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Dieses Thema hat 4 Antworten
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 Archiv Psychotanten
Melanie ( gelöscht )
Beiträge:

30.08.2002 02:32
RE: Verliebt in den Arzt - HILFE! Thread geschlossen

Hallo,

ich habe da ein Problem, das mich sehr belastet und das zugleich wahrscheinlich auch ziemlich lächerlich ist, zumindestens für Außenstehende. Ich dagegen leide ganz furchtbar darunter - kann aber mit niemanden, nicht einmal mit meiner besten Freundin darüber reden.

Und zwar habe ich mich in meinen Arzt verliebt. Ich kenne dieses Klischee "Patientin himmelt ihren Arzt an" und habe mein ganzes Leben lang darüber gelacht - bis es mich selbst erwischt hat. Und das auch noch in einer sehr extremen Form - ich verliere wirklich langsam den Verstand.

Ich bin Anfang 2001 wegen gesundheitlicher Probleme zu meiner Hausärztin gegangen, die mich aber gleich an einen Facharzt überwiesen hat. Ich fand diesen Arzt von Anfang an sehr sympathisch, aber es war keine "Liebe auf den ersten Blick". Aber nachdem ich 2-3 Wochen bei ihm in Behandlung war, verliebte ich mich allmählich in ihn - und war schon bald total verknallt. Dabei war für mich von Anfang an klar, dass sich daraus keine Liebesbeziehung entwickeln würde. Ich wusste ja noch nicht einmal, ob er eine Frau/Freundin und Kinder hatte (nehme es aber irgendwie an, weil er so "der Typ dafür ist"). Außerdem war mir klar, dass ein Arzt so leicht nichts mit einer Patientin anfangen würde. Und dann war mir auch klar, dass nichts an mir für einen Mann wirklich attraktiv ist: Ich bin stark übergewichtig, auch sonst wenig attraktiv, weder besonders charmant noch besonders intelligent, habe auch sonst keine besonders anziehenden Eigenschaften oder Talente... Kurz gesagt, mir war klar, dass ich bei ihm ohnehin keine Chance hatte und hatte deshalb nie geplant, mich tatsächlich an ihn ranzumachen und habe auch nie ernsthafte Zukunftspläne in dieser Hinsicht geschmiedet. Trotzdem war ich sehr glücklich in dieser Zeit. Ich hatte damals jede Wochen einen oder zwei Termine bei ihm, habe jede Minute in seiner Gegenwart genossen und den Rest der Zeit davon geträumt, wie schön es wäre, mit ihm zusammenzusein. Wobei diese Träume von so "unschuldigen" Dingen wie einem romantischen Abendessen bis hin zu handfesten sexuellen Phantasien gingen. Mir war damals vollkommen klar, dass das Träume bleiben würden, aber trotzdem ging es mir gut damit. Ich habe mich mit den Träumen zufriedengegeben und meine Schwärmerei und Verliebtheit sehr genossen. Irgendwann besserten sich dann meine Beschwerden und ich musste nur noch einmal pro Monat zu ihm. Das war schon hart. Ich habe jedem Termin entgegengefiebert und mich jedesmal die vier Wochen nur auf diesen Termin gefreut. Und da habe ich mich eigentlich auch schon nicht mehr wohl gefühlt. Allmählich hat mich diese unerfüllte Liebe doch traurig gemacht, meine Phantasien haben mir keinen Spaß mehr gemacht, sondern hinterließen immer wieder Traurigkeit und das Gefühl "sowas ist mir eben doch nicht vergönnt".

Anfang dieses Jahres hat er mir dann mitgeteilt, dass ich eigentlich wieder ganz ok sei, ich solle aber weiterhin meine Medikamente nehmen und sicherheitshalber alle 3 Monate zu einer Kontrolluntersuchung zu ihm kommen. Zuerst dachte ich, dass sich damit das Problem von selbst lösen würde und meine Liebe zu ihm durch die seltenen Treffen immer mehr "erkalten" würde. Aber das Gegenteil war der Fall. Seit ich ihn so selten sehe, wird es immer schlimmer mit mir und allmählich habe ich das Gefühl, wirklich verrückt zu sein. Ich sehne mich immer nur nach dem nächsten Treffen mit ihm und bin immer ganz verzweifelt wenn ich feststelle, dass es noch Wochen oder sogar Monate bis dahin sind. Wenn ich dann bei ihm in der Sprechstunde bin, fühle ich mich jedesmal sehr gut, aber danach falle ich in ein ganz tiefes Stimmungloch, weil mir dann ja klar wird, dass ich ihn nun lange nicht wieder sehen werde. Ich schummele ja schon mit den Terminen: Statt in drei Monaten mache ich den nächsten Termin immer schon in 2,5 oder sogar schon in 2 Monaten aus. Und neulich war ich einmal fast soweit, dass ich mit vorgetäuschten Beschwerden zu ihm wollte, nur um ihn schon 2 Wochen nach dem letzten Treffen wiederzusehen. Es macht mich verrückt, dass ich ihn so selten sehe, und ich habe schon panische Angst vor dem Tag, an dem ich die Medikamente absetzen kann und gar nicht mehr zu ihm in die Sprechstunde muss bzw. DARF. Ja, klingt idiotisch, darüber sollte ich mich ja eigentlich freuen, aber ich weiß nicht, wie ich das ertragen soll. Dabei weiß ich genau, dass mich die Treffen immer nur für die Dauer des Zusammenseins mit ihm glücklich machen und ohnehin auf keinen Fall zu einer "echten" Beziehung führen werden.

Zudem entwickele ich allmählich Verhaltensweisen, die mir wirklich Angst machen und mich an meinem Verstand zweifeln lassen. So versuche ich im Moment verzweifelt, möglichst viele Informationen über ihn zu bekommen, d.h. über eine eventuelle Partnerschaft oder Familie, Hobbies, Weltanschauung, Lebensstil, Herkunft etc.. Das ist vielleicht bis zu einem gewissen Grad noch normal, wenn man in jemanden verliebt ist, aber bei mir wird es eben allmählich wirklich zu einer Besessenheit. Und ich weiß auch gar nicht, was ich mit diesen Infos anfangen wollte. Hoffe ich doch noch, irgendeinen Weg zu finden, mich bei ihm "einzuschmeicheln" und ihn doch noch für mich zu gewinnen? Suche ich nach Gelegenheiten ihn außerhalb seiner Praxis mal "zufällig" zu treffen? Oder hoffe ich im Gegenteil, dass ich dabei feststelle, dass er so wenig zu mir passt dass ich mich endlich von ihm lösen kann? Und ich habe auch noch nicht viel rausgefunden. Obwohl er immer sehr herzlich und freundlich ist und mich oft private Dinge fragt, ist von ihm NICHTS über SEIN Privatleben zu erfahren. Ich weiß nicht ob er meine Schwärmerei bemerkt hat oder zumindestens ahnt und deshalb eine möglichst hohe Distanz zu mir wahren will oder ob er generell ein Mensch ist, der nicht gerne über sein Privatleben redet. Ich habe seine Privatadresse und einmal wollte ich mit dem Auto "zufällig" dort vorbeifahren um einen Blick auf Haus und Grundstück zu werfen (kann ja auch aufschlussreich sein), aber zu meiner Enttäuschung lebt er in einer Wohnung in einem großen Apartmenthaus, da gab es also auch nichts zu sehen. Einmal habe ich sogar tagsüber seine Privatnummer angerufen, um zu hören, ob sich dort eine Frau meldet - das war nicht der Fall und ich habe mich zuerst irgendwie riesig darüber gefreut - aber dann wurde mir klar, dass das ja eigentlich auch nichts zu bedeuten hat - seine Partnerin könnte ja auch nur nicht zuhause gewesen sein. Ihr müsst mir nicht sagen, dass ich verrückt bin, ich weiß es selbst, aber ich verstehe mich selbst nicht mehr.

Ich weiß ganz einfach nicht, was in mich gefahren ist. Ich muss dazu sagen, dass ich Mitte 30 bin und sowas noch NIE erlebt habe - nicht einmal als Teenager, wo solche Sachen vielleicht noch ein Stück weit normal und üblich sind. Natürlich war ich auch schon das eine oder andere Mal verliebt - aber diese Liebe war nie so "extrem" und es waren auch immer Männer, die ich bereits sehr gut kannte und von denen ich viel wusste - während ich von meinem Arzt ja nun eigentlich sehr wenig weiß und noch weniger wusste, als ich mich in ihn verliebt habe. Und natürlich hatte ich auch schon "Liebeskummer" wenn meine Liebe nicht erwidert wurde - aber auch das hat nie so extreme Formen angenommen, meistens habe ich das doch sehr schnell wieder überwunden.

Ich weiß noch nicht einmal, WAS mich so an diesem Mann fasziniert. Er ist ca. 15 Jahre älter als ich, sieht eher durchschnittlich aus (nicht häßlich, aber eben auch nicht auffallend attraktiv) und ist eben sehr nett und sympathisch - aber ich kenne viele andere Männer, von denen man dasselbe sagen könnte und für die ich nicht so empfinde. Ich weiß, man sagt ja, dass sich Frauen leicht in ihre Ärzte verlieben, aber ich war nun auch schon bei vielen Ärzten - aber so etwas ist mir noch nie passiert, nicht einmal annäherend. Und die gesundheitlichen Beschwerden waren zwar langwierig, aber im Grunde genommen recht harmlos, also spielen auch Gefühle wie "er hat mir das Leben gerettet" oder "ohne seine Hilfe wäre ich wahrscheinlich schon tot" keine Rolle.

Ich verstehe das alles ganz einfach nicht. Und ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich bin sehr unglücklich, weiß aber keinen Ausweg aus dieser Situation. Ich sehe keine Chance, dass meine Liebe wirklich erwidert wird und aus der ganzen Geschichte noch eine Beziehung wird. Es tut einfach nur schrecklich weh, und ich weiß nicht weiter. Natürlich habe ich auch schon daran gedacht, die Behandlung bei ihm ganz abzubrechen, aber ich glaube, das könnte ich gar nicht ertragen. Und ich weiß nicht, was werden soll, wenn ER die Behandlung beendet, weil ich wieder ganz gesund bin und keine Medikamente mehr brauche.

Tut mir leid, dass das Posting so lang ist, aber ich bin so froh, dass ich mir das alles wenigstens mal von der Seele schreiben konnte. Ich würde mich freuen, wenn jemand dieses Posting bis zum Ende gelesen hat und vielleicht irgendetwas dazu sagen kann. Ich bin einfach nur ratlos.

Melanie

Aladin ( gelöscht )
Beiträge:

12.09.2002 12:49
#2 RE: Verliebt in den Arzt - HILFE! Thread geschlossen

XXXxExistiert ein zwischenmenschliches Problem, wie immer es auch aussieht, so ist eine Lösungsfindung einfacher, wenn jede Partei versucht zu ergründen, wie die andere Seite denkt und fühlt
Dies bedeutet nicht unbedingt, dass man die andere Seite auch begreifen kann !

Solche Probleme sind eigentlich nur zu lösen, wenn man im intimen Gespräch ziueionander geht und sich gegenseitig wahrnimmt und gegenseitig lernt die interessen zu achten. Sowas findet heuite vielleicht am ehesten in einer Therapie statt. Verhaltensmäßig und steuernd wirksam werden kann eben nur Einsicht in die gegenseitige Emotionalität und Betroffenheit Es kann nicht darum gehen dem Stalker nachzugeben und mit ihm in Bett zu gehen oder etwa in eine Ehe oder Beziehung sondern in eine sich bewußtwerdende (therapeutische) Beziehung. Das würde allerdings Einsicht in den Sinn auf beiden Seiten voraussetzen weil so etwas nur freiwillig gehen kann. Was ich sehe ist daß die meisten Gestalkten hier mit solchen Gedanken gar nichts anfangen können, obwohl sie selbstverständlich eigentlich sind, und würde vermuten, daß es mit Stalkern vielleicht nicht viel besser gestellt ist.

XXXWelcher Vorteil liegt in der Haft nach Zivilrecht gegenüber der nach Strafrecht?

Die Möglichkeiten die sich aus dem Gewschgesetz ergeben greifen jetzt schon viel weiter als sie nach Strafrecht je werden könnten. Kriminalisiert man Stalking an sich könnte sehr schnell die Polizei demnächst in eine Kneipe gerufen werden wenn ein Mensch einem anderen nur zweimal oder dreimal ungebeten anschauen würde - wenn Du weißt was ich meine und es würde die Stalking-Mentalität die ja vielleicht kennzeichen vieler früh Fixierten ist auch noch kriminalisiert, allgemein würde Verklemmtheit, Depression und Prüderie und in langfrisitger Folge auch wieder zunehmende Sexualfeindlichkeit, letztlich auch eine hysterisch bedingt Männerfeindlichkeit gefördert. Aber auch diese Zusammenhänge werden die Mädels hier nicht verstehen.

Stalking ist, wie ich es versucht habe, der subjektive Versuch in die Welt des anderen "einzubrechen". So ein Versuch mißlingt praktisch immer weil dem eine psychische Spaltung obliegt. Stalking ist sozusagen nur ein Scheininsszenarium, wobei sich der Stalker unbewußt eine von der Struktur passende Gestalkte ausguckt und darauf abfährt. Austauschbar ist das Ganze nicht. Psychologisch gesehen ist das Stalking ein Versuch, die innere Spaltung zu überwinden, eines zu werden, beide Seiten zu integrieren. Das wird aber symbolisch außen ausagiert und führt dann bei beidseitiger Uneinsichtigkeit zu gegenseitig beeinträchtigenden Akltivitäten, wobei dann die Rollen nach Täter und Opfer zugeteilt werden.

Die Gestalkten scheinen ein symmetrische Gegenstruktur zu den Stalkern zu haben. Sie leben sozusagen in dem Raum in den der Stalker eindringen will, sie sind aber selber ausgeschlossen aus dem "Raum" in dem der Stalker sich aufhält. Will der Stalker nun eindringen, was psychologisch wie gesagt ein Versuch der Selbstheilung darstellt fürchtet die Gestalkte nichts mehr als das der Stalker in ihren Raum eindringt. Das heißt psychologisch die Gestalkte ist erstens gespalten und zweitens muß sie mit aller Macht alles von sich fernhalten, was von diesem "Außen" in sie hereindringen könnte.
Die Gestalkte erkennt hierbei nicht daß dieses Zulassen dessen was sie partout nicht will, wenn sie es liese psychisch zu einer größeren Integration zu einer erweiterten Selbstbewußtwerdung, zu einer Verminderung von Abspaltung, führen könnte. Praktisch ist die Gestalkte in einer Situation in der latent ihre unbewußten abgespaltenen Inhalte sich ihrem Ich aufdrängen wollen, aber immerzu abgewehrt werden, weil diese Dinge als minderwertig und verachtenswert empfunden werden. Triitt nun in diese psychische Figur, die nicht unbedingt belastend erfahren werden muß, ein Stalker, ein passender hinzu - dann haben sich zwei gefunden. Der Stalker will Ganz werden, will heile werden, vielleicht ohne dieses zu kapieren. Die Gestalkte will diese Ganzwerdung auf jeden Fall vermeiden, da dies hieße mit abgewehrten Inhalten sich zu vereinen. Inwiewiet eine solche Integration und Ganzwerdung einer Gestalkten nützen könnte, dazu gibt es hier im Forum offensichtlich keinerlei Bewußtsein. Um es anders auszudrücken, eine besonnene und selbstbewußte und psychisch erfahrene Gestalkte wüßte schon wie sie die Aktivitäten ihres Stalkers zu ihrem eigenen Fortkommen (psychische Entwcklung) nutzen könnte. Oder ein erfahrener Papst sagte mal. Man muß sich immer mit den Menschen auseinandersetzen, die man am meisten ablehnt um psychisch weiterzukommen. Aber wen lehnt eine Gestalkte schon mehr ab als ihren Stalker - in Wirklichkeit lehnt sie natürlich die bei sich selber abgespaltenen Teile ab. Ohne diese spielgelbildlichen Abspaltungen würde die fatale Bindungssituation zwiwchen Stalker und Gestalkter (einmal gewollt, einmal negativiert) gar nicht entstehen.

Wenn der Glücksfall eintritt, das zwei tiefenpsychologisch erfahrene Menschen in die Stalker/Gestalkten-Situation geraten wissen sie sich mit solchen Grundeinsichten, die an sich noch banal und selbstverständlich sind, gegenseitig zu helfen - zu gegenseitigem Nutzen, man weiß dann um die Bedeutung füreinander, auch daß es nicht darum geht sich etwa in eine Beziehung zu gehen und zusammen zu leben, sondern erforderliche Entwicklungsschritte miteinander zu machen. In dieser Hinsicht ist bei den Gestalkten als Einsicht offensichtlich allfällige tabula rasa, was sicher auch damit zusammenhängt, daß eine allgemeine Veroberflächlichung sich in der Gesellschaft breitgemacht gemacht, die Menschen kennen sich selber immer weniger und büßen die Basis gegenseitiger Grundeinsichten immer mehr ein.

Es ist kein Zufall, daß mit dem Zurücktreten der Tiefenpsychologie und dem stärkeren Anspruch der Verhaltenstherapie und zunehmender Medikation anstatt Therapie auch die allgemeine Selbsterkenntnis immer schwächer wird. Je weniger man sich selber kennt, je oberflächlicher man dem Schein verfällt, desto mehr braucht man für seine unglebten Inhalte äußere Sündenböcke. In dem Maße wie die kinder wieder "unschuldiger" werden und damit auch das eigene schwindende Selbstbewußtsein - Verlust der Freudschen Lehren des infantilen psychosexuellen Kerns jeder Persönlichkeit u.A. desto mehr braucht man äußere Sündenböcke.

XXXXWas glaubst Du, mit deiner Kenntnis, geschieht aus psychischer Sicht mit der gestalkten Person?
Wenn man obigen Sachverhalt zugrunde legt, wird durch die nicht greifbare Präsenz.(kein Kontakt) des ständig oder latent anwesewnden Stalkers die Angst und etliche anderen ungenehmen Gefühle dauernd unterhalten. Die Ängste und alle die Inhalte der Bedrohungen, sind aber wenn der Stalker nicht wirklich übergreift sämtlich nur Phantasieprodukte und Strukturprodukte der Gestalkten selber. Für diese Phantasien und Bedrohungserlebnisse kann sie im Grunde den Stalker nicht verantwortlich machen. Das ist nur ihre eigene Sache. Das ändert sich in dem maße wie der Stalker wirklich in ihr Leben eingreift, z.B. im Garten rumläuft( Hausfriedensbruch) oder Fensterläden hebt (Hausfriedensbruch) oder sich ihr in den Weg stellt (Nötigung) oder seinen Selbstmord in ihrem Grten usw. androht (Nötigung).
Genau in den Fällen wo ein gutmütiger Stalker gar nichts macht kann am deutlichsten werden wie die Gestalkte im Saft ihrer eigenen Abspaltungen kocht und unter Umständen daran erkrankt. Der Stalker tut ja nichts und warum soll er nicht die Freiheit mhaben dürfen irgendwo auf öffentichem Boden in der Nähe seines angestrebten "Idols" sich aufhalten zu können - sofern er penibel darauf achtet respektvolle Distanz einzuhalten. Hier ist die Sinnvolle Grenze gegenseitiger Freiheit. Wird der Stalker gezwungen diesen Freiraum zu unterschreiten wird er zu sehr eingeengt überschreitet er diese grenze können die vielfältigen rechtlichen Möglichkeiten greifen.

Mehr will ich hier zu Deinen Fragen nicht mehr sagen ............ hier ging es mehr darum dem problemeinsichtigen Leser noch etwas den Hintergrund anzudeuten, dem Boden auf dem meine Meinungen stehen. Und zuletzt weil hier alle so nach Therapie für Stalker lechzen. Sucht Euch selber eine, ihr könnt es brauchen. Als ich Stalker wurde hatte ich schon etliche Therapien gemacht, man könnte in gewisser Weise sagen, durch Therapie wurde ich erst zu einem Stalker. Sowas könnte einem zu denken geben. Therapie ist und war für mich immer etwas, was weniger einer Krankheitsbeseitigung dient sondern eine umfassende Methode zur Persönlichkeitsentwicklung - Eroberung neuer Perspektiven usw. - und wenn man infolge solcher Wachstumsprozesse vorübergehend zum Stalker wird kann man dies auch als einen notwendigen Entwicklungsschritt je nach Hintergrund begreifen.
Schwierig wenn man dann in einer Umwelt steht, die solche Dinge nicht begreift, einer Gestalkten verfällt, die in ihrer affigen Kleinheit im Grunde weit unter einem selber steht und nichts von dem Sinn der Signale die man ihr versucht zu senden begreift. Sowas kann man auch Schicksal nennen.

O.Normalverbraucher ( gelöscht )
Beiträge:

02.09.2002 16:16
#3 RE: Verliebt in den Arzt - HILFE! Thread geschlossen

ich begegne auch immer wieder Frauen in die ich mich verlieben könnte, nur da ich weiß dass nichts werden kann- so wie mit deinem Arzt- behersche ich mich. ich mein du würdest lachen- ich erzähls lieber nicht.. aber ich würde mich am liebsten in Frauen verlieben die wesentlich reicher sind und dazu verheiratet. aber es ist blödsinn und darum lass ichs.

dein O.Normalverbraucher

charly ( gelöscht )
Beiträge:

31.08.2002 21:47
#4 RE: Verliebt in den Arzt - HILFE! Thread geschlossen

Ich fürchte, du hast zu viele Herz-Schmerz-Liebesromane gelesen. Entweder du sagst ihm bei deinem nächsten Besuch, dass du ihn gerne auch privat treffen willst, oder du wechselst lieber gleich zu einem anderen Arzt! Kopf hoch!

Aladin ( gelöscht )
Beiträge:

30.08.2002 11:11
#5 RE: Verliebt in den Arzt - HILFE! Thread geschlossen

Hi Melanie,
danke für Deine eindrucksvolle Schilderung. Oft verlieben sich Frauen in ihre Ärzte, die bieten sich für Idealisierungen geradezu an, weil sie sich berufsethisch eben auch distanziert und zurückhaltend verhalten, auch der Arzt-Patient Körperkontakt kann schnell zur (einseitigen) Verliebtheit führen.

Bei Dir hat dies aber obnsessive Züge angenommen, wobei man den Eindruck hat daß dadurch dein übriges Leben auch gestört werden könnte. Es entsteht der eindruck, daß Du Dich gerade in jemanden verliebt hast, bei dem Du nach eigener Einschätzung keine Chancen hast. Odt verliebt man sich gerade in solche menschen, die Seele kann dann irgendwie lieben ohne daß diese Liebe etwas beidseitiges reales bekommen würde. So etwas machen gerne menschen (unbewußt) die Schwierigkeiten haben reale Beziehungen intensiv zu führen. Der Grund das Du ihn so liebst, könnte also gerade in seiner Unerreichbarkeit bestehen,
Viele menschen überleben seelisch mit solchen Tricks - das ist für die Seele recht sinnvoll, sich so zu verhalten, wenngleich auch oberflächliche Realitäsfanatiker auf so etwas geringschätzig herabblicken, aber die sind nicht besonders klug.

Nun verwickelst Du Dich aber immer mehr in dieser Situation und gerätst doch mehr in eine seelische Verirrung, beispielsweise zeigst Du neben, Deiner obsessiven Gefühlslage (verrückt bist Du keineswegs)auch erste Anzeichen von verhaltensweisen die zu Stalking führen könnten. Du willst Dinge über diesen Menschen herausfinden, Telefon, hinfahren. Du solltest möglichst früh bemerken, wenn sich hier gefahr ergibt auf völlig abwegige Gleise zu kommen. Stalker verfolgen oft über Jahre ihre geliebten Opfer, was bei denen selber teilsweise zu erheblichen Schwierigkeiten führt.

Angesichts der zunehmenden Sackgasse in die du dich hineinmanövrierst solltest Du eine gründliche therapie anstreben, die die Hintergründe deines Erlebens dir bewußt macht und Dir neue und andere Wege zeigt, dieses Problem zu meistern.

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