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 Archiv Psychotanten
Bärbel Vogel ( gelöscht )
Beiträge:

20.03.2003 23:34
RE: Re: Frauen mit Helfersyndrom. Thread geschlossen

Lieber Robert,
das, was dir geschehen ist, geschieht auch vielen anderen. Ganz gleich, ob sie nun im Rolli sitzen oder nicht. Freilich ist es bitter für dich. Doch was hast du davon, wenn du herausbekommen willst, ob diese Frau ein Helfersyndrom hat und nur deshalb so reagiert hat? Wenn jemand wirklich liebt, dann liebt er, egal, ob er durch ein sogenanntes Helfersyndrom behindert ist (Bezug auf Behinderung), egal, ob er auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Jeder trägt ein gewisses Schicksal und muss damit im Leben klar kommen. Die Vergangenheit prägt den Menschen und in der Gegenwart lebt er. So prägt dich deine Vergangenheit und diese Frau ist geprägt von ihrer Vergangenheit (nur benötigt sie dafür keinen sichtbaren Rolli!). Vielleicht hast du ihr einiges voraus? Denk mal drüber nach. Ich selbst bin ein Kind eines Vaters, den ich eigentlich nur im Rollstuhl kennen gelernt habe. Meine Mutter hat sich total für diese Ehe und Familie verausgabt und ist mit 62 Jahren verstorben. Sie konnte und wollte nicht mehr; hat sich total verausgabt. Mein Vater hat sie um ca. 10 Jahre überlebt. All das hat mich sehr geprägt, so dass ich dich und auch die Frau verstehen kann, von der du berichtet hast. Ich selbst bin sehr schwach - nach außen stark (alle denken, ich hätte ein extrem starkes Selbstbewusstsein!). Mein Selbstbewusstsein ist im Laufe meiner Entwicklung ein klein wenig besser geworden (habe große Scheu vor der Öffentlichkeit, obwohl mein Äußeres dazu keinen Anlass gibt - keiner versteht mich deshalb), dennoch wünschte ich mir mit meinen bald 44 Jahren mehr Größe, wenn du weißt, was ich meine. Mein Helfersyndrom ist wohl auch sehr stark ausgeprägt, gegenüber den Schwachen unserer Gesellschaft. Und daher bin ich seit Jahren aktiv im Tierschutz tätig (habe u. a. einen Katzenschutz in unserer Stadt gegründet). Tiere lehren uns viel und viel könn(t)en wir von ihnen lernen, wenn wir nur nicht so egoistisch wären! Menschen, die schwach sind und von denen ich annehme, dass sie dankbar sind, wenn ich mich ihnen würdevoll und mitfühlend zuwende, kann ich nur schlecht abweisend gegenüber stehen. Aufgrund meiner Haltung werde ich zuweilen auch in einen "Strudel" hineingezogen, aus dem ich mich nur sehr schwer wieder herausziehen kann, wenn mir keine Luft mehr zum Atmen bleibt. Und die wird mir aufgrund meiner Bereitschaft zur Hilfe (egal, welcher Art) sehr oft genommen. Meine Hilfsbereitschaft "entgleitet" mir dann und ich selbst bin dann eine Person, die selbst Hilfe nötig hätte. Ich bin dann mit allem so sehr überfordert, werde krank und ein "Teufelskreis" schließt sich. Das kann dann so weit "ausarten", so dass selbst der Helfer durch sein Syndrom zum Rolli wird. (nebenbei bemerkt: Viele Krankheiten entstehen überwiegend durch eine kranke Psyche!!! Krankheiten entstehen im Kopf, durch tiefen und langandauernden Kummer,Trauma, steter Tropfen höhlt den Stein etc.). So dass ich zu dem Schluss komme, dass sich deine Freundin von dir nur getrennt hat, weil sie selbst so dermaßen hilflos ist. Sie sucht krampfhaft nach einer Erfüllung und nach Glück in ihrem Leben und "versucht" es erneut mit einem Rolli-Fahrer. Wenn du nun wütend auf sie bist, dann schadest du letztlich nur dir selbst, weil negative Gedanken keinerlei positive Wirkung auf dich haben können (wozu hast du das Internet?) Wir alle haben eine gewisse Prägung, sind schwach, sind stark. Ich sitze nicht in einem Rolli, musste dennoch viele Verletzungen in meinem Leben einstecken und muss und will trotzdem weiterleben. Versuche meine Verletzungen zu verwinden. Und ich hoffe für dich, dass du es auch kannst und einmal eine gute Partnerin findest, wenn du dazu bereit bist. Egal, ob Helfersyndrom oder nicht, Hauptsache, die Person hat dich gern und ist bereit, gemeinsames Schicksal zu tragen. In der Hoffnung, du hast in der Zwischenzeit dein Glück gefunden, möchte ich mich herzlich von dir verabschieden.

Liebe Grüße von Bärbel und den 4 Miezekatern

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