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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 202 mal aufgerufen
 Archiv Psychotanten
Luisa ( gelöscht )
Beiträge:

08.04.2004 15:50
RE: Re: Verheiratet, Frau getroffen, Und dann? Thread geschlossen

Hi Andi

Mir gehts ähnlich wie dir und vieles was du geschrieben hast, könnte auch mein Text sein. Auch ich hab meinen (auch gebundenen)Traummann gefunden, bzw. wir sind füreinander der Traum. Wir kennen uns noch nicht lange - und doch wie aus einem früheren Leben, ist da eine Vertrautheit, eine Tiefe, die ich vorher nie gefühlt habe. Zum ersten Mal fühle ich mich nicht einsam. Ich war es auch vorher nicht, wenn man eine flüchtigen Bilck auf Umfeld wirft. Innerlich war ich es immer.

Einige haben geschrieben, Träume wären (in etwa) gleichzusetzen mit Illusionen. DAS sehe ich nicht so.
Träume, wie ich sie meine, sind für mich Visionen. Vorahnungen von einem Leben, wie es sein könnte. Sie machen mich nicht blind, sie führen mich weiter, zu dem was ich bin.

Ich bin seit 15 Jahren verheiratet und bereit, nun alles hinter mir zu lassen, was jemals war. Auf seine Entscheidung warte ich noch, doch auch wenn er es nicht wagt, diesen Schritt zu gehen, wird für mich meine Ehe nicht zu halten sein. Mein Mann "bemüht" sich, ja ... neuerdings ... Es ist viel zu spät. Schießlich spielen auch die entstandenen Defizite eine Rolle, mit welcher Bereitschaft man sich in jemanden anders verliebt.
Mich hat diese Begegnung zu sehr verändert, um jetzt wieder einen Schritt zurück zu gehen, es wäre mir unvorstellbar. Von meinem Mann werde ich mich in aller Liebe und Güte trennen, die ich aufbringen kann. Das ist nicht davon abhängig, wie und wofür sich mein "Traummann" entscheidet.

Auch uns herrscht derzeit die Stille des Nachdenkens, des in sich gehens. Er braucht mehr Zeit als ich, das habe ich verstanden und achte es, auch wenn ich ein eher vorwärtsdrängendes Wesen habe.
Ich wäre auch bereit, eine offene Beziehung zu führen, doch ich glaube, er sieht es eher wie du. Er fühlt sich aus Gefühlsgründen zu einer Entscheidung gedrängt, der er (noch?) nicht gewachsen zu sein glaubt. Ich werde warten und DA SEIN, egal wie lange es dauert - wie deine Freundin.

Ich glaube an Träume. Sie sind das Beste, was wir haben.

Liebe Grüße und alles Gute für dich
Luisa
(von mir aus auch mit rosa Brille ;-), so what? Liebe ist ein Wunder, oder? )

Xania ( gelöscht )
Beiträge:

09.04.2004 08:16
#2 RE: Re: Verheiratet, Frau getroffen, Und dann? Thread geschlossen

>>Luisa
>(von mir aus auch mit rosa Brille ;-), so what? Liebe ist ein Wunder, oder? )

Moin Luisa,

wie lange kennst du Deinen Traumman denn, es hört sich ja noch sehr frisch an. Möglicherweise passt ihr wirklich besser zueinander, als zu Euren offiziellen Partner, aber es kann auch sein das der Lack nach 10 Jahre bei dem Neuen genauso ab ist... Am Anfang ist alles rosa.

Träume sind eine sehr gefährliche Angelegenheit, wenn sie keine reele Basis haben. Und oft blendet man die negativen Eigenschaften des Geliebten am Anfang gerne aus. Aber ich kenne deinen Zustand, ich rede wahrscheinlich jetzt gegen eine Wand...

Und eine Trennung in Güte und Liebe gibt es auch selten.
Ich glaube Du siehst das alles SEHR verklärt, wart mal ab wenn der Weichzeichner nachlässt...

viel Glück wünscht Xania

Luisa ( gelöscht )
Beiträge:

09.04.2004 15:28
#3 RE: Re: Verheiratet, Frau getroffen, Und dann? Thread geschlossen

Hi Xania


Soo frisch ist gar nicht. Es fing vor Jahren mal als E-Mail Bekanntschaft an - gar nicht auf Flirt ausgelegt, recht sachlich und freundlich alles. Irgendawann hat es bei mir aber doch zu funkeln begonnen und ich habe mich schnell zurückgezogen, weil ich damals dachte, sowas könnte ich in meinem Leben nicht gebrauchen. Per Zufall sind wir uns vor einem halben Jahr in einem Forum wiederbegegnet -unter anderen Namen- und es fing wieder an. Diesmal bin ich nicht geflüchtet.
Schon im Schriftlichen gab es so viel Berührungspunkte, so viel Gemeinsames, dass einem schwindlig werden konnte. Als wir festtellten, das wir auch die gleiche Form der Spirutualität teilen, haben wir begonnen zu telefonieren. Darauf folgten nach langem Überlegen (3 Monate Bedenkzeit meinerseits, in denen ich wirklich in mich ging))ein reales Treffen. Ich glaube wir hofften beide irgendwie, dass alles Illusionen seien, oder dass das Ganze "nur" als Affäre durchgeht. Aber es hat sich viel mehr daraus entwickelt. Nicht aus Überschwang und Leichtfertigkeit, sondern tief innen und mit dem großen Wunsch, so oft wie möglich zusammen sein zu können, egal wie widrig die Umstände sind (es gibt auch noch ein Entfernungsproblem).
Ich denke schon, dass es Liebe ist - Liebe weden kann, ist vielleicht besser ausgedrückt, dann dazu gehört auch Dauer. Die Garantie auf Ewigkeit gibt es dabei trotzdem nicht, es gibt sie nie (daran glaubte ich vielleicht mal mit 20, das ist lange her).

Den ersten Schatten auf der rosaroten Welt gab es ja bereits, als wir feststellten, dass wir nicht im Wolkenkukuksheim leben können, sondern an andere Menschen gebunden sind (auch in Gefühlsbereichen), an andere Umstände und an berufliche Zwänge. Damit wurde der Zauber der ersten Begeisterung ganz schön abgebaut, glaube mir. Doch genau das finde ich gut: er ist nach wie vor da, als "Ding hinter den Dingen", als wirksame Kraft, die antreibt. Und gleichzeitig können wir hinsehn auf unsere Realitäten.
Jenseits des Weichzeichner erkenne ich Berge von Schwierigkeiten, Sachzwänge und auch Dinge, die uns in einer Partnerschaft viel Klärungsbedarf geben würden. Unsere gemeinsamen (geträumten) Pläne sind hochfliegend, auch da steckt ein gewaltiges Stück Arbeit.
Aber deshalb muss ich den Weichzeiner doch nicht gleich schlechtheissen. Manchaml ist die Realität auf einem Haufen zu erdrückend. Ich blende manches aus, was mir nicht aktuell scheint und gehe einen Schritt nach dem anderen.
Entscheidend ist es für mich nicht zu resignieren und zu sagen: ach, wird doch eh nix, ist alles Spinnerei. Ich finde es mich lebensnotwendig, Träume ernst zu nehmen. Ich würde sonst wahrscheinlich intellektuell und spriuell verhungern. Was nun geschieht, mit meinem Leben, mit meiner Ehe, ist nicht alleine für diesen Mann, viel davon ist für mich selbst. Er ist nue eine Art Katalysator und ein Wunsch hinter allem.
Mit tut es gut, wieder zu spüren, wie viel Stärke ich habe.


Mein Mann ist natürlich traurig und auch etwas überrascht über diese Entwicklung. Aber er legt mir keine Steine in den Weg. Ich habe keine finanziellen Ansprüche an ihn, Kinder gibts keine, also denke ich, dass es geht, sich liebevoll zu trennen.
Ich kann ihm schließlich nicht vorwerfen, dass er ist wie er ist - das gilt auch umgekehrt. Wir wissen beide, dass sich Gefühle nicht erzwingen lassen, wenn sie sich so verändert haben (vielleicht könnte man daran arbeiten, doch mir fehlt dazu halt die Perspektive und daher die Bereitschaft). Es ist nicht so, dass ich für meine Mann nichts mehr empfinde, ich will nur nicht weiter mit ihm Leben. Ich wünsche mir für ihn, das er auch ohne mich glücklich werden kann. Eigentlich ists die Grundvoraussetzung für jede Partnerschaft: auch ohne den Anderen jemand zu sein.

Danke für das Glück! Das kann ich natürlich grad gut brauchen ;-)

Liebe Grüße
Luisa

Xania ( gelöscht )
Beiträge:

10.04.2004 07:17
#4 RE: Re: Verheiratet, Frau getroffen, Und dann? Thread geschlossen

Liebe Luisa,

es ist richtig, manchmal findet man in einem Traum was einem in der Realität fehlt, und oft hilft die Hoffnung auf ein besseres Leben über Dinge hinweg, die nicht so leicht zu ertragen sind. Ich will den Weichzeichner gar nicht schlechtreden, nur darauf hinweisen...
Solange Du damit klarkommst ist das vollkommen in Ordnung.
Du fühlst Dich jetzt sehr stark, das macht eben die Liebe...aber was ist wenn es nicht so läuft wie du es dir vorstellst?
Das du dir darüber bewusst bist, das es keine Garantien gibt ist finde ich sehr gut. Du siehtst auch Eure Probleme und überstürzt nichts.
Du hast Deine Seite der ehelichen Beziehung sehr gut dargestellt und erklärt. Über Deinen Geliebten wissen wir wenig, dazu kommt noch die Entfernung...
Wenn Du und Dein Mann versucht eine Trennung in Frieden zu probieren, weil das Gefühl füreinander nicht mehr stimmt, ihr damit umgehen könnt, dann finde ich das wirklich sehr bemerkenswert. Das schaffen nicht viele Leute.
Vieleicht erzählst Du uns mal irgendwann, ob es so kam wie Du es Dir vorgestellt hast und wohin Dein Weg dich führte.

Grüsse von Xania

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