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 Archiv Psychotanten
Kaspar ( gelöscht )
Beiträge:

19.05.2003 15:55
RE: Orientierung hinsichtlich des Paradieses Thread geschlossen

Paradies, dies heißt vom Wort her: "Was neben dem Tag liegt." Wenn man sich nun vorstellt, daß mit dem Erleben des Tages, das helle Tagesbewußtsein gemeint ist, wie es den meisten Menschen bekannt und bewußt ist, Paradies meint dann das Erleben von Bewußtseinszuständen die neben dem Tagesbewußtsein liegen. Wenn man wie ich, sich immer nur in den Nebenräumen des Lebens aufhalten kann, so ist man diesem paradiesischen Bewußtsein näher als alle die Menschen die in das helle Tagesbewußtsein eingeschlossen sind.
Dieses Paradies ist das Bewußtsein vom tiefen inneren Kern des Menschen wo er nur noch gut ist voll von natürlicher Sozialität, wie Wilhelm Reich dies nannte, hier innen ist er getragen von den ewig gültigen Regeln einer Spiritualität und erfährt das Bewußtsein, daß die Schöpfung vollkommen und ohne Tadel ist, daß vom Schöpfer alles schon zum Besten bestellt worden ist und daß für jedes Bedürfnis schließlich und endlich auch eine Befriedigung eingerichtet ist, da das Eine nicht ohne das Andere entstehen kann. Hier innen erfährt sich der Mensch als ein göttliches Kind und kann in aller Reinheit und einfältigen Schau begreifen was mit der Ebenbildlichkeit Gottes gemeint ist.
Es stellt sich die Frage, ob es neben dem inneren Bewußtsein eines paradiesischen Gefüges der Welt dann auch noch ein äußeres Paradies gibt, in einem wie immer auch zu ortenden Nichtinneren. Dann könnte dieses innerseelische Erleben ein Abbild dieses Paradieses sein und somit eine wirkende Verbindung zwischen beiden Paradiesaspekten bestehen. Wie Agrippa mal sagte: "Man kann auf Erden kein Glöckchen bimmeln lassen, ohne daß es nicht auch im Himmel irgendwie bimmelt." Umgekehrt käme man so mit dem Erleben seiner eingeborenen natürlichen Sozialität denn auch tatsächlich mit diesen jenseitigen Dingen in Berührung. Besser ist es vielleicht von einer wechselwirkenden Resonanz zu sprechen mit denen mikrokosmisch Inneres und makrokosmisch Jenseitiges miteinander wechselwirken.
Einige Hinweise zur Vertiefung könnte die Anthroposophie lehren. Sagt sie doch, daß Kinder bis lange nach der Geburt seelisch ganz mit dem Kosmos in Verbindung stehen, auf eine unbewußte Art. Ebenso trifft dies generell für Tiere zu, wobei Tiere nur jeweilige Asspekte seelisch realisieren. Auf dieser Kommunikation mit dem Kosmos beruht dann der zielsichere Instinkt der Tiere. Die Verbindung zum Kosmos wird von Leadbeater plastisch beschrieben, via autonomes Nervensystem mit seinem Bauchhirn (Sonnengeflecht) und den Verbindungen zum feinstofflichen Chakrensystem.
Dieser zielsichere Instinkt wie ihn Tiere haben ist auch dem Menschen möglich, man kann sich dieser Vorgänge teilhabend bewußt werden. Vor Jahrzehnten las ich mal in einem entsprechenden Buch, daß manche Völker ihre Häuptlinge und Medizinmänner in früher Kindheit solchen Bedingungen aussetzten, daß sie schizoid würden, also dem üblichen und normalen Tagesbewußtsein irgendwie entzogen, so daß sie hierdurch die Fähigkeit entwickeln konnten, mit der Geisterwelt zu komunizieren und hierdurch ihre führende Rolle auch entsprechend ihrer Kultur meistern konnten.
In der wirklichen Religion, was von religare = wiederanbinden kommt, geht es um die individuelle Wiederanbindung des Menschen an die natürliche Sozialität wie oben beschrieben. Dies ist durchaus ein therapeutischer Weg, gewissermaßen der Weg vom nur mit Tagesbewußtsein bedienten Menschen zur Wiedererfahrung seines göttlichen Inneren, so daß er sich der geistigen Welt verbunden fühlen kann. Ein therapeutischer Weg ist dies aus verschiedenen Gründen. So wird ein Mensch der sich dem Ewigen näher fühlt versuchen sein Leben mehr und mehr in eine entsprechende Ordnung zu fügen, maßvoll zu leben, was im Sinne einer naturheilkundlichen Ordnungstherapie schon gesünder werden lassen kann. Er wird z.B. diätetisch zum Vegetarismus finden, welcher wesentlich gesünder macht als die gemischte Kost oder auch seinen Körper ausreichend achten und entsprechend maßvoll trainieren.
Zum anderen ist in allen Krankheitssymptomen die ein Mensch erleben kann, eine niedertransformierte Energie wirksam, die in der Niedertransformiertheit ein Selbstläufer bleiben kann und so die Symptomatik aufrechterhält. Umtransformierung dieser Energie, durch Homöopathie z.B. oder Geistheilung oder auch bewußter Ausdruck und Reflexion (Psychotherapie) können diese Energien, hochtransformieren, so daß sie ihre pathogene Wirkung verlieren, dafür aber transformiert wieder anders wirksam werden, z.B. werden einem jenachdem im Bewußtsein Zusammenhänge klar.
Unsere materialistisch positivistische Psychotherapie beurteilt den Menschen im wesentlichen nur unter den vermeintlichen Forderungen des Alltages, sie beurteilt ihn unter dem Asspekt der Liebesfähigkeit und der Arbeitsfähigkeit. Ich habe beide Fähigkeiten nicht, jedenfalls nicht in der abgenötigten Form, da ich dem normalen Alltagsbewußtsein, ausgegrenzt gegenüber stehe. Ich lebe wie der Alpödi in den Bergen, oder wie Rumpelstilzchen im Wald, ich lebe im Keller, in den Seitenräumen, unterm Dach, außerhalb des Dorfes auf dem Feld, oder wie Kaspar Hauser in einem Verließ.
Wie ein Blinder der mehr hört und sieht als Sehende so ist auch meine Innensicht weit differenzierter entwickelt als bei den meisten anderen Menschen. So ist es meine Aufgabe den Menschen die mich erkennen, zu lehren, daß man schon im Leben einen ganz konkreten therapeutischen Weg zu Gott gehen kann, dazu muß man nicht erst sterben und daß dieser Weg sowohl ein Heilsweg als ein Heilungsweg ist. Therapeutisch deshalb weil es ein Weg der Selbsterfahrung ist, in dem man alles selber tun muß. Was von Gottes Seite aus zu tun ist, ist längst schon immer geschehen.
Mir geht es darum, daß Menschen lernen die religiöse lebendige Innenwelt zu erfahren und zu erleiden was an gräßlichem dissozialem Schattendasein bis dorthin integriert und ertragen werden muß, um Mitgefühl mit den leidenden Kreaturen zu erlangen - denn unterhalb dessen ist die natürliche Sozialität nicht zu erlangen, der Mensch muß Individuum geworden sein, daß heißt all sein Böses selber tragen.
Mir geht es darum, daß ein Mensch ertragen lernt die unerträgliche Spannung zwischen der Welt wie sie von Außen an ihn herantritt und wie sie von Innen in der ewigen Ordnung der natürlichen Sozialität von ihm gefordert und auch von ihm als richtig erkannt wird. Der äußeren Welt geht es im Grunde nur um die utilaristische Ausbeutung von abhängigen Menschen, die einseitig im Common Sense und im jeweiligen Über-Ich gefangen sind, daher unselbständig sind und so durch äußere Führung ausgebeutet werden können. Dieses Ansinnen der äußeren Welt ist ein zutiefst teuflisch durchsetztes. Diese äußere Welt hat eine Widersachernatur und das Individuum muß aus eigener Kraft einen Weg finden um in Bindung an eine sowohl tiefere und zugleich höhere Ordnung zu gelangen, die der natürlichen Sozialität. Der hier entstehende Spannungsbogen ist ein beträchtlicher. Meine Aufgabe besteht quasi darin, Menschen auf diesem Wege zu sich selbst hier und dort zu begleiten und zu unterstützen.

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