völlig neues Beamtenverhältnis handeln würde.
Ich würde zum Amtsarzt gehen und mir so viel wie möglich attestieren lassen- zusätzlich habe ich die zwei ärzte die mich lange kennen, die würden mir auch noch Atteste schreiben, dass mir damals einfach nicht gut ging.
Ich würde hoffen dass sie das einsehen und jetzt dadurch dass das versorgungsamt diese Störung auch erkannte, mir eine zweite Chance geben würden.
Prognosen alle positiv. Sogar der Amtsarzt würde mir das bestätigen.


Die Frage ist, ob sie mich ohne Akteneinsicht nehmen würden. Ebenfalls fraglich ob man mir das, bei akteneinsicht durchgehen lassen würde, zumal bereits bei der Übernahme eben dagegen entschieden wurde.


Ich weiß nicht was ich tun soll. habe jetzt mit der Schwerbehindertenvertretung der einen von zwei Behörden telefoniert und die sagt, ohne zu wissen ob eine Einstellung auch bei Akteneinsichtverweigerung möglich wäre, ich solle alles aufschreiben, mir die ganzen Atteste holen und dann mich zu der letzten Ausbildung äußern unter Hinweis dass es jetzt eben besser ist.


Keine Ahnung, in zwei Wochen ist das Vorstellungsgespräch bei dem es darum gehen wird.
Eine zweite Chance hat man doch verdient denke ich, zumal kri ja jetzt nachweislich eine seelische Störung da ist, lauter Ärzte attestieren, dass mein Verhalten zum größten teil behinderungsbedingt war und dass es mit mir "bergauf" ging..


Was würdet Ihr tun??
vielen Dank.

armerIrrer ( gelöscht )
Beiträge:

26.10.2009 09:28
#2 RE: Ausbildung antworten

Ohne dich angreifen zu wollen:
Die Entscheidung, dich nicht zu übernehmen, ist durchaus nachvollziehbar. "Verbeamtet" wird heute nur noch sehr ungern, und Quotenregelungen hin oder her, du hast genug Material geliefert, aus dem sich etwas konstruieren lässt. In dem Fall eben leider deine Nichteignung. Du solltest das nicht persönlich nehmen und nicht als "Urteil" ansehen. Man hat schlicht Kosten gespart.

Was dein Vorstellungsgespräch angeht:
Spiele mit offenen Karten. Geh davon aus, dass dein neuer Dienstvorgesetzter in spe so oder so erfährt, warum du eine neue Stelle suchst.
Wenn du der Akteneinsicht widersprichst, braucht er halt ein oder zwei Telefonate, um die selben Infos zu bekommen, wenn er sie nicht eh schon längst hat.

Wenn du schon einen Gesprächstermin hast, ist es dir doch in die Hand gelegt. Du kannst von vorneherein klarstellen, wo die Probleme (Mißverständnisse?) lagen, und was du mittlerweilen getan hast, dass so etwas eben nicht mehr vorkommt.
Alleine schon diese Offenheit zu zeigen, demonstriert doch schon deine Fortschritte.

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