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Dieses Thema hat 10 Antworten
und wurde 329 mal aufgerufen
 Psychotanten - Eingang zum Forum
verzweifelte ( gelöscht )
Beiträge:

19.08.2009 10:32
RE: weiß nicht mehr weiter antworten

Es kommt mir vor als ob ich nichts wirklich gut kann, ich weiß von vielen Sachen immer nur Bruchstücke, kann somit nie wirklich mitreden. Ein Beispiel ist bei Filmen, ich schaue mir einen Film im Kino an, nach dem Film unterhalten sich alle über Szenen, den ihnen gut gefallen haben, ich dagegen kann mich zwar nachdem sie die Szenen genannt haben, auch dran erinnern, könnte aber nicht sagen, welche mit besonders gut gefalolen hat, da ich mich einfach nicht dran erinnern kann. Es gibt auch so viele Sachen, die ich in der Ausbildung oder Schule gelernt habe (bin seit4 Jahre aus der Schule), ich weiß genau, dass ich es gelernt habe, aber bring es einfach nicht mehr auf die Kette. Schlimm ist es auch, dass mir mein Kollege auf der Arbeit Dinge erklärt, die ich auch wirklich begriffen habe, halbes Jahr bis Jahr später ich sie aber auch nicht mehr weiß, ich kann mich genau dran erinnern, dass er mir es schon mehr mal erklärt hat, aber ich kann es einfach nicht behalten.
Das ist doch nicht normal, ich bin 23 und kann mir, wenn ich mir etwas durchlese die Fakten nicht wirklich merken, ein ganz normaler kleiner Artikel über z.B. Fische, ich lese mir den Artikel durch, weiß worüber es dort geht, kann ihn aber nicht wirklich wiedergeben, da wir die wichtigen Fakten wieder entfallen sind.
Ich hab Tage, dann komm ich mir total dumm vor, in großen Gruppen unterhalte ich mich kaum, da ich erstens nicht weiß, über was ich quatschen soll, in meinem Kopf schwirrt dann immer nur der Gedanke, was könntest du erzählen, was die andere auch interessiert? Aber da mein Wissen ja auf das Geringste beschränkt ist, bin ich meist still und lass die anderen erzählen. Und zweitens hab ich ganz oft das Problem, dass ich mitten im Gespräch bin und mir die einfachsten Sachen nicht einfallen, keine Ahnung warum, aber es kommt dann auch sehr oft vor, dass ich Worte benutzte, die eigentlich gar nicht passen, die Wörter klingen zwar ähnlich, haben aber nicht die gleiche Bedeutung.
Ich habe auch riesige Probleme mir Wege zu merken, es ist meist so, dass ich ungefähr weiß, wo ich lang muss, dann muss ich aber wirklich erst die Straße entlangfahren, damit ich weiß, wo ich da genau rauskomme. Es ist auch nicht so, dass ich die Straße erst einmal gefahren bin, ich bin sie schon häufiger abgefahren, allerdings nie in regelmäßigen abständen, aber irgendwann sollte ich mir doch mal merken könnte, dass Strasse X nach sowieso und Strasse Y nach sowieso führt!! Das ist mir so peinlich, wenn ich mit Freunden irgendwohin fahre und ich wirklich jedes mal überlegen muss, welche Strasse muss ich jetzt nehmen.
Meinen Freunden habe ich von den Problemen jedoch noch nichts erzählt, die denken doch ich spinne und übertreibe. Deswegen fresse ich alles in mich hinein und habe somit alle paar Monate mal Tage wo es mir richtig dreckig geht und ich am liebsten nur noch heulen möchte, nach diesem Tag geht es dann erst mal ne Zeitlang wieder gut, da ich alles rauslassen konnte, es staut sich aber wieder ziemlich schnell auf.
Diesbezüglich bin ich auch schon mal bei einem Neurologen gewesen, der mir dann Depressiver verschrieben hat. Ich habe gehofft, dass es dadurch besser wird, wurde es aber nicht, dachte es eine zeitlang zwar, aber es war immer ein auf und ab. Somit habe ich sie wieder abgesetzt.
Was soll ich denn tun, hatte schon überlegt zu einem Psychologen zu gehen, das nehm ich mir immer vor, wenn es mir so richtig dreckig geht, aber am nächsten Tag denke ich dann sofort wieder, ne lieber nicht.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter…
Wenn ich doch einen Termin machen sollte, was soll ich denn erzählen, warum ich einen Termin brauche, ich komm mir da so blöd vor, als ob ich bei 15 Jahren stehengeblieben wäre!

armerIrrer ( gelöscht )
Beiträge:

19.08.2009 11:25
#2 RE: weiß nicht mehr weiter antworten

Das klingt für mich, als hättest du zwei Punkte, an denen du arbeiten musst.

Offenbar hast du tatsächlich Schwierigkeiten, dir gewisse Details dauerhaft zu merken, vor Allem, wenn sehr viele oder einfach völlig neue Eindrücke auf dich einstürzen, so wie der Kinofilm, das zwanglose Gespräch in der Gruppe oder die Beschreibung eines Arbeitsgangs.

Das ist dein erster Ansatzpunkt, und wohl auch der wichtigste.

Der zweite Punkt ist ja mehr eine Folge davon, nämich deine Unsicherheit, die Scham.


Da gibt es sicher viele Wege, das ganze anzugehen, ein Gespräch mit einem Arzt und/oder Psychologen kann dir vielleicht helfen, die Ursachen für deine "Merkschwäche" zu finden.
(In dem Zusammenhang halte ich die Verordnung von Antidepressiva durch den Neurologen für schlichtweg falsch. Aber um das wirklich beurteilen zu können, sind deine Angeben etwas vage, es ist aber absolut verständlich, dass du deine Krankengeschichte nicht komplett öffentlich machst.)
Es gint vielleicht organische, vielleicht psychische Ursachen, vielleicht hast du auch ein latentes "Aufmerksamkeitsdefizit", vielleicht kreisen deine Gedanken zu heftig, als dass dein Geist tatsächlich alle Eindrücke aufnehmen und sortiert speichern könnte. Auch die Ernährung und der Stoffwechsel könnten eine Rolle spielen.
Es gibt Übungen, die Aufmerksamkeit und Gedächtnis schulen und verbessern, bei wichtigen Informationen hilft oft schon aufschreiben und nochmal durchlesen. Und gerade Tätigkeiten, die man zum ersten Mal gezeigt bekommt und dann ein halbes Jahr lang nicht braucht werden für sehr viele Menschen zum Problem. "Übung macht den Meister", Wiederholung festigt. Zur Not auch zuhause und nur gedanklich. Drüber nachdenken, rekonstruieren, aufschreiben. Diktiergeräte können auch hilfreich sein.

Sowohl bei der Ursachenfindung als auch beim "Training" solltest du auf jeden Fall mit einem Fachmann/einer Fachfrau zusammenarbeiten. Vertrauen ist da wichtig, weshalb ich den o.g.Neurologen schon mal aus der Liste streichen würde...


Die andere Seite, nämlich wie du damit umgehst, damit es dich nicht regelmäßig "runterzieht", ist, so glaube ich, vor allem eine Sache der Selbsteinschätzung und des Selbstvertrauens.

Versuch doch mal, zu deiner Schwäche zu stehen.

"Moment bitte, ich möchte mir die wichtigsten Punkte Ihrer Erklärung notieren, mein Gedächtnis lässt mich manchmal im Stich."

"Hey sorry Leute, ich hab echt ein Problem mit dem richtigen Weg, kann mir einer von euch helfen und mich ein bißchen lotsen?"

Nur wer von deinem Problem weiß, kann verstehen und ggf. helfen oder zumindest Rücksicht nehmen. Je weiter du dich zurückziehst, desto schlechter werden deine Karten...

Es geht nicht drum, Plakate aufzuhängen "ich kann mir nix merken", sondern nur darum, in der jeweiligen Situation um Verständnis zu werben.

Das macht es dir persönlich leichter, damit umzugehen, weil du dir einen Teil des Druckes nimmst. Akzeptiere es als selbstverständlichen Teil von dir, mit dem du und deine Umwelt euch arrangieren müsst und könnt.

Ein entspannterer und offenerer Umgang mit dem Problem macht es dir sicher auch einfacher, Hilfe zu suchen um das Übel anzugehen.

Sö verstärken sich die positiven Effekte gegenseitig, du weißt, dass du damit umgehen kannst und du weißt, dass du auf dem Weg bist, es zu verbessern.


Den ersten Schritt hast du ja schon gemacht, du hast erkannt und dir selbst eingestanden, dass du ein Problem hast, dass dich im Leben und im Umgang mit anderen bremst, und du willst etwas dagegen tun.

Der zweite Schritt sollte jetzt sein, auch vor "den anderen" dazu zu stehen und aktiv nach Hilfe zu suchen, ohne dich irgendwelchem Druck auszusetzen.

In der Stadt- oder Kreisverwaltung gibt es in der Regel eine Stelle für "Gesundheit und Soziales", dort kann man dir sicher Ansprechpartner nennen. Von medizinischer Seite ist die erste Station in der Regel dein Hausarzt, da solltest du aberdarauf achten, ob er dir wirklich helfen oder dich nur "verarzten" will.


Sieht doch garnicht so übel aus, im Grunde hast du es selbst in der Hand und musst nur loslegen.

Festnetz ( gelöscht )
Beiträge:

20.08.2009 15:07
#3 RE: weiß nicht mehr weiter antworten

Da gibt es sicher viele Wege, das ganze anzugehen, ein Gespräch mit einem Arzt und/oder Psychologen kann dir vielleicht helfen, die Ursachen für deine "Merkschwäche" zu finden.
(In dem Zusammenhang halte ich die Verordnung von Antidepressiva durch den Neurologen für schlichtweg falsch. Aber um das wirklich beurteilen zu können, sind deine Angeben etwas vage, es ist aber absolut verständlich, dass du deine Krankengeschichte nicht komplett öffentlich machst.)


Hallo ArmerIrrer,

ich halte es für falsch von dir, einfach zu behaupten, Antidepressiva wäre in diesem Zusammenhang unangebracht. Woher nimmst du diese Behauptung? Ich erwarte jetzt keine Antwort ;-), wehre mich aber gegen solche Pauschalurteile von irgendwelchen Hobbypsychologen. ;-)

armerIrrer ( gelöscht )
Beiträge:

20.08.2009 18:10
#4 RE: weiß nicht mehr weiter antworten

Wer keine Antwort erwartet, sollte keine Fragen stellen...

Ich bin bestimmt kein Hobbypsychologe, ich halte mich nur für einen frei- und selbstdenkenden Menschen.
Daneben gibt es ein paar Kleinigkeiten, die ich selbst erlebt/erfahren habe/musste. Dazu gehören u.a. schul- und alternativmedizinische Antidepressiva...
Es gibt zweifellos viele Leute, die sie brauchen und damit wieder gut leben können. Aber jede Münze hat zwei Seiten...


Dass die dargestellten Informationen zu dürftig sind, um das wirklich zu beurteilen, habe ich oben bereits offen eingeräumt.




Darf ich deiner Stellungnahme demnach entnehmen, dass du jemandem, der ein psychisches Problem wegen z.B. einer extremen Fehlsichtigkeit hat, eher helfen würdest, seine Depression zu dämpfen, als im eine Brille zu verordnen?


Genau da liegt bei unserem Gesundheitssystem nämlich der Hase im Pfeffer. Wir therapieren Symptome, statt Urschen zu suchen und zu beseitigen.

Festnetz ( gelöscht )
Beiträge:

21.08.2009 02:35
#5 RE: weiß nicht mehr weiter antworten

[quote]Gepostet von armerIrrer
[b]Wer keine Antwort erwartet, sollte keine Fragen stellen...

Ich bin bestimmt kein Hobbypsychologe, ich halte mich nur für einen frei- und selbstdenkenden Menschen.
Daneben gibt es ein paar Kleinigkeiten, die ich selbst erlebt/erfahren habe/musste. Dazu gehören u.a. schul- und alternativmedizinische Antidepressiva...
Es gibt zweifellos viele Leute, die sie brauchen und damit wieder gut leben können. Aber jede Münze hat zwei Seiten...

-> Besser hätte ich es gefunden, wenn du denn die zwei Seiten, die du meinst zu kennen, erläuterst hättest, anstatt dich mal eben pauschal gegen Antidepressiva zu äußern! ...welche zwei Seiten meinst du denn?


Dass die dargestellten Informationen zu dürftig sind, um das wirklich zu beurteilen, habe ich oben bereits offen eingeräumt.





Darf ich deiner Stellungnahme demnach entnehmen, dass du jemandem, der ein psychisches Problem wegen z.B. einer extremen Fehlsichtigkeit hat, eher helfen würdest, seine Depression zu dämpfen, als im eine Brille zu verordnen?

-> Jau, und wenn es nach vielen Therapiegesprächen nicht besser geht, dann war da bestimmt immer noch irgendwas, am besten in der frühen Kindheit, bestimmt im zweiten Lebensjahr oder so, an das sich der Depressive nicht erinnern kann, das dann auch eine Ursache mit für die Depression ist.
...oder aber der Therapeut labert Scheiße, indem er behauptet, daß sich ein Gehirnstoffwechsel mal eben irgendwie so wieder einstellt und versucht sich hinter tieferpsychologischen Mutmaßungen (-> "da war noch mehr") zu verstecken. ... oder oder (Zynismusmodus aus.)


Ob die Fragestellerin eine Depression hat und sich deshalb nicht konzentrieren, ist ja eh unklar. Ich bin der Meinung, daß Medikamente bei Depressionen nötig sein können, damit es erst mal überhaupt wieder besser geht und eine Depression nicht chronisch wird! Nur Therapie alleine hat mir z.B. nicht geholfen.

Festnetz ( gelöscht )
Beiträge:

21.08.2009 03:06
#6 RE: weiß nicht mehr weiter antworten

Hallo,

Diesbezüglich bin ich auch schon mal bei einem Neurologen gewesen, der mir dann Depressiver verschrieben hat. Ich habe gehofft, dass es dadurch besser wird, wurde es aber nicht, dachte es eine zeitlang zwar, aber es war immer ein auf und ab. Somit habe ich sie wieder abgesetzt.

-> Antidepressiva solltest du nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt absetzen. Es dauert auch, bis sich eine Wirkung zeigt oder das passende Medikament gefunden ist.

-> Ich empfehle dir zu deine Frage das www.kompetenznetz-depression.de. Dort sind Leute, die aus eigener Erfahrung mehr als hier berichten können.
Was soll ich denn tun, hatte schon überlegt zu einem Psychologen zu gehen, das nehm ich mir immer vor, wenn es mir so richtig dreckig geht, aber am nächsten Tag denke ich dann sofort wieder, ne lieber nicht.


Ich weiß einfach nicht mehr weiter…
Wenn ich doch einen Termin machen sollte, was soll ich denn erzählen, warum ich einen Termin brauche, ich komm mir da so blöd vor, als ob ich bei 15 Jahren stehengeblieben wäre![/b][/quote]

-> Du brauchst dir nicht blöd vor zu kommen! Schildere einfach deine Probleme. Meine Empfehlung ist wirklich, daß du vielleicht auch noch mal im Kompetenznetz-Depression.de liest, denn da sind wesentlich mehr Leute, die sich mit Depressionen beschäftigt haben als hier. Hey, wenn es dir doch schlecht geht, traue dich einfach, denn es geht um dich!!! Wenn du mir deine e-Mail-Adresse gibst, könnte ich dir auch noch mal ein Buch über Depressionen im pdf Format mailen.

Mich hat es sehr viel Überwindung gekostet, das erste Mal zum Psychologen zu gehen, mit der Zeit verliert sich das ungute Gefühl dabei ein wenig ;-). Habe mehrere Psychologen ausprobiert und bin auch vom letzten nicht überzeugt. Könnte noch mehr dazu schreiben, was ich in diesem Forum aber nicht will. Geholfen hat mir die Therapie auch irgendwie ;-) , trotzdem ich diesen letzten Therapeuten auch nicht weiter empfehlen würde. Bei der Auswahl eines Therapeuten empfehle ich dir, sehr auf dein "Bauchgefühl" zu achten, damit du den passenden für dich findest.

armerIrrer ( gelöscht )
Beiträge:

21.08.2009 10:15
#7 RE: weiß nicht mehr weiter antworten

Zitat
Gepostet von Festnetz
-> Besser hätte ich es gefunden, wenn du denn die zwei Seiten, die du meinst zu kennen, erläuterst hättest, anstatt dich mal eben pauschal gegen Antidepressiva zu äußern! ...welche zwei Seiten meinst du denn?



Kann es sein, das aufmerksames Lesen und das nachdenken darüber nicht zu deinen Stärken gehört? Nur so ne Frage...

Die "eine Seite" ist, dass es, wie schon geschrieben, Leute mit echten Problemen gibt, denen entsprechende Medikamente helfen, ein annähernd normales Leben führen zu können.
Das hab ich nie in Frage gestellt, auch was die Wahl Auswahl eines professionellen Beistands angeht bin ich ganz deiner Meinung. Auch ich hatte Ängste und Bedenken, mich an einen "Profi" zu wenden.

Die "andere Seite" ist, dass es eben Menschen gibt, denen ein Medikament nicht wirklich helfen kann.

Kein Medikament der Welt kann Probleme lösen. Es kann helfen, an Problemen zu arbeiten, ohne daran zu zerbrechen. Es verpasst den "schlechten Eindrücken" einen rosa Anstrich. Es macht subjektiv erträglicher, ohne objektiv etwas zu ändern. Ein solches Medikament verändert die Wahrnehmung, aber die Welt bleibt, wie sie ist...

Wenn ein Arzt oder Psychologe das nutzt, um mit seinem Patienten zusammen den Ursprung der Probleme zu finden, ist das ja gut.
Ich ganz persönlich halte aber eine rein medikametöse Behandlung für eine reine Sedierung, für ärztlich beobachteten Drogenabusus.

Das gilt sicher nicht pauschal, ich erhebe keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit und verlange von niemandem, das genauso zu sehen. Aber ich bin sicher, es schadet niemandem, mal drüber nachzudenken...

armerIrrer ( gelöscht )
Beiträge:

21.08.2009 10:38
#8 RE: weiß nicht mehr weiter antworten

Zitat
Gepostet von Festnetz

[quote]Gepostet von armerIrrer
Darf ich deiner Stellungnahme demnach entnehmen, dass du jemandem, der ein psychisches Problem wegen z.B. einer extremen Fehlsichtigkeit hat, eher helfen würdest, seine Depression zu dämpfen, als im eine Brille zu verordnen?

-> Jau, und wenn es nach vielen Therapiegesprächen nicht besser geht, dann war da bestimmt immer noch irgendwas, am besten in der frühen Kindheit, bestimmt im zweiten Lebensjahr oder so, an das sich der Depressive nicht erinnern kann, das dann auch eine Ursache mit für die Depression ist.
...oder aber der Therapeut labert Scheiße, indem er behauptet, daß sich ein Gehirnstoffwechsel mal eben irgendwie so wieder einstellt und versucht sich hinter tieferpsychologischen Mutmaßungen (-> "da war noch mehr") zu verstecken. ... oder oder (Zynismusmodus aus.)



Du interpretierst hier eine Schärfe in meine Aussage, die überhaupt nicht gegeben ist. Daneben scheinst du nicht mal im Ansatz zu verstehen, welchen Gedanken ich anstoßen möchte.

Ich finde es wichtig, nach Möglichkeiten zu suchen, die Situation zu ändern, statt nur zu versuchen, die Situation als gegeben hinzunehmen und zu versuchen, damit klarzukommen.



Zitat

Ob die Fragestellerin eine Depression hat und sich deshalb nicht konzentrieren, ist ja eh unklar. Ich bin der Meinung, daß Medikamente bei Depressionen nötig sein können, damit es erst mal überhaupt wieder besser geht und eine Depression nicht chronisch wird! Nur Therapie alleine hat mir z.B. nicht geholfen.[/b]



Die "Verzweifelte" nennt in ihrem Eingangsposting selbst ihr dauerhaftes Merkfähigkeits- und Konzentratonsdefizit als Ursache für ihre Niedergeschlagenheit und ihren Rückzug.
Das muss nicht zwingend so sein, erscheint doch aber schlüssiger, als eine Depression vorzuschieben und wegen der Ursache dann mit den Schultern zu zucken, oder?

Dass bei einer wirklichen Depression Medikamente helfen und sogar nötig sein können steht genauso ausser Frage wie deine Aussage, dass in dem Fall eine reine (Gesprächs-?)Therapie nicht ausreichend sein kann.


Ich persönlich bin einfach der Meinung, dass man nicht alles auf die chemischen Vorgänge schieben sollte, nicht alle Hoffnung in die medikamentöse Einflußnahme auf diese Vorgänge legen und seinem Körper nicht zu viel Müll aus der Retorte zumuten sollte.
Persönlich muss diese Entscheidung eh jeder für sich selbst treffen.

Festnetz ( gelöscht )
Beiträge:

21.08.2009 13:32
#9 RE: weiß nicht mehr weiter antworten

Zitat
Gepostet von armerIrrer

Zitat
Gepostet von Festnetz

[quote]Gepostet von armerIrrer
Darf ich deiner Stellungnahme demnach entnehmen, dass du jemandem, der ein psychisches Problem wegen z.B. einer extremen Fehlsichtigkeit hat, eher helfen würdest, seine Depression zu dämpfen, als im eine Brille zu verordnen?

-> Jau, und wenn es nach vielen Therapiegesprächen nicht besser geht, dann war da bestimmt immer noch irgendwas, am besten in der frühen Kindheit, bestimmt im zweiten Lebensjahr oder so, an das sich der Depressive nicht erinnern kann, das dann auch eine Ursache mit für die Depression ist.
...oder aber der Therapeut labert Scheiße, indem er behauptet, daß sich ein Gehirnstoffwechsel mal eben irgendwie so wieder einstellt und versucht sich hinter tieferpsychologischen Mutmaßungen (-> "da war noch mehr") zu verstecken. ... oder oder (Zynismusmodus aus.)



Du interpretierst hier eine Schärfe in meine Aussage, die überhaupt nicht gegeben ist. Daneben scheinst du nicht mal im Ansatz zu verstehen, welchen Gedanken ich anstoßen möchte.

Ich finde es wichtig, nach Möglichkeiten zu suchen, die Situation zu ändern, statt nur zu versuchen, die Situation als gegeben hinzunehmen und zu versuchen, damit klarzukommen.

Hallo armerIrrer,

ja stimmt, ich kritisiere diesen eine Therapeuten "scharf".

Du kapierst aber meine Aussage nicht, nämlich daß bei schweren Depressionen zusätzlich Medikamente erforderlich sind, um überhaupt noch Kraft und auch die Konzentrationsfähigkeit zu haben etwas zu verändern. Nur das Wissen alleine, was nicht stimmig, im Argen, Ursache etc. ist, reicht alleine nicht aus, damit sich ein Stoffwechsel wieder einstellt.






Zitat

Ob die Fragestellerin eine Depression hat und sich deshalb nicht konzentrieren, ist ja eh unklar. Ich bin der Meinung, daß Medikamente bei Depressionen nötig sein können, damit es erst mal überhaupt wieder besser geht und eine Depression nicht chronisch wird! Nur Therapie alleine hat mir z.B. nicht geholfen.



Die "Verzweifelte" nennt in ihrem Eingangsposting selbst ihr dauerhaftes Merkfähigkeits- und Konzentratonsdefizit als Ursache für ihre Niedergeschlagenheit und ihren Rückzug.
Das muss nicht zwingend so sein, erscheint doch aber schlüssiger, als eine Depression vorzuschieben und wegen der Ursache dann mit den Schultern zu zucken, oder?

-> Es muß untersucht werden, ob es sich überhaupt um eine Depression handelt.

Sorry, entweder werden Depressionen diagnostiziert, die dann evtl. medimanentös und therapeutisch behandelt werden oder es wird eine andere Krankheit diagnostiziert und enstprechend behandelt.

"als eine Depression vorzuschieben und wegen der Ursache dann mit den Schultern zu zucken, oder?"

-> Depressionen haben genauso ihre Ursachen. Meine Ärtzin meinte allerdings auch, daß es Betroffene gibt, bei denen sich keine Ursache/ Auslöser herausfinden läßt.

Du schreibst hier, daß man "Depressionen vorschieben kann."

Der Zustand ist so schlimm, daß niemand schick darin verharren möchte, weil er z.B. deine oben genannten Konzentrationsübungen (schwierig, schwierig bei Depressionen ;-)))) nicht machen möchte, also zu faul ist einfach Konzentrationsübungen zu machen, stattdessen aber eben lieber ein paar Pillen, die noch angemerkt auch einige Nebenwirkungen haben können, schluckt, um die schlechte Stimmung zu dämpfen.

Du hast Übungen vorgeschlagen, um die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern und den damit bedingten Rückzug der Fragstellerin wieder rückgängig zu machen. Verstehe ich das so richtig?

Also noch mal: Bei einer Depression funktioniert genau dieses sich Zusammenreißen (Üben) nicht mehr.

Wieso (die Frage nach der Ursache!) die Fragestellerin sich auf einmal nicht mehr konzentrieren kann, scheint dich nicht zu interessieren, vielmehr stürzt du dich darauf mal eben Übungen vorzuschlagen. - So, wo ist da deine Ursachenforschung? ... oder implizierst du als Ursache mal eben Bequemlichkeit ("eine Depression vorschieben"), Faulheit einfach nur zu zu üben?

Anmerkung: Ich habe jetzt über Depressionen geschrieben. Mit anderen Krankheiten/ Störungen etc., bei den man sich nicht konzentrieren kann, kenne ich mich nicht aus.





Dass bei einer wirklichen Depression Medikamente helfen und sogar nötig sein können steht genauso ausser Frage wie deine Aussage, dass in dem Fall eine reine (Gesprächs-?)Therapie nicht ausreichend sein kann.



Persönlich muss diese Entscheidung eh jeder für sich selbst treffen.[/b]




;-)

armerIrrer ( gelöscht )
Beiträge:

21.08.2009 15:09
#10 RE: weiß nicht mehr weiter antworten

Ich hab keine Lust mit jemandem zu diskutieren, der scheinbar bewusst meine Aussagen verdreht, Teile davon geistig ausfiltert und offenbar schon das Ausgangsposting nicht aufmerksam gelesen hat. Deshalb werd ich mich hier jetzt ausklinken.

Über die medikamentöse Behandlung einer schweren Depression sollte man dann reden, wenn eine solche tatsächlich und aktuell diagnostiziert wurde.

An sonsten sollte man die Arschbacken zusammenkneifen und die Verantwortung für sein eigenes Leben auch selbst in die Hand nehmen.

So wie die "Verzweifelte". Die schafft das, da bin ich sicher. Angefangen hat sie nämlich schon. Sie hat ihre Situation reflektiert und ist losgezogen, sich Tips zu holen, was zu ändern. Die verkriecht sich nicht hinter ner Schachtel Pillen...




schönes Wochenende wünsch ich...

Festnetz ( gelöscht )
Beiträge:

21.08.2009 15:50
#11 RE: weiß nicht mehr weiter antworten

Zitat
Gepostet von armerIrrer
Ich hab keine Lust mit jemandem zu diskutieren, der scheinbar bewusst meine Aussagen verdreht, Teile davon geistig ausfiltert und offenbar schon das Ausgangsposting nicht aufmerksam gelesen hat. Deshalb werd ich mich hier jetzt ausklinken.



Armer unverstandener Irrer.

Zitat
Gepostet von armerIrrer
An sonsten sollte man die Arschbacken zusammenkneifen und die Verantwortung für sein eigenes Leben auch selbst in die Hand nehmen.

So wie die "Verzweifelte". Die schafft das, da bin ich sicher. Angefangen hat sie nämlich schon. Sie hat ihre Situation reflektiert und ist losgezogen, sich Tips zu holen, was zu ändern. Die verkriecht sich nicht hinter ner Schachtel Pillen...



Nein, die verkriecht sich nicht, so wie du gerade schmollend zurückziehst. ;-)

auch ein schönes Wochenende!



Zitat
Gepostet von armerIrrer

schönes Wochenende wünsch ich...



Anm. Maja: Habe den Text verständlicher formatiert


[ Editiert von Administrator Maja* am 21.08.09 16:27 ]

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