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Dieses Thema hat 39 Antworten
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 Psychotanten - Eingang zum Forum
Seiten 1 | 2
Mik Angelo ( gelöscht )
Beiträge:

29.12.2010 01:03
RE: Sexuelle Probs (sorry, lang) antworten

Hi Ihr Tanten und Mitleser/Mitberater.

Ich hätt da mal ein Problem.

Kurz zur Vorgeschichte: Bin 45, lebe mit meiner Frau seit 10 Jahren zusammen, haben einen siebenjährigen, herzerquickenden Sohn.

OK, zum Problem: Hatte mit meiner Sexualität bislang nie irgendwelche Probleme, doch ich stelle seit einigen Jahren fest, dass meine Lust so allmählich nachlässt, und zwar ganz unabhängig von meiner Frau. Sex ist für mich einfach weniger wichig geworden, ich denke seltener daran und empfinde auch nicht mehr so starke Lust, wie früher. Das wäre für mich gar nicht mal so tragisch, so nach dem Motto: Hab eigentlich alles erlebt, was ich so erlebt haben wollte, und wenn man keinen Hunger verspürt, muss man ja auch nicht unbedingt essen.

Wäre da nicht die Lust meiner Frau, die um keinen Deut geringer ist, als früher. Nun kam es dreimal nacheinander vor, dass wir abbrechen mussten, weil mein gutes Teil nicht mehr wollte - ein Phänomen, mit dem ich früher nie Probleme hatte!

Und dann entsteht jedesmal, wenn es nicht "klappt" eine Riesendiskussion mit versteckten und auch offenen Vorwürfen, wo ich das Gefühl habe, an der Wand zu stehen und Rechenschaft ablegen zu müssen - was meine eh schon begrenzte Lust dann vollends kappt und den Leistungsdruck, "beim nächsten Mal muss es aber klappen", nur erhöht, eine Stresssituaion, auf die ich eigentlich null Bock habe!

Aus meiner Sicht kommen zwei Dinge zusammen: Zum einen habe ich ganz generell weniger Lust (nicht gar keine, aber eben weniger). Zum zweiten kommt - ich getraue mich ja kaum, es zu sagen - dass mich meine Frau sexuell auch nicht mehr so anturnt. Leider ist das keine Frage des "Guten Willens". Es stimmt auch sonst nicht wirklich in unserer Beziehung, ich war schon einige Male so weit, die Beziehung zu beenden, weil es (außerhalb des Bettes) viele Dinge gibt, in denen wir uns einfach nicht einigen können. Ich habe es wegen unseres Sohnes nicht getan, weil ich befürchte, dass er sehr unter einer Trennung leiden würde, und das möchte ich fast unter allen Umständen vermeiden.

Meine Frau weiß um meine Unzufriedenheit in der Beziehung, wir reden offen, dass sie mich aber sexuell nur mehr wenig erregt, mag ich ihr nicht sagen, weil es sie extrem verletzen würde, da sie von Haus aus leider ein schlechtes Selbstbewußtsein hat, gerade in dieser Beziehung.

Jetzt ist die Frage: Wenn ich wirklich ehrlich zu ihr bin, werde ich sie sehr arg verletzen, da kann ich noch so vorsichtig rangehen. Auf der anderen Seite sehe ich auch nicht, dass sich das in absehbarer Zeit irgendwie ändert, und die Unwahrheit sagen ist auf Dauer auch nicht das, was ich will!

Was will ich denn?

Letztenendes möchte ich wieder mein eigenes Leben führen. Meine Frau ist extrem dominant auf der einen Seite, bestimmt hier im Haus über jeden Quadratzentimeter, einzig Finanzen und Auto sind mein Hoheitsgebiet. Sie engt meine Freiheit in einer Weise ein, das hat wirklich schon pathologische Züge! Es ist unmöglich (!), sie da auf einen Level zu bringen, der für mich ok ist. Auf der anderen Seite ist es so, dass sie es wahrscheinlich nicht verkraften würde, wenn ich sie verlassen würde. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass sie versuchen würde, ihr Leben zu beenden! Davon abgesehen, dass ich das natürlich NICHT will (!!!), wäre das auch die schlimmste vorzustellende Katastrophe für ein Kind, seine Mutter so zu verlieren.

Tjaaa..., wenn ich so drüber nachdenke, sind unsere sexuellen Probleme eigentlich doch eher "nebensächlich", bzw. für mich sogar irgendwie logisch. War eben nur aktueller Aufhänger, da es gerade mal wieder "ganz großes Thema" ist.

Wahrscheinlich möchte der ein oder die andere jetzt den Rat geben: "Geht mal zu ner Paartherapie, oder zu einem Psychotherapeuten". Ist auch sicher richtig, nur haben wir das schon hinter uns. Also, den Therapeuten jedenfalls. Der konnte mir jedenfalls so gut wie gar nichts anbieten, hängt sicher auch vom richtigen Mann / Frau ab.

Meine Frau zu einem Therapeuten zu kriegen, wird ein Ding der Unmöglichkeit. Sie hat ihre (unfreiwilligen) Erfahrungen mit Psycholgen und Therapeuten gemacht - da haben sich einige vergebens die Zähne ausgebissen! Freiwillig wird sie nie einen aufsuchen.

Tjaaaa..., jetzt steht es hier, das "Sexuelle Probs"-Post... und wartet darauf, ob vielleicht die ein oder andere neue Perspektive kommt. Ich kenne die Psychotanten noch aus Parsimony-Zeiten und habe sie immer als sehr empathisch erlebt, auch die Mitleser und -Schreiber hier.

Sorry für das lange Posting und danke fürs Lesen und für jede Meinung. :-)

Viele Grüße,

Mik

huhngesicht ( gelöscht )
Beiträge:

30.12.2010 22:11
#2 RE: Sexuelle Probs (sorry, lang) antworten

Hallo Mik,
die Probleme mit Deiner Frau (damit meine ich gar nicht das sexuelle. das liesse sich vermutlich loesen) bestehen genau wie lange? War sie schon immer "schwierig", Du hast das aber im Rahmen der frueheren Verliebtheit weniger wichtig gefunden, oder hat sich ihr Verhalten veraendert? Meine Frage zielt darauf ab, wie lange Du schon wie stark leidest, und wie gut Du sowas ertraegst. Mir erscheint Deine Situation tatsaechlich als ziemlich verquickt, weil Deine Frau sich und nicht aendern will und wird, und Du (dezent ausgedrueckt) sehr unzufrieden bist.
Eine wirklich gute Wahl gibt es fuer Dich vermutlich nicht.
Entweder entscheidest Du Dich konsequent fuer eine Trennung (siehe Problem potentieller Suizid (das sollte allerdings niemals entscheidungsrelevant sein), Dein Sohn, sonstige Verbindlichkeiten), oder Du versuchst aus einer niemals mehr idealen Situation das Beste zu machen ("zwingst" Dich bescheiden zu Zufriedenheit). Du koenntest den Sex mit Deiner Frau zB ganz einschlafen lassen (bist eben aelter, impotent, uninteressiert) und sorgst bei Bedarf anders fuer Befriedigung. Das entspannt wenigstens diesen stark emotionalen Bereich. Deine Frau wuerde sicher bald resignieren. Und als "Bruder und Schwester" koenntet ihr WG-maessig das Leben halbwegs meistern. Das ist kein Rat, nur der Hinweis auf eine Option.

Huhngesicht

Maja Offline



Beiträge: 1.223

31.12.2010 02:29
#3 RE: Sexuelle Probs (sorry, lang) antworten

Hi Mik,

weil du ja zuerst mit deinem Sexproblem angefangen hast, werde ich dir auch gleich diesbezüglich meine Einschätzung schreiben: ich denke, dass die Situation deine Lust buchstäblich nieder drückt, dämpft und dich resignieren lässt. Das kann man nicht unabhängig betrachten, das ist sozusagen einer der Früchte der misslichen Situation.

Dass du auch Zeiten hattest, in denen dir unwichtig war wie deine emotionale Lage aussieht und du unabhängig von Gefühlen Sex mit 'stabiler Erektion' haben konntest, ist durchaus möglich (Männer! )...

Dass das mittlerweile anders ist, zeugt nur davon, dass du gereift bist und auch, dass dich das Ganze so sehr belastet, dass dir dein Unterleib deutlich sagt: ich will das nicht! und den "Dienst" verweigert.

Und du willst das auch nicht. Aber du vergewaltigst dich selbst - um Friedenswillen, um Sohneswillen... Hast du so wenig Selbstachtung, oder bist du masochistisch veranlagt? Ehrlich, wenn ich dein Geschlechtsteil wäre, würde ich nur noch verzweifelt herum hängen, bis du zur Besinnung kommst!

Überlege mal, würdest du es gut finden, wenn deine Frau mit dir aus Mitleid und um Familie zu erhalten Sex hat, obwohl sie dich weder attraktiv noch begehrenswert findet, sondern unter dir und deinem Verhalten leidet?

Nun zu dem Kern: Wenn ihr offen darüber redet, dann kannst du auch offen sagen, dass für dich die Lage untragbar ist und du auch deshalb keine Lust auf Sex hast. DAS ist keine Lüge und keine Attacke auf ihre Attraktivität, sondern eine logische Folge der Ereignisse.

Was eine Therapie betrifft ist folgendes dazu zu bemerken: wenn du wirklich meinst, dass sie eine Trennung nicht verkraften würde (Selbstmord begehen würde), dann ist eine Therapie unerlässlich - obwohl du das ablehnst. Wenn du ihr wirklich so viel bedeutest und du ihr ernsthaft klar machst, dass du eure Beziehung SO nicht weiter zu führen bereit bist, dann wird sie sich sicher überwinden können.

Eine Therapie kann auch dazu verhelfen, dass ihr euch fair trennt, wenn es nichts mehr zu retten gibt. Oder auch, dass ihr euch wieder findet - je nach dem wie groß die Hürden, die Verletzungen sind und ob der Kern eures Miteinander noch erhalten ist oder nicht.


Schau mal bei Pro Familia nach, vielleicht findest du dort eher jemanden, mit dem ihr (oder du alleine) zurecht kommt:

http://www.profamilia.de/angebote-vor-ort.html


Und was deinen Sohn betrifft: Deine Frau und du seid für das Kind prägend, auch was Liebe, Beziehung und den Umgang miteinander betrifft.

Ihr zeigt ihm 'wie das Leben geht' und wie eine Liebesbeziehung funktioniert. Er wird das sein Leben lang mit sich tragen - und ob bewusst oder unbewusst auch in seinen eigenen Beziehungen "einbringen".

Meinst du nicht, auch wenn das Kind erst mal unter der Trennung leiden wird, dass es besser ist, dass es später mal zwei glücklich getrennten Elternteile hat, als zwei Menschen, die miteinander leiden und die das Kind als Fundament der Beziehung missbrauchen?

Man sollte eine Beziehung nicht leichtsinnig aufgeben, aber als alleiniger Grund und als Träger eure Beziehung ist dein Sohn jedenfalls zu schwach!

Und wenn du dir selbst nicht zu helfen weißt, ist es nur richtig professionelle Hilfe zu suchen. Notfalls auch alleine.
Es steht sogar ein Leben auf dem Spiel, laut deinem Bericht. Und das Wohl von drei Menschen... Und du sagst es selbst: "Letztenendes möchte ich wieder mein eigenes Leben führen." Also stehe auf, such dir Hilfe (einen besseren Therapeuten z.B.) und tu was, dass sich dein Wunsch erfüllt.

Auch nach 45 hält das Leben noch viele Überraschungen und jede Menge Glück und Spaß parat und ganz bestimmt auch neue Lust - mit wen auch immer...

Ich wünsche dir viel Glück. Das neue Jahr wird sicher besser.

Gruß
Maja

p.s. Freut mich, dass du uns nicht vergessen hast

@Huhngesicht: eine Art WG könnte nur dann klappen, wenn man sich in anderen Bereichen gut versteht und außer sexuelle Probleme, keine wesentliche Diskrepanzen bestehen. In dem Fall sind aber die Sexprobleme eine Folge von anderen Konflikten, nicht die Ursache. Schon schwer eine lebbare Lösung zu finden - außer eine Trennung :-/ .


*

Mik Angelo ( gelöscht )
Beiträge:

04.01.2011 03:44
#4 RE: Sexuelle Probs (sorry, lang) antworten

Hallo huhngesicht, hallo Maja. :-)

Vielen Danke für Eure Antworten! Es hat sehr gut getan, gehört und verstanden zu werden und zu lesen, wie Ihr die Sache sehr!!!


Liebes huhngesicht.

die Probleme mit Deiner Frau (...) bestehen genau wie lange? War sie schon immer "schwierig", Du hast das aber im Rahmen der frueheren Verliebtheit weniger wichtig gefunden, oder hat sich ihr Verhalten veraendert?

Ja, sie war von Anfang an extrem schwierig, aber es ist auch so, wie Du sagst, in den ersten Jahren habe ich über vieles weggesehen, und - ich war anfangs in einer viel stärkeren Position als heute. Durch die vielen von mir nicht durchgezogenen Beziehungsabbrüche habe ich wohl meine Glaubwürdigkeit - und irgendwo scheinbar auch meine Würde - verloren! :-(


Meine Frage zielt darauf ab, wie lange Du schon wie stark leidest, und wie gut Du sowas ertraegst.

An sich bin ich sehr stark im Nehmen. Und eigentlich könnte ja alles auch so gut sein. Es ist einfach nur so, dass meine Frau so unglaublich stressig ist. "Stressig" heißt, dass sie wahnsinnig unzufrieden ist. Eigentlich mit allem. Sei es das Wetter, das Radioprogramm, die Fliege an der Wand! Es ist ihr auch nicht Recht zu machen!

Ein guter Freund von mir stellte mal fest: Es ist unglaublich, wieviel Zeit und Energie sie am Tag investiert, um irgendwelche Dinge rein von der negativen Seite zu betrachten. Sie hat sehr viel Energie, aber sie nutzt sie leider fast ausschließlich destruktiv.

Meine Schwiegermutter, die zu uns in die Stadt gezogen ist, auch um unseren Sohn zu betreuen, wenn wir beide arbeiten, hat sie behandelt, wie man keinen Hund behandeln würde! Sie hat sich weder getraut, dem Kind was zu Essen zuzubereiten ("Was ist das für eine Sauerei hier? Boah, und die ganze Bude stinkt"), noch Schulfreunde unsere Sohnes nach Hause einzuladen (die machen nur Dreck und Unordnung!). Dass ihre Mutter - körperlich gehandicapt - bei Wind und Wetter jeden Tag 2 km zu Fuß von ihr zu uns und wieder zurück lief - selbstverständlich! Aber wenn sie (meine Frau) nach Hause kam, dann hatte ihre Mutter auf der Stelle zu verduften. Dank gab es zu keiner Zeit! Nur Forderungen und Vorwürfe, und keinerlei Bereitschaft, ihr mal einen kleinen Gefallen zu tun! Ihre Mutter sollte sich sogar ihr eigenes Mineralwasser mitbringen! Ihr könnt mir glauben, dass ich alles getan habe, um das halbwegs im Lot zu halten, d.h. natürlich habe ich diesen Schikanen widersprochen und ihr immer gesagt: Wenn deine Tochter meckert, sag ihr, ICH habe es erlaubt, sie soll sich an mich wenden - und von mir kriegt sie natürlich ordentlich Dampf! Dennoch: Konnte nicht verhindern, dass ihre Mutter mittlerweile wieder in ihre alte Heimat gezogen ist, 300 km fernab.

Leider macht ihre Art, das Leben schwarz zu sehen, auch nicht Halt vor unserem Kind. Es gibt Tage, da hat sie nicht ein nettes Wort für ihn übrig, stattdessen wird von vorne bis hinten ermahnt, verbessert, geschimpft! Körperliche Zuwendung: Praktisch Null. Es gibt das obligatorische Gute-Nacht-Bussi, aber schnellschnell. Ich bin es, der unserem Sohn körperliche Zuwendung gibt, indem ich mit ihm rumbalge (was er über alles liebt) und rumschmuse. Ich bringe ihn jede Nacht zu Bett und lese ihm seit Jahren jede Nacht vor.

Und dennoch - liebt er seine Mama nicht weniger als mich, und saugt jedes bisschen Zuwendung auf, wie ein durstiges Pflänzchen! Was ich damit sagen will: Obwohl meine Frau ihrer Mutterrolle so ungenügend nachkommt (meiner Meinung nach), so ist es trotzdem ungemein wichtig, dass sie da ist! Mein Sohn kennt sie nicht anders, für ihn ist das alles "normal"!

Jetzt bin ich etwas vom Thema ab. Sorry.

Es ist auch nicht meine Absicht, meine Frau jetzt schlecht zu reden, um hier Mitgefühl zu erhaschen! Es ist schlicht ein Tatsachenbericht.

(...) Entweder entscheidest Du Dich konsequent fuer eine Trennung (...), oder Du versuchst aus einer niemals mehr idealen Situation das Beste zu machen (...)

So ist es.

Du koenntest den Sex mit Deiner Frau zB ganz einschlafen lassen (...) und sorgst bei Bedarf anders fuer Befriedigung. Das entspannt wenigstens diesen stark emotionalen Bereich.

Das versteh´ ich nicht ganz, huhngesicht. Möchtest Du das etwas erläutern?

Falls Du es so meinst, dass ich meine Frau z.B. mit dem Mund verwöhne (was wir beide an sich sehr gerne und oft machen); joa, von mir aus kein Problem. Nur tickt sie dann so, dass sie dann darauf besteht, dass ich mit ihr schlafe! So einfach ziehe ich mich schließlich nicht aus der Affäre! Mein Gott, was eine Schei*e ist das!


Und als "Bruder und Schwester" koenntet ihr WG-maessig das Leben halbwegs meistern. Das ist kein Rat, nur der Hinweis auf eine Option.

Ja, ich hatte ihr das auch schon vorgeschlagen. Nachdem ich ein endgültiges Aus ausgesprochen hatte und ich dann tage- und wochenlang bearbeitet wurde, es doch noch ein allerallerletztes Mal zu probieren (sehr gerafft jetzt), habe ich die WG-Option als Alternative zur Trennung angeboten. Das geht dann einige Wochen so, und irgendwann sind wir wieder im alten Trott! Scheiße!

Nochmal danke für Deine mitfühlende Antwort!

Liebe Maja.

Auch Dir vielen Dank für Deine tolle Antwort! Ich sehe, Du bist immer noch so einfühlsam, wie eh und je! Manche Menschen haben das einfach drauf! Du gehörst dazu. Bin überzeugt, Du bist auch im echten Leben eine tolle Person! :-)

Und das soll kein Geschleime sein! :-)

ich denke, dass die Situation deine Lust buchstäblich nieder drückt, dämpft und dich resignieren lässt. Das kann man nicht unabhängig betrachten, das ist sozusagen einer der Früchte der misslichen Situation.

Ja, so seh´ ich es auch.

(...) Hast du so wenig Selbstachtung, oder bist du masochistisch veranlagt? Ehrlich, wenn ich dein Geschlechtsteil wäre, würde ich nur noch verzweifelt herum hängen, bis du zur Besinnung kommst!

LOL

Weißt Du, mein Dingda ist viel zu egoistisch, der schert sich wenig um meine Selbstachtung! ;-)

Naja, mittlerweile vielleicht doch...?! ;-)


Überlege mal, würdest du es gut finden, wenn deine Frau mit dir aus Mitleid und um Familie zu erhalten Sex hat, obwohl sie dich weder attraktiv noch begehrenswert findet, sondern unter dir und deinem Verhalten leidet?

Ha. Gut konstatiert!

Das ist so ziemlich genau DAS, was ich vorgehalten bekomme, wenn wir abbrechen müssen. "Bin ich zu fett? Zu alt? Was ist los mit Dir? Warum hast du dann überhaupt den Anfang gemacht, wenn du keine Lust hast? Boah, und das zieht sich dann Stuuunden, wenn ich nicht irgendwann sage: Jetzt ist Schluß! Zack - Tür zu - Frust die nächsten Stunden, Tage, wobei es mir mittlerweile eigentlich am Oarsch vorbei geht!



(...)dann kannst du auch offen sagen, dass für dich die Lage untragbar ist und du auch deshalb keine Lust auf Sex hast. DAS ist keine Lüge und keine Attacke auf ihre Attraktivität, sondern eine logische Folge der Ereignisse.

Da hast Du vollkommen Recht und genau das ist auch meine Argumentation!!! Sie schiebt es trotzdem allein auf ihr Äußeres. Nach dem Motto: Wenn ein Schwanz geil ist, dann steht er auch! Du bist doch ein KERL, so Kopfgedöns haben doch nur Frauen...! Wenn er aber nicht steht, dann deshalb, weil du mich nicht mehr hübsch findest!


Was eine Therapie betrifft ist folgendes dazu zu bemerken: wenn du wirklich meinst, dass sie eine Trennung nicht verkraften würde (Selbstmord begehen würde), dann ist eine Therapie unerlässlich - obwohl du das ablehnst.

Ich lehne es ja gar nicht ab. Bin auch "therapieerfahren", allerings in dieser Situation bislang einfach ohne gute Erfahrung. Hinzu kommt, dass so ne Therapie halt auch Ressourcen kostet, die ich eigentlich nicht mehr habe (Zeit und auch Kraft). Aber ich lass mir das nochmal durch den Kopf gehen.



Wenn du ihr wirklich so viel bedeutest...

Ich glaube nicht mal, dass ich ihr "viel bedeute". Ich merke es an der Respektlosigkeit, mit der sie mich behandelt. Ich habe eher das Gefühl, dass sie (die nicht unberechtigte) Angst hat, das Leben alleine nicht gebacken zu kriegen!


und du ihr ernsthaft klar machst, dass du eure Beziehung SO nicht weiter zu führen bereit bist, dann wird sie sich sicher überwinden können.

Wie ich bereits sagte, habe ich da meine Glaubwürdigkeit bereits verspielt. Therapeuten verachtet sie zutiefst, eher kriegst Du einen Vegatarier in die Schlachterei...


Eine Therapie kann auch dazu verhelfen, dass ihr euch fair trennt, wenn es nichts mehr zu retten gibt. Oder auch, dass ihr euch wieder findet - je nach dem wie groß die Hürden, die Verletzungen sind und ob der Kern eures Miteinander noch erhalten ist oder nicht.

Ich gebe Dir Recht. Aber sie wird nie freiwillig zu einem Therapeuten gehen. Wenn, dann muss ich das alleine machen. Wie gesagt, werde ich da nochmal drüber nachdenken.


Und was deinen Sohn betrifft: Deine Frau und du seid für das Kind prägend, auch was Liebe, Beziehung und den Umgang miteinander betrifft.

Ohh, ich bin mir dessen soo bewußt!!! Und es ist so traurig und schade, dass ich meinem Sohn nicht so ein Leben vorleben kann, wie ich gerne würde! Ich versuche, meiner Frau mit Liebe und mit Respekt zu begegnen, aber es ist kaum noch möglich. Ich versuche mein Bestes!!!


Ihr zeigt ihm 'wie das Leben geht' und wie eine Liebesbeziehung funktioniert. Er wird das sein Leben lang mit sich tragen - und ob bewusst oder unbewusst auch in seinen eigenen Beziehungen "einbringen".

Ja. Deshalb auch das große Zögern vor einer Trennung. Bin selber ein Scheidungskind und ich habe sehr darunter gelitten, keinen Vater zu haben (und auch keine Geschwister)! Unser Sohn hat - bis jetzt - immerhin ein zuverlässiges Zuhause erlebt, und wir haben auch schöne Momente der Gemeinsamkeit, wenn die auch heute seltener sind, als früher!


Meinst du nicht, auch wenn das Kind erst mal unter der Trennung leiden wird, dass es besser ist, dass es später mal zwei glücklich getrennten Elternteile hat, (...)

Das ist die Frage! Es ist ja überhaupt nicht gesagt, dass beide Eltern später glücklich getrennt sein werden! Wie gesagt, steht da noch der Super-GAU eines nicht auszuschließenden Suizids im Raum! Man kann nicht einfach sagen: "Du, wenn es pasiert, dann passiert es halt, da kannst du auch nichts dran ändern und es ist auch nicht deine Schuld!" Wenn mir eine Glaskugel voraussagen würde, dass sie sich das Leben nimmt - würde ich garantiert mit ihr zusammen bleiben, bis mein Sohn aus dem Gröbsten raus ist, d.h. bis er 20, 25 Jahre alt ist!


[i...]als zwei Menschen, die miteinander leiden und die das Kind als Fundament der Beziehung missbrauchen?


Wow! Als Kindesmissbrauch habe ich unsere Ehe allerdings noch nie gesehen!

Ich weiß, dass es in vielen Ehen besser ist, wenn sich die Eltern trennen, sich hoffentlich friedlich und respektvoll trennen, vor allem immer das Kindeswohl im Focus habend.

Das gilt, denke ich aber nur dann, wenn beide
Eltern "gesund" sind! In unserem Falle sieht das anders aus! Ich glaube, meine Frau wird alleine nicht klarkommen (unser Sohn käme im Falle einer Trennung zu mir - das hat sie schon desöfteren klar gestellt - gut so, wenigstens in diesem Punkt sind wir uns einig). Und noch gewichtiger ist meine Sorge, sie könnte sich das Leben nehmen, ich sagte es ja bereits.


(...)Und du sagst es selbst: [i]"Letztenendes möchte ich wieder mein eigenes Leben führen."

Ja, das möchte ich wirklich! Und der Gedanke an eine neue Partnerin, für die ich Liebe empfinde, und die für mich Liebe empfindet, der ist so weit weg, wie der Pluto.

Also etwa 800 Millionen km. Aber immerhin ist Pluto noch in unserem Sonnensystem, wenn auch ganz am Rand. Also, gibt´s ja vielleicht doch noch nen Funken Hoffnung!

1000 Dank fürs Lesen und Mitfühlen!!!

Viele Grüße,

Mik

huhngesicht ( gelöscht )
Beiträge:

04.01.2011 16:24
#5 RE: Sexuelle Probs (sorry, lang) antworten

Hallo Mik,
ich muss sagen, dass das sehr viel uebler klingt, als ich es bei Deinem Ausgangsposting angenommen hatte. Sex ist ja nun wirklich das kleinste Problem.


Ja, sie war von Anfang an extrem schwierig, aber es ist auch so, wie Du sagst, in den ersten Jahren habe ich über vieles weggesehen, und - ich war anfangs in einer viel stärkeren Position als heute. Durch die vielen von mir nicht durchgezogenen Beziehungsabbrüche habe ich wohl meine Glaubwürdigkeit - und irgendwo scheinbar auch meine Würde - verloren! :-(

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Mein erster Gedanke bei Deinen jetzigen Schilderungen war auch, dass Du einfach richtig hart durchgreifen musst (das Verhalten Deiner Frau ist unausstehlich, seinen Mitmenschen gegenueber unzumutbar und extrem egoistisch. Ich bin nicht verwundert, dass Du ihre geistige Gesundheit infrage stellst.) Allerdings ist das jetzt anscheinend schon so lange "zusammengewachsen", dass selbst eine deutliche Aenderung bei Deinem Verhalten vermutlich nicht wirklich bei ihr zu einer Veraenderung fuehren wuerde. Mein Eindruck ist nicht der, dass sie im Kontext auch nur minimal selbstkritisch ist. Trifft das zu, oder stellt sie sich und ihr Verhalten auch manchmal infrage?
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Ein guter Freund von mir stellte mal fest: Es ist unglaublich, wieviel Zeit und Energie sie am Tag investiert, um irgendwelche Dinge rein von der negativen Seite zu betrachten. Sie hat sehr viel Energie, aber sie nutzt sie leider fast ausschließlich destruktiv.

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Und wie reagiert sie, wenn Du ihr das sagst? Deiner Beschreibung nach ist es ja nicht so, dass sie sich nur "etwas nervig" verhaelt, dass man noch von Auslegungssache sprechen kann.
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Meine Schwiegermutter, die zu uns in die Stadt gezogen ist, auch um unseren Sohn zu betreuen, wenn wir beide arbeiten, hat sie behandelt, wie man keinen Hund behandeln würde! Sie hat sich weder getraut, dem Kind was zu Essen zuzubereiten ("Was ist das für eine Sauerei hier? Boah, und die ganze Bude stinkt"), noch Schulfreunde unsere Sohnes nach Hause einzuladen (die machen nur Dreck und Unordnung!). Dass ihre Mutter - körperlich gehandicapt - bei Wind und Wetter jeden Tag 2 km zu Fuß von ihr zu uns und wieder zurück lief - selbstverständlich! Aber wenn sie (meine Frau) nach Hause kam, dann hatte ihre Mutter auf der Stelle zu verduften. Dank gab es zu keiner Zeit! Nur Forderungen und Vorwürfe, und keinerlei Bereitschaft, ihr mal einen kleinen Gefallen zu tun! Ihre Mutter sollte sich sogar ihr eigenes Mineralwasser mitbringen! Ihr könnt mir glauben, dass ich alles getan habe, um das halbwegs im Lot zu halten, d.h. natürlich habe ich diesen Schikanen widersprochen und ihr immer gesagt: Wenn deine Tochter meckert, sag ihr, ICH habe es erlaubt, sie soll sich an mich wenden - und von mir kriegt sie natürlich ordentlich Dampf! Dennoch: Konnte nicht verhindern, dass ihre Mutter mittlerweile wieder in ihre alte Heimat gezogen ist, 300 km fernab.

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Das klingt wirklich nicht mehr so, als koenne man von einer exzentrischen Persoenlichkeit sprechen. Wenn allerdings eine pathogene Stoerung vorliegt, sie aber keine professionelle Hilfe in Anspruch nehmen will, ist es ein schwierig zu loesendes Problem.
Du schriebst ja, sie (oder ihr beide) habt schon mal einen Psychologen/Arzt usw konsultiert. Was ist dabei denn konkret rausgekommen, und warum lief es anscheinend schlecht?
Wenn Deine Frau sich und ihr Verhalten fuer voellig normal und angemessen haelt und ein Profi andeutet, dass es eher krankhaft ist, ist es leicht vorstellbar, dass sie damit nichts zutun haben will, wenn der Leidensdruck nicht gross genug ist.
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Leider macht ihre Art, das Leben schwarz zu sehen, auch nicht Halt vor unserem Kind. Es gibt Tage, da hat sie nicht ein nettes Wort für ihn übrig, stattdessen wird von vorne bis hinten ermahnt, verbessert, geschimpft! Körperliche Zuwendung: Praktisch Null. Es gibt das obligatorische Gute-Nacht-Bussi, aber schnellschnell. Ich bin es, der unserem Sohn körperliche Zuwendung gibt, indem ich mit ihm rumbalge (was er über alles liebt) und rumschmuse. Ich bringe ihn jede Nacht zu Bett und lese ihm seit Jahren jede Nacht vor.

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Ich habe eine siebenjaehrige Tochter. Ich kann mir vorstellen, wie unangenehm das sein muss.
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Es ist auch nicht meine Absicht, meine Frau jetzt schlecht zu reden, um hier Mitgefühl zu erhaschen! Es ist schlicht ein Tatsachenbericht.

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Deine Schilderungen waren wichtig und richtig, um ueberhaupt einen guten Eindruck zu gewinnen.
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Du koenntest den Sex mit Deiner Frau zB ganz einschlafen lassen (...) und sorgst bei Bedarf anders fuer Befriedigung. Das entspannt wenigstens diesen stark emotionalen Bereich.

Das versteh´ ich nicht ganz, huhngesicht. Möchtest Du das etwas erläutern?

Falls Du es so meinst, dass ich meine Frau z.B. mit dem Mund verwöhne (was wir beide an sich sehr gerne und oft machen); joa, von mir aus kein Problem. Nur tickt sie dann so, dass sie dann darauf besteht, dass ich mit ihr schlafe! So einfach ziehe ich mich schließlich nicht aus der Affäre! Mein Gott, was eine Schei*e ist das!

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Ich sprach doch nicht von irgendwelchen Praktiken. Ich wollte sagen, dass ihr in Absprache einfach ganz auf jede Form von Sex verzichtet. Es gibt ja Beziehungen, in denen das funktioniert. Aber da Dein (oder besser ihr) Problem ein voellig anderes ist, loest das nichts. Ehrlich gesagt finde ich es erstaunlich, dass Du unter solchen Bedingungen ueberhaupt noch "einen hoch bekommst".
Ist sie denn manchmal auch umgaenglicher, weniger extrem stressig, liebevoll und freundlich? Und wenn ja, welche Umstaende muessen vorliegen, damit das zutrifft?
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Und als "Bruder und Schwester" koenntet ihr WG-maessig das Leben halbwegs meistern. Das ist kein Rat, nur der Hinweis auf eine Option.

Ja, ich hatte ihr das auch schon vorgeschlagen. Nachdem ich ein endgültiges Aus ausgesprochen hatte und ich dann tage- und wochenlang bearbeitet wurde, es doch noch ein allerallerletztes Mal zu probieren (sehr gerafft jetzt), habe ich die WG-Option als Alternative zur Trennung angeboten. Das geht dann einige Wochen so, und irgendwann sind wir wieder im alten Trott! Scheiße!

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Wenn ich Dich richtig verstehe, hast Du die Beziehung eigentlich schon mehrfach ausdruecklich beendet. Beeinflusst das ihr Verhalten gar nicht? Wie wirbt sie dann um Dich (Betteln, Drohen, mit dem Kind begruenden)?
Entweder haengt sie sehr an Dir oder (wie Du vermutest) fuehlt sie sich allein lebensunfaehig. In beiden Faellen muesste ihr ja sehr daran gelegen sein, es Dir recht zu machen, damit Du sie nicht verlaesst.
Traefe beides nicht zu (immerhin ist sie berufstaetig, wie kann sie da lebensuntuechtig sein?), koennte es ihr ja egal sein, wenn Du sie verliessest.
Aber wie Du zurecht sagst, klingt dieses normverletzende Verhalten in Kombination mit scheinbar extremer Egozentrik nicht wirklich "gesund".

Huhngesicht

Gast ( gelöscht )
Beiträge:

05.01.2011 23:17
#6 RE: Sexuelle Probs (sorry, lang) antworten

Hi Mik,

oh man...deine Geschichte klingt ja sehr verworren !
Ich versuche mal auf die einzelnen Dinge zu antworten:

Aus meiner Sicht kommen zwei Dinge zusammen: Zum einen habe ich ganz generell weniger Lust (nicht gar keine, aber eben weniger). Zum zweiten kommt - ich getraue mich ja kaum, es zu sagen - dass mich meine Frau sexuell auch nicht mehr so anturnt. Leider ist das keine Frage des "Guten Willens". Es stimmt auch sonst nicht wirklich in unserer Beziehung, ich war schon einige Male so weit, die Beziehung zu beenden, weil es (außerhalb des Bettes) viele Dinge gibt, in denen wir uns einfach nicht einigen können. Ich habe es wegen unseres Sohnes nicht getan, weil ich befürchte, dass er sehr unter einer Trennung leiden würde, und das möchte ich fast unter allen Umständen vermeiden.

Wo machst du denn die größeren Probleme aus ? Turnt dich deine Frau nicht mehr an, weil ihr (außerhalb des Bettes) große Schwierigkeiten habt ? Was wäre, wenn sonst alles okay liefe ? Oder machst du das "nicht anturnen" an was anderem fest ?
Ich frage deshalb, weil man ja daraus schlussfolgern könnte, daß wenn ihr euch beziehungstechnisch wieder näher kommt, deine Lust auch wieder mehr wird.
Ich kann das gut nachvollziehen: wenn der Alltag von Streitereien geprägt ist, wie soll es dann im Bett klappen ?
Auf der anderen Seite hat ja jeder Mensch Bedürnisse, die "gestillt" weden wollen (wenn du verstehst)
Was machst du mit deiner Lust ? Was macht deine Frau mit ihrer Lust ?
Wenn eine Trennung für dich nicht in Frage kommt, wie stellst du dir dann ein weiteres Zusammenleben mit deiner Partnerin vor ?
Auch in Bezug auf euren Sohn..er kriegt deinen/euren Unmut doch sicherlich mit ?
Ein Kind sollte nie der Grund sein mit seinem Partner zusammenzubleiben, obwohl da keine Gefühle mehr sind.Es ist schlimm für ein Kind, wenn die Eltern sich trennen, ja, aber sind ständige Streitereien nicht noch viel schlimmer ?


Meine Frau weiß um meine Unzufriedenheit in der Beziehung, wir reden offen, dass sie mich aber sexuell nur mehr wenig erregt, mag ich ihr nicht sagen, weil es sie extrem verletzen würde, da sie von Haus aus leider ein schlechtes Selbstbewußtsein hat, gerade in dieser Beziehung.

Was sagst du ihr stattdessen ?
Letztlich wirst du nicht drumherumkommen ihr die Wahrheit zu sagen.Selbstbewußtsein hin oder her.


Jetzt ist die Frage: Wenn ich wirklich ehrlich zu ihr bin, werde ich sie sehr arg verletzen, da kann ich noch so vorsichtig rangehen. Auf der anderen Seite sehe ich auch nicht, dass sich das in absehbarer Zeit irgendwie ändert, und die Unwahrheit sagen ist auf Dauer auch nicht das, was ich will!

Und hier nochmal meine Frage: Was hast du ihr denn bisher gesagt warum "es" nicht klappt ?



Letztenendes möchte ich wieder mein eigenes Leben führen. Meine Frau ist extrem dominant auf der einen Seite, bestimmt hier im Haus über jeden Quadratzentimeter, einzig Finanzen und Auto sind mein Hoheitsgebiet. Sie engt meine Freiheit in einer Weise ein, das hat wirklich schon pathologische Züge! Es ist unmöglich (!), sie da auf einen Level zu bringen, der für mich ok ist. Auf der anderen Seite ist es so, dass sie es wahrscheinlich nicht verkraften würde, wenn ich sie verlassen würde. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass sie versuchen würde, ihr Leben zu beenden! Davon abgesehen, dass ich das natürlich NICHT will (!!!), wäre das auch die schlimmste vorzustellende Katastrophe für ein Kind, seine Mutter so zu verlieren.

DAS klingt wirklich übel !! War der Anfang eurer Ehe auch so schwierig ?
Ich denke, es ist wichtig, daß du deiner Frau klarmachst wie sehr du unter ihrem Verhalten leidest ! Seinem Partner null Freiraum bzw. Freiheiten für eigene Dinge zu lassen ist meiner Meinung nach der Tod einer jeden Beziehung.
Letztlich ist die Frage, ob du mit ihr nur noch zusammen bist, weil sie sich im Falle einer Trennung das Leben nehmen würde oder sind da von deiner Seite noch Gefühle ?
Hat deine Frau konkrete Suizidgedanken geäußert oder warum glaubst du, daß sie eine Trennung nicht verkraftet ?



Tjaaa..., wenn ich so drüber nachdenke, sind unsere sexuellen Probleme eigentlich doch eher "nebensächlich", bzw. für mich sogar irgendwie logisch. War eben nur aktueller Aufhänger, da es gerade mal wieder "ganz großes Thema" ist.

Logisch inwiefern ?



Wahrscheinlich möchte der ein oder die andere jetzt den Rat geben: "Geht mal zu ner Paartherapie, oder zu einem Psychotherapeuten". Ist auch sicher richtig, nur haben wir das schon hinter uns. Also, den Therapeuten jedenfalls. Der konnte mir jedenfalls so gut wie gar nichts anbieten, hängt sicher auch vom richtigen Mann / Frau ab.

Genau das wollte ich dir vorschlagen.Eine Paartherapie kann sehr anstrengend sein, es können Dinge ans "Tageslicht" kommen, die noch mehr Stress bedeuten, aber oft braucht es eine objektive Meinung um manches wieder klarer zu sehen.



Meine Frau zu einem Therapeuten zu kriegen, wird ein Ding der Unmöglichkeit. Sie hat ihre (unfreiwilligen) Erfahrungen mit Psycholgen und Therapeuten gemacht - da haben sich einige vergebens die Zähne ausgebissen! Freiwillig wird sie nie einen aufsuchen.

Und wenn ihr gemeinsam eine Therapie macht ? Ist das für sie auch ausgeschlossen ?
Ich halte eine Therapie nicht für DAS "Allheilmittel", aber es gibt Paare, die mit Hilfe von außen wieder aufeinanderzugehen konnten.Sicherlich braucht das seine Zeit, aber wo ein Wille, da ein Weg..

Wenn du natürlich sagst, daß es aussichtslos ist und eure Beziehung für gescheitert erklärst, dann kann da selbst der beste Therapeut nichts ausrichten !

Wie sieht denn euer Alltag aus ? Seid ihr viel zusammen ? Manchmal kann es auch eine Hilfe sein, wenn man sich für einige Zeit aus dem Weg geht.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft (egal wie du dich entscheidest) !


liebe Grüße MyFair

Huhngesicht ( gelöscht )
Beiträge:

05.01.2011 23:28
#7 RE: Sexuelle Probs (sorry, lang) antworten

Hallo MyFair,
also an der witzigen Begriffsschoepfung kann ich nicht vorbeigehen.


Genau das wollte ich dir vorschlagen.Eine Paartherapie kann sehr anstrengend sein, es können Dinge ans "Tageslicht" kommen, die noch mehr Stress bedeuten, aber oft braucht es eine objektive Meinung um manches wieder klarer zu sehen.

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Was ist denn eine "objektive Meinung"?

Huhngesicht

Maja Offline



Beiträge: 1.223

06.01.2011 01:23
#8 RE: Sexuelle Probs (sorry, lang) antworten

Hallo Mik,

ich gehe jetzt nicht auf die Einzelheiten ein, aber was mir global, laut deinen Schilderungen auffällt: deine Frau ist eine herrische, rücksichtslose Person, die sich um nichts und niemanden schert. Noch nicht mal um das Wohl und Gefühle ihres Kindes oder ihrer kranken Mutter.

Ihr scheint alles egal zu sein, solange alles nach ihren Willen geschieht.

Das verrückte daran ist, dass DU dich dem beugst und alles erdenkliche tust, damit sie zufrieden ist, sogar dich selbst bis zu Selbstaufgabe aufopferst.
Auch seltsam, dass du selbst denkst, dass sie ohne dich nicht existieren kann. Wie bist du zu dieser Ansicht gelangt?

Sie dominiert und herrscht und du lässt das zu - denn dafür gehören bekanntlich auch zwei, sonst klappt das ja nicht.

Du lässt sogar euren Sohn in dieser lieblosen Situation aufwachsen, damit er wenigstens Krümeln ihrer Zuneigung bekommt. Das finde ich am traurigsten.

Du sagst, bei ihr hilft nichts, egal was wir vorschlagen. Und damit hast du sicherlich auch recht. Damit jemanden geholfen wird, muss er auch die Hilfe wollen.

Und was ist mit dir? Der Einzige, der ihr nun den Dienst verweigert, ist dein Geschlechtsteil. DAS sollte dir was sagen, das ist dein Inneres, das sich meldet. Warum hörst du nicht drauf?

Nehme dein Leben in der Hand. Suche für dich und deinen Sohn Hilfe. Lass dich von einem Therapeuten beraten, wenn du alleine die Kurve nicht bekommst, unternimm was mit deinem Sohn, kümmere dich um dich selbst - das macht ja sonst keiner.

Du sagst, dass sie dir bereits gesagt hat, dass du deinen Sohn in Falle einer Trennung nehmen sollst. Das klingt schon mal ganz und gar nicht danach, dass ihr was dran liegt an ihrem Kind. Und dir liegt auch nichts an ihr. Du möchtest eine Familie erhalten, die keine ist, damit dein Sohn ein warmes Nest hat, der in Wirklichkeit keins ist und weil du Angst hast, dass sie sich was antut und ohne dich nicht zurecht kommt. Hmmm...

Kann es sein, dass auch DU Angst vor diesem Schritt hast? Oder sogar vor allem DU? Wie genau hat sie reagiert, als sie deine Trennungsabsichten erfahren hat?

Entschuldige für meine etwas anklagende und harsche Worte, ich möchte dich nur aufrütteln, hauptsächlich wegen deinem Sohn, weil ich der Meinung bin, dass niemand in einer solchen lieblosen Mutter-Atmosphäre aufwachsen sollte.

Oder möchtest du, dass sich dein Sohn genau so in seinen späteren Beziehungen verhält, wie du es tust und dass er ein völlig verqueres Bild von Frauen bekommt?

Und für dich und dein Wohl ist es auch nicht gesund. Du vergewaltigst dich täglich selbst.

Viele Grüße
Maja

huhngesicht ( gelöscht )
Beiträge:

06.01.2011 02:07
#9 RE: Sexuelle Probs (sorry, lang) antworten

Hallo Maja,
eigentlich wuerde ich Deine Antwort unterschreiben (man killt mich immer, wenn ich so deutlich wie Du werde ;-) aber es gibt einen Aspekt, der mich zoegern liesse.


Du sagst, dass sie dir bereits gesagt hat, dass du deinen Sohn in Falle einer Trennung nehmen sollst. Das klingt schon mal ganz und gar nicht danach, dass ihr was dran liegt an ihrem Kind.

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Hier stimme ich Dir nicht zu. Das klingt eher nach einem verborgenen Gefuehl von Restverantwortung. Waere Miks Frau "boese" in Egozentrik verhaftet, wuerde sie das Kind benutzen, um die Situation in ihrem Sinne zu erhalten. Dass sie das nicht macht, hat den Charakter eines Hilfeschreis. Anzunehmende Stoerungen draengen sich da ja auch dem Laien auf. Mik scheint mir jemand zu sein, der eine Menge aushaelt. Da waere es voreilig, man liesse eine vermutlich kranke Person einfach fallenlassen. Ich bin nicht so nett, ich taete das, aber ich denke, dass im Kontext der richtige Mann noch einiges retten kann.

Huhngesicht

Maja Offline



Beiträge: 1.223

06.01.2011 16:59
#10 RE: Sexuelle Probs (sorry, lang) antworten

Hallo Huhngesicht,

wahrscheinlich kenne ich schon zu viele ähnliche Geschichten, die mich dazu brachten so deutlich zu reden und so rigoros zu denken... Und wenn leidende Kinder im Spiel sind, umso mehr.

ich gebe dir nur ein paar Zitate an die Hand:

"...Dass ihre Mutter - körperlich gehandicapt - bei Wind und Wetter jeden Tag 2 km zu Fuß von ihr zu uns und wieder zurück lief - selbstverständlich! Aber wenn sie (meine Frau) nach Hause kam, dann hatte ihre Mutter auf der Stelle zu verduften. Dank gab es zu keiner Zeit! Nur Forderungen und Vorwürfe..."

"...Leider macht ihre Art, das Leben schwarz zu sehen, auch nicht Halt vor unserem Kind. Es gibt Tage, da hat sie nicht ein nettes Wort für ihn übrig, stattdessen wird von vorne bis hinten ermahnt, verbessert, geschimpft! Körperliche Zuwendung: Praktisch Null...."

und

"...unser Sohn käme im Falle einer Trennung zu mir - das hat sie schon desöfteren klar gestellt..."


Mir scheint das alles weder nach Hilfeschrei, noch nach einer Restverantwortung, sondern eher nach einer rücksichtslosen Person die permanent seelische Grausamkeit begeht.

Warum sollte Mik das alles aushalten? Ist er Mutter Theresa? Mit Aushalten unterstützt man das Fehlverhalten, damit hilft man nicht. Und wenn man immer nur gibt und nichts bekommt, ist man eines Tages auch leer.

Zudem ist da ein Kind, das Liebe braucht.

Was könnte ein starker Mann machen? Alles ausbügeln, alles erdulden, sich runter putzen lassen, das Kind leiden sehen?

Klar, als erwachsener Mensch kann man sich dafür oder dagegen entscheiden... aus Mitleid, Pflichtbewusstsein ... es geht hier aber auch um ein Kind, das dieser unmöglichen Person, die leider seiner Mutter ist, ausgesetzt ist.

Und Mik scheint auch ein netter Mensch zu sein . Weshalb sollte er sich für sie aufopfern?

Anders wäre es, wenn sie Einsicht hätte und bereit wäre was zu ändern, aber so wie Mik das beschreibt, ist das nicht zu erwarten.

Um das Schlachtfeld zu verlassen, braucht man jedenfalls mehr Stärke, als zu bleiben.

Danke übrigens, dass du hier immer hilfreich zur Stelle bist.

Gruß
Maja

huhngesicht ( gelöscht )
Beiträge:

06.01.2011 19:32
#11 RE: Sexuelle Probs (sorry, lang) antworten

Hallo Maja,

wahrscheinlich kenne ich schon zu viele ähnliche Geschichten, die mich dazu brachten so deutlich zu reden und so rigoros zu denken... Und wenn leidende Kinder im Spiel sind, umso mehr.

2###
Persoenlich kenne ich sowas zum Glueck nur vom Hoerensagen. In meinem Umfeld fuehlen sich Egoisten und Egozentriker nicht wohl.
2###

ich gebe dir nur ein paar Zitate an die Hand:

"...Dass ihre Mutter - körperlich gehandicapt - bei Wind und Wetter jeden Tag 2 km zu Fuß von ihr zu uns und wieder zurück lief - selbstverständlich! Aber wenn sie (meine Frau) nach Hause kam, dann hatte ihre Mutter auf der Stelle zu verduften. Dank gab es zu keiner Zeit! Nur Forderungen und Vorwürfe..."

"...Leider macht ihre Art, das Leben schwarz zu sehen, auch nicht Halt vor unserem Kind. Es gibt Tage, da hat sie nicht ein nettes Wort für ihn übrig, stattdessen wird von vorne bis hinten ermahnt, verbessert, geschimpft! Körperliche Zuwendung: Praktisch Null...."

und

"...unser Sohn käme im Falle einer Trennung zu mir - das hat sie schon desöfteren klar gestellt..."


Mir scheint das alles weder nach Hilfeschrei, noch nach einer Restverantwortung, sondern eher nach einer rücksichtslosen Person die permanent seelische Grausamkeit begeht.

2###
Ich versuche zwischen dem zu unterscheiden, was ich fuehle (schnapp Deinen Sohn und schicke die Zicke in die Wueste), und dem was man vielleicht beruecksichtigen muss.
Gerade weil diese Zitate so extrem sind, war ich zurueckhaltend. SO egoistisch und SO egozentrisch faellt meiner Ansicht nach nicht mehr unter "Normalverteilung".
Ich bin kein Freund des Pathologisierens und empfinde Krankheiten auch nicht als Entschuldigung (persoenlich wuerde ich sie in die Wueste schicken), oft versteckt sich hinter einer Krankheit aber Leidensdruck und dann auch sowas wie ein Hilfeschrei.
2###

Warum sollte Mik das alles aushalten? Ist er Mutter Theresa? Mit Aushalten unterstützt man das Fehlverhalten, damit hilft man nicht. Und wenn man immer nur gibt und nichts bekommt, ist man eines Tages auch leer.

2###
Das stimmt zwar, aber dieser Fehler findet ja schon seit Jahren statt. Da kann man nicht so tun, als truege man nicht Mitverantwortung.
2###

Zudem ist da ein Kind, das Liebe braucht.

Was könnte ein starker Mann machen? Alles ausbügeln, alles erdulden, sich runter putzen lassen, das Kind leiden sehen?
Klar, als erwachsener Mensch kann man sich dafür oder dagegen entscheiden... aus Mitleid, Pflichtbewusstsein ... es geht hier aber auch um ein Kind, das dieser unmöglichen Person, die leider seiner Mutter ist, ausgesetzt ist.

2###
Laut seinen Aussagen ist dem Kind das bisschen Mutterliebe lieber als der gaenzliche Verzicht darauf. Ich behaupte ja nicht, dass das schoen ist. Waere meine Frau so zu meiner Tochter, wuerde ich ausflippen.
2###

Und Mik scheint auch ein netter Mensch zu sein . Weshalb sollte er sich für sie aufopfern?

2###
Das soll er natuerlich nicht. Wenn es der konstruktivste Weg fuer seinen Sohn und ihn waere, die Mutter "loszuwerden", spraeche ich mich nicht dagegen aus. Meine Ueberlegungen waren nicht von Mitleid gegenueber der Mutter getragen.
2###

Danke übrigens, dass du hier immer hilfreich zur Stelle bist.

2###
Schoen, dass Dich das freut. In meinem eigenen Forum hassen mich alle ;-)
Mir macht sowas wirklich Spass. Ich analysiere gern, um Loesungen zu finden, und nichts ist komplexer als das menschliche Miteinander.

Huhngesicht

Mik Angelo ( gelöscht )
Beiträge:

07.01.2011 04:40
#12 RE: Sexuelle Probs (sorry, lang) antworten

Hallo Ihr Lieben!

Huhhh, eine Menge passiert in der Zwischenzeit. Da hab ich ja einiges zu tun... ;-)

Vorab aber vielleicht ein paar allgemeinere Facts zu unserer Ehe, die unsere Geschichte vielleicht in etwas klareres Licht rücken.

Als wir uns kennenlernten, war meine Frau schon in einem, sagen wir mal, chaotischen Leben. Wir verstanden uns sehr, sehr gut, unsere Seelen fühlten sich verbunden, wir waren jede freie Sekunde zusammen. Ich wusste, dass sie viel in Suizidforen zugange war, die damals noch legal waren. Sie sprach ständig von Selbstmord, es war - wie paradox - zu ihrem Lebensinhalt geworden, und es fiel mir schwer, einzuschätzen, wieviel von diesem Drang echter Natur war, und wieviel dem "Kollektivzwang" Suizidforen geschuldet war, die irgendwie so schick dark waren und eine religionsähnliche Faszination auf sie auszuüben schienen. Jedenfalls habe ich mir wohl irgendwie "zur Aufgabe" gemacht, sie da rauszuholen und ihr zu zeigen, dass das Leben so viel mehr und Schöneres zu bieten hat, als 24 Std. Trübsal am Tag - was mir auch nicht schwer fiel; ich war verliebt. ;-)

Sie zog recht bald bei mir ein und ich versuchte ihr zunächst einfach nur ein schönes Leben zu bieten. Nach wenigen Wochen kam ich nach Hause und fand sie schlafend im Bett vor, daneben ein Brief, ein Abschiedsbrief. Und eine leere Ampulle Phenobarbital. Sie schien einfach nur friedlich zu schlafen. Nach heftigen Rüttelversuchen meinerseits und auch einigen saftige Ohrfeigen und keinerlei Reaktion, rief ich schnell den Notarzt und die Polizei. Im Krankenhaus kam sie auf Intensiv und nach einigen Tagen war sie wieder halbwegs stabil - und kam erst mal in die Geschlossene. Tja, mein Gefühl damals war schon: Mein Gott, auf was hast du dich da eingelassen? Mein Gefühl war auch: Wenn du sie jetzt alleine lässt, ist sie verloren. Sie kannte niemanden in dieser ihr fremden Stadt. Und ich kannte niemanden aus ihrem alten Umfeld, nicht mal Namen oder Telefonnummern, bis auf eine einzige Freundin, von der ich den Namen und die email-Adresse hatte. Wie sich später rausstellte, war die Freundin sie selber (also meine Frau).
Fast ihre komplette Vita war erfunden und erlogen, aber ich erfuhr alles erst später nach und nach.

Sie litt unglaublich in dieser Zeit in der Geschlossenen! Ich war bei vielen Gesprächen mit Psychologen dabei und war sowas wie ihr "stabiler Anker" in den Augen der Ärzte. In dieser Zeit dachte ich wenig an die Zukunft, sondern ich hoffte und glaubte auch, dass ich ihr Stabilität geben kann - und falls nicht, würde ich es ohne Zweifel schaffen, abzuspringen. Dachte ich.

Die Diagnose nannte sich "Borderline", was nichts weiter als ein Wort ist. Sie durfte wieder bei mir wohnen, zunächst nur tags, dann dauerhaft, und sie bekam einen "Betreuer". Dann passierte es: Sie wurde schwanger. Einerseits haute mich das um, weil ich mir es eigentlich anders, "normaler" vorgestellt hatte, Papa zu werden. Andererseits freute ich mich und glaubte immer noch, dass ich sie in stabilere Bahnen kriegen würde. Natürlich hatte ich auch saumäßig Schiß, in so einer Situation ein Kind auf die Welt zu schicken, aber es nicht zu kriegen, war für uns beide nicht für eine Sekunde eine Option!

Jetzt raffe ich die Geschichte mal etwas. Wir bekamen also einen Sohn, kerngesund, und heirateten dann auch. Ich arbeitete (habe einen guten Job - relativ viel Freizeit bei relativ viel Kohle), sie war zu Hause. Wir zogen in eine andere Stadt.

Es passierte wahnsinnig viel in diesem Jahren, klar. Herausheben möchte ich, dass sie mich, gerade in der Anfangszeit, desöfteren beklaut hat, bis hin zu einem gezielten Kreditkartenbetrug mit Kontoauszügen verschwinden lassen, damit ich´s nicht merke, haha...! Sie hatte sich nämlich ein neues "Hobby" zugelegt: Im Internet shoppen. Entweder auf meine Kosten, oder gleich ganz ohne zu zahlen. Hätte nicht gedacht, dass das so in der Form möglich ist, aber Leute, ich sage Euch: Es geht, kein Problem! So kam dann das Problem, dass sie einen Riesenberg an Schulden anhäufte, für einen Scheiß, der sich dann da im Keller oder im gleich im Müll sammelte!

Nachdem einige Male der Gerichtsvollzieher bei uns zu "Gast" war, gab es natürlich viel Stress zwischen uns beiden, ich muss aber sagen, sie hat in dieser Beziehung an sich gearbeitet und sich wirklich "gebessert". Sie hat diese Geschichte im Griff, denke ich mal. Sie kann zwar immer noch nicht mit Geld umgehen, aber diese sinnlose Geldausdemfensterschmeißerei ist passé!

Was unseren Sohn betrifft, war sie natürlich immer für ihn da, hat ihn täglich zum Kindergarten gebracht und abgeholt, aber es ist einiges passiert, was man kaum erzählen mag. Eine Geschichte will ich kurz schildern. Es gab einen Tag, wo der Verdacht aufkam, unser Kleiner könnte was an dern Nieren haben. Also bekam er so Urintester mit nach Hause. Meine Frau wollte diese dann dem Arzt bringen (ich war arbeiten). Abends fragte ich sie, ob sie das gemacht hat. Ja, es sei alles ok, keine Probleme mit den Nieren. Abends bring ich den Müll raus und sehe was ganz oben liegen??? Diese Probenteile, vollzählig und unausgepackt!!! *SCHOCK* Ich fragte beim Arzt nach (wie peinlich!), meine Frau war NICHT dort, sie hat keine Proben abgegeben, sie hat mich angelogen, sie hat vor allem die Gesundheit unseres Kindes aufs Spiel gesetzt! Wie sich in der Nachuntersuchung zeigte, war dennoch alles ok, aber seit diesem Tag weiß ich, dass ich nichts Wichtiges meiner Frau überlassen darf und immer mit Allem rechnen muss!

Abschließend sei gesagt, dass ich es bin, der zu Elternabenden geht, oder aufs Schulfest, zu Ärzten oder Zahnarzt, der mit ihm Zähne putzt und Hausaufgaben macht etc., und letzten Endes auch fürs leibliche Wohl sorgt. Nun würde meine Frau unseren Sohn nicht verhungern lassen, aber kochen ist nicht. Das höchste der Gefühle ist eine Dosensuppe oder Dosenravioli. Ansonsten lieber einfach Brot oder Joghurts. Sich selbst gönnt sie allerdings auch nicht mehr - ich würde sagen, es ist ihr einfach zu viel Arbeit, wirklich!

So, habe fertig.

Es sind noch viele andere Dinge passiert, aber gerafft in einige Mehrzeiler war das jetzt das "Best-Of" unserer Zeit. In dieser konzentrierten Form liest sich das sicher alles extrem krude! Ich habe nichts von den Phasen erzählt, die gut liefen. In denen wir gemeinsam lachten. In denen wir uns liebten. In denen wir eine gute Zeit zu dritt verbrachten. Diese Phasen gab es auch, aber oft war es eine Berg- und Talfahrt.

Die Suizidgedanken meiner Frau waren immer wieder mal ein Thema, allerdings nie wieder so stark, wie zu Beginn! Insofern hat sie auf jeden Fall viel an Stabiltät gewonnen! Seit etwa anderthaln Jahren arbeitet sie wieder in ihrem alten Beruf, ein Fulltimejob. Das hat ihr auf jeden Fall Auftrieb gegeben und ihr Selbstbewußtsein gestärkt! In dieser Zeit hat ihre Mutter meist auf unseren Sohn aufgepasst, der ja mittlerweile in die zweite Klasse geht. Wie ich schon geschrieben habe, war zwischen den beiden alles am Start, nur keine Harmonie. Es gibt den Spruch "von nichts kommt nichts" oder auch "der Apfel fällt nicht weit vom Stamm". Um es ganz kurz zu machen: In der Kindheit meiner Frau ist viel, sehr viel schief gelaufen. Als Beispiel möchte ich nennen, dass die Mutter ihrer Tochter das Sparbuch geplündert hat, das über viele Jahre vom Stiefvater für sie angelegt wurde. Als ich sie darauf mal angesprochen habe, kam kein Mitgefühl. Die Zeiten hätten es eben gefordert, es "ging nicht anders" und überhaupt...! Kein Wort der Reue oder Entschuldigung, null Einsicht!
Meine Frau hatte in ihrer Jugend, als sie noch daheim wohnte, schon mal einen Suizidversuch. Da kamen von der Mutter aber keine Fragen, wie: "Hab ich da was mit zu tun? Haben wir vielleicht etwas falsch gemacht, etwas übersehen, etwas überhört?" Stattdessen Vorwürfe und Schuldzuweisungen, bloß selber keine Schuld tragen... Naja, ich könnte das jetzt noch ausführen, ich lass es mal dabei.

Ein paar Worte noch zu unserem Kind: Unser Sohn hat ein unglaublich sonniges Gemüt, ist fast immer super gelaunt und fröhlich, voller Energie. Freunde hat er leider nicht viele, was wohl daran liegt, dass seine Eltern selber keine großen Kontakte pflegen. In der Schule ist er gut bis sehr gut. Was ihn neben seiner faszinierenden Fröhlichkeit leider auch etwas auszeichnet, ist das fast völlige Fehlen jeglicher Empathie. Geht es einem (aus seinem nahen Umfeld) schlecht, das ist ihm grad sch*ßegal. Immerhin bemüht er sich mittlerweile manchmal, so zu tun, als habe er Mitgefühl, aber es währt nur für Sekunden, dann hat er schon wieder lustige Gedanken.

So weit mal.

Vielen Dank für die vielen Gedanken, die Ihr Euch gemacht habt und vielen Dank für Eure langen Antworten und vielen Fragen, die ich natürlich beantworte. Ich fang einfach mal ganz oben an...




Gepostet von huhngesicht

ich muss sagen, dass das sehr viel uebler klingt, als ich es bei Deinem Ausgangsposting angenommen hatte. Sex ist ja nun wirklich das kleinste Problem.

Das stimmt natürlich, ich weiß es auch. Es war nur der aktuelle Aufhänger. :-)

Mein Eindruck ist nicht der, dass sie im Kontext auch nur minimal selbstkritisch ist. Trifft das zu, oder stellt sie sich und ihr Verhalten auch manchmal infrage?

Das ist eine gute Frage. Ich kann nicht wirklich in sie hineinsehen, ich denke schon, dass sie weiß, dass sie sich sehr oft völlig egoistisch verhält, in ihrem Tun merkt man davon aber nichts. Sie verhält sich so, als habe sie das Recht, sich so zu verhalten, als sein es ok und nur alle anderen würden falsch ticken. Selbstkritik und Einsicht zeigt sie eigentlich nur dann, wenn ich die Beziehung für beendet erkläre. Ich bin mir aber nicht in Klaren, ob das eine wahre Erkenntnis ist, oder ob es sich um ein opportunistisches Verhalten handelt, um mich einzuweichen?!

...Sie hat sehr viel Energie, aber sie nutzt sie leider fast ausschließlich destruktiv.

2###
Und wie reagiert sie, wenn Du ihr das sagst? Deiner Beschreibung nach ist es ja nicht so, dass sie sich nur "etwas nervig" verhaelt, dass man noch von Auslegungssache sprechen kann.


Ich habe es ihr sicher schon 1.000 mal gesagt. Wie reagiert sie? Ich glaube, sie nimmt es gar nicht mehr wahr. Im Ernst, wenn man immer wieder etwas hört, stumpft man da ab auf Dauer.

Du schriebst ja, sie (oder ihr beide) habt schon mal einen Psychologen/Arzt usw konsultiert. Was ist dabei denn konkret rausgekommen, und warum lief es anscheinend schlecht?

Sie hatte in ihrer Jugend nach ihrem ersten Suizidversuch natürlich das Vergnügen. Und nach ihrem zweiten dann nochmal. Sie hat es gehasst. Und sie hat - soweit ich es mitbekommen habe - sämtlichen Psychodocs das Gefühl gegeben: An mich kommst du nicht ran! Sie hat sich lustig gemacht über sie! Sie war einfach nie bereit, sich zu öffnen, weil sie es nicht wollte. Das sind schlechte Voraussetzungen für ne Therapie...

Ich hatte, ca. mit 20, eine ca. zweijährige Therapie gemacht mit hervorragenden Ergebnissen! Es hatte mich meilenweit vorangebracht, zu mir zu finden, meinen Weg zu gehen, mich zu mögen, andere zu mögen etc. pp. Bis dahin war ich ein sehr einsamer, trauriger und auch gefrusteter Mensch! Von nichts kommt nichts, auch in meiner Kindheit lief viel richtig scheiße, viele Enttäuschungen und viele Verletzungen. Die Therapie hat jetzt keinen neuen Menschen aus mir gemacht, aber letztenendes würde ich sagen: Ich habe erst ab da angefangen, wirklich zu leben, als ich mein Elternhaus verlassen und die Therapie gemacht habe - vorher war es eher ein Kämpfen und ein Leiden... :-(

Dann - schon in meiner Ehe - hatte ich nochmal mehrere Gespräche mit einem Therapeuten und mit einer Therapeutin. Da kann ich nur kurz konstatieren: Hat nix gebracht. Ich dachte eben auch, die Probleme sind so gewaltig, vieles checke ich selber, aber warum nicht professionelle Hilfe holen, wenn es sie gibt? Aber wie gesagt, es hat mich null weitergebracht. Vielleicht gibt es auch einfach keine "Lösung"?! Ich denke mir das oft, denn durch die Gefahr, dass meine Frau sich das Leben nimmt, wird quasi jeder Lösungsweg im Ansatz gekillt!




...Ich bringe ihn jede Nacht zu Bett und lese ihm seit Jahren jede Nacht vor...

2###
Ich habe eine siebenjaehrige Tochter. Ich kann mir vorstellen, wie unangenehm das sein muss.
2###


Ohhh, wie schön! *wink* :-)

Ich schätze, Du meinst, wie unangenehm, dass meine Frau da nicht mitzieht?! Ja, das ist es.



Du koenntest den Sex mit Deiner Frau zB ganz einschlafen lassen (...) und sorgst bei Bedarf anders fuer Befriedigung. Das entspannt wenigstens diesen stark emotionalen Bereich.


Falls Du es so meinst, dass ich meine Frau z.B. mit dem Mund verwöhne (was wir beide an sich sehr gerne und oft machen); joa, von mir aus kein Problem. .....
2###
Ich sprach doch nicht von irgendwelchen Praktiken. [/i]

Dacht ich mir doch fast. Danke für das Fettnäpfchen. ;-)
Ich hatte Deinen Satz "und sorgst bei Bedarf anders für Befriedigung" so verstanden. Weil das tatsächlich ja ein Thema ist. Es gibt ja nicht Poppen. Könnte man sagen. Und meine Frau genießt auch andere Sachen als Poppen sehr! Aber eben nicht, wenn "er" nicht steht. Dann muss es auf einmal unbedingt Poppen sein. Wenn Du verstehst, was ich meine...

Das ist aber typisch für sie. Sie "weiß" ja, dass dadurch Stress und dann auch Streit entsteht. Letztenendes strebt sie das an, wenn auch unbewußt.

Ich wollte sagen, dass ihr in Absprache einfach ganz auf jede Form von Sex verzichtet.

Das hatte ich schon ein paar mal so bestimmt, aber jetzt kam der Vorschlag sogar von ihr. Momantan ist Ruhe im Karton.




Ist sie denn manchmal auch umgaenglicher, weniger extrem stressig, liebevoll und freundlich? Und wenn ja, welche Umstaende muessen vorliegen, damit das zutrifft?

Ja, klar. Wie jeder hat auch sie Hochs und Tiefs. Umstände? Fällt mir schwer, das jetzt genau zu sagen. Ich würde aber sagen, dass sie momentan immer seltener freundlich ist. Sie ist unglücklich und unzufrieden! Gerade in letzter Zeit.

[i]
2###
Wenn ich Dich richtig verstehe, hast Du die Beziehung eigentlich schon mehrfach ausdruecklich beendet. Beeinflusst das ihr Verhalten gar nicht? Wie wirbt sie dann um Dich (Betteln, Drohen, mit dem Kind begruenden)?


Es beeinflusst ihr Verhalten schon, aber immer nur kurz. Und nach jedem "Aus" (es gab viell. 5 ausgesprochene Ause) wird die "Phase der Bekehrung" kürzer.

Beim ersten Mal war es richtig heftig, es geht Richtung Betteln, Flehen, Heulen. Mittlerweile ist sie da viel cooler und gelassener...! Bin selber schuld. Wer Dinge ankündigt und nicht durchzieht, verliert sein Gesicht. Ich hatte also die Wahl zwischen "sie alleine lassen" (einst ohne Job, ohne Geld, ohne Wohnung, ohne Freunde, ohne Kind, ohne Perspektive) -> und darauf warten, dass mein Kind seine Mutter verliert - und "sie nicht alleine lassen" - mit der Konsequenz, irgendwann an Glaubwürdigkeit zu verlieren....

Traefe beides nicht zu (immerhin ist sie berufstaetig, wie kann sie da lebensuntuechtig sein?),

Ja Du, da war ich selber überrascht, dass sie das so durchzieht. Hätte nämlich erwartet, dass sie das nicht durchhält. Wer weiß, vielleicht findet sie ja so sehr in ein selbständiges Leben zurück, dass wir irgendwann tatsächlich eigene Wege gehen können - jeder souverän für sich - in Frieden - vielleicht mit neuem Partner/in? Die Hoffnung stirbt zuletzt. :-)









Gepostet von MyFair

Wo machst du denn die größeren Probleme aus ? Turnt dich deine Frau nicht mehr an, weil ihr (außerhalb des Bettes) große Schwierigkeiten habt ? Was wäre, wenn sonst alles okay liefe ? Oder machst du das "nicht anturnen" an was anderem fest ?
Ich frage deshalb, weil man ja daraus schlussfolgern könnte, daß wenn ihr euch beziehungstechnisch wieder näher kommt, deine Lust auch wieder mehr wird.


Ich denke, es sind vor allem zwei Dinge: Erstens hat meine Lust so ganz generell etwas abgenommen, schätze, das ist ein biologisches und altersbedingtes Phänomen. Zweitens ist da dieser riesige Problemhaufen. Es kommt hinzu, dass ich meine Frau auch sexuell nicht mehr so attrativ finde. Also eigentlich sind es drei Gründe.

Was machst du mit deiner Lust ? Was macht deine Frau mit ihrer Lust ?

Ich vergnüge mich mit mir selbst, meine Frau sich mit sich selbst. Ich bin in der Ehe noch nie fremd gegangen und käuflicher Sex interessiert mich nicht! Ich würde auch fast die Hand ins Feuer legen, dass meine Frau bislang treu war. Und ich würde nicht für vieles meine Hand ins Feuer legen, was sie betrifft.

Ein Kind sollte nie der Grund sein mit seinem Partner zusammenzubleiben, obwohl da keine Gefühle mehr sind.Es ist schlimm für ein Kind, wenn die Eltern sich trennen, ja, aber sind ständige Streitereien nicht noch viel schlimmer ?

Ich will die ganze Zeit schreiben, dass unser Kind das nicht so mitbekommt, weil wir nicht offen und groß vor ihm streiten. Wir schreien auch nur sehr selten, und Gewalt in körperlicher Form gibt´s bei uns auch (fast) nicht. Ja, es ist schon mal eine Tür zugeknallt, und ich hab meine Frau auch schon an der Armen gezerrt. Ich mach mir was vor. Das Kind *kriegt* es mit. Wenn Suizid kein Thema wär, wäre die Beziehung schon lange vorbei. Ist so.


[i]...dass sie mich aber sexuell nur mehr wenig erregt, mag ich ihr nicht sagen, weil es sie extrem verletzen würde....

Was sagst du ihr stattdessen ?
Letztlich wirst du nicht drumherumkommen ihr die Wahrheit zu sagen.Selbstbewußtsein hin oder her.


Nun, ich erkläre es damit, dass unsere Beziehung generell so miserabel ist. Wie soll man da Lust haben? Das sieht sie aber ganz anders. Gerade dann soll man doch Sex haben, quasi als Feuerlöscher. Gut, das funktioniert vielleicht, wenn man ein halbes Jahr zusammen ist, und sich gezofft hat, weil er nem anderen Rock nachgeschielt hat. Aber in unserem Fall halte ich ihre Ansicht für reine Stressmache, nach dem Motto: Stell dich nicht so an, bist du ein Kerl oder nicht? Und weil ich mich auf so linkes Gelaber nicht einlasse, gibt´s anschließend eben schön Zoff mit ordentlich Frust! ;-)

.....


So, muss hier jetzt erstmal nen Break machen, mir qualmt schon langsam das Hirn und hab morgen auch noch viel vor...

In einem zweiten Teil werde ich auf die noch verbleibenden Texte von Euch eingehen. Jetzt muss ich erstmal ins Bett gehen... ;-)

Vielen Dank Euch!

Kann Wochenende werden, bis ich weiterschreibe...

Liebe Grüße,

Mik

huhngesicht ( gelöscht )
Beiträge:

07.01.2011 18:05
#13 RE: Sexuelle Probs (sorry, lang) antworten

Hallo Mik,

Sie zog recht bald bei mir ein und ich versuchte ihr zunächst einfach nur ein schönes Leben zu bieten. Nach wenigen Wochen kam ich nach Hause und fand sie schlafend im Bett vor, daneben ein Brief, ein Abschiedsbrief. Und eine leere Ampulle Phenobarbital.

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Wo hatte sie das eigentlich her? Bei verschreibungspflichtigen, die auch nicht jede Oma in ihrem Medizinschrank hat, wundere ich mich oft, wie die Leute sich sowas beschafften.
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Die Diagnose nannte sich "Borderline", was nichts weiter als ein Wort ist.

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Das war meine Befuerchtung. Auch wenn es oft so scheint, als sei das eine Verlegenheitsdiagnose fuer Leute, die einfach total "scheisse" drauf sind, sind es doch immer wieder die gleichen Geschichten. Auch wenn das kaltherzig klingt, wuerde ich bei einer Person diese Diagnose erfahren (und dieser auch Glauben schenken), dann braeche ich sofort und endgueltig den Kontakt ab. Ich wuerde Dir empfehlen, Dich ueber borderline genau zu informieren. Vielleicht kann das ein bisschen helfen.
Allerdings ist Dein Dilemma natuerlich klar. Da hast Dich bewusst und willentlich ueber Jahre auf eine psychisch kranke Person eingelassen. Da kann man dann nicht einfach sagen, Du truegest im Kontext keinerlei Verantwortung auch fuer Deine Frau.
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Sie durfte wieder bei mir wohnen, zunächst nur tags, dann dauerhaft, und sie bekam einen "Betreuer". Dann passierte es: Sie wurde schwanger.

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Also es ist natuerlich voellig sinnlos, da heute zu meckern, aber sowas "passiert" nicht, sowas macht man, naemlich Du und Deine Frau. In eurer damaligen Situation nicht zu verhueten, war extrem verantwortungslos. Ok, aber das ist Vergangenheit. Schuldgefuehle brauchst Du jetzt zu Deinen Problemen nicht auch noch.
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Was unseren Sohn betrifft, war sie natürlich immer für ihn da, hat ihn täglich zum Kindergarten gebracht und abgeholt, aber es ist einiges passiert, was man kaum erzählen mag. Eine Geschichte will ich kurz schildern. Es gab einen Tag, wo der Verdacht aufkam, unser Kleiner könnte was an dern Nieren haben. Also bekam er so Urintester mit nach Hause. Meine Frau wollte diese dann dem Arzt bringen (ich war arbeiten). Abends fragte ich sie, ob sie das gemacht hat. Ja, es sei alles ok, keine Probleme mit den Nieren. Abends bring ich den Müll raus und sehe was ganz oben liegen??? Diese Probenteile, vollzählig und unausgepackt!!! *SCHOCK* Ich fragte beim Arzt nach (wie peinlich!), meine Frau war NICHT dort, sie hat keine Proben abgegeben, sie hat mich angelogen, sie hat vor allem die Gesundheit unseres Kindes aufs Spiel gesetzt! Wie sich in der Nachuntersuchung zeigte, war dennoch alles ok, aber seit diesem Tag weiß ich, dass ich nichts Wichtiges meiner Frau überlassen darf und immer mit Allem rechnen muss!

###
Eigentlich gibt es fuer Dich nur die Moeglichkeit, dass Du Deine Frau zwingst, wieder eine Therapie zu machen. Wenn Du "Glueck" hast, hat sie neben borderline noch irgendwas anderes (zB Depressionen), irgendwas griffigeres, was sich gut medikamentoes behandeln laesst.
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Du schriebst ja, sie (oder ihr beide) habt schon mal einen Psychologen/Arzt usw konsultiert. Was ist dabei denn konkret rausgekommen, und warum lief es anscheinend schlecht?

Sie hatte in ihrer Jugend nach ihrem ersten Suizidversuch natürlich das Vergnügen. Und nach ihrem zweiten dann nochmal. Sie hat es gehasst. Und sie hat - soweit ich es mitbekommen habe - sämtlichen Psychodocs das Gefühl gegeben: An mich kommst du nicht ran! Sie hat sich lustig gemacht über sie! Sie war einfach nie bereit, sich zu öffnen, weil sie es nicht wollte. Das sind schlechte Voraussetzungen für ne Therapie...

###
Das ist trotzdem die letzte Chance (ich bin kein Psychofritzenfreund, aber in diesem Fall faellt mir keine Alternative ein).
Bei den Psychonasen muss man einfach Glueck haben, den richtigen zu finden (auch wenn ich von anderen Menschen auch oft die schlimmsten Sachen gehoert habe).
###

Dann - schon in meiner Ehe - hatte ich nochmal mehrere Gespräche mit einem Therapeuten und mit einer Therapeutin. Da kann ich nur kurz konstatieren: Hat nix gebracht. Ich dachte eben auch, die Probleme sind so gewaltig, vieles checke ich selber, aber warum nicht professionelle Hilfe holen, wenn es sie gibt? Aber wie gesagt, es hat mich null weitergebracht. Vielleicht gibt es auch einfach keine "Lösung"?! Ich denke mir das oft, denn durch die Gefahr, dass meine Frau sich das Leben nimmt, wird quasi jeder Lösungsweg im Ansatz gekillt!

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Ja, das ist ein Kernproblem. Waere sie einfach nur extrem egoistisch (aber nicht psychisch krank), dann braechte sie sich niemals um, bei borderline sieht das leider anders aus.
Es geht natuerlich dennoch erstlinig um das Wohl Eures Kindes und dann um Deines.
Stellt sich nur die Frage, wie dickfellig ihr die moeglichen Konsequenzen Suizid bei einer Trennung ertragen koennt. Das kann man drehen und wenden wie man will, schoenreden laesst sich diese saudumme Situation nicht.
###




...Ich bringe ihn jede Nacht zu Bett und lese ihm seit Jahren jede Nacht vor...

2###
Ich habe eine siebenjaehrige Tochter. Ich kann mir vorstellen, wie unangenehm das sein muss.
2###


Ohhh, wie schön! *wink* :-)

Ich schätze, Du meinst, wie unangenehm, dass meine Frau da nicht mitzieht?! Ja, das ist es.

###
Natuerlich meinte ich das ;-) Meine Frau liest vor und ich denke mir immer selbst Geschichten aus.


Huhngesicht

Mik Angelo ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2011 23:44
#14 RE: Sexuelle Probs (sorry, lang) antworten

Liebe Leute, nur ganz kurz.

Nachdem sich meine Frau die letzten zwei, drei Tage durch auffälliges Schweigen hervortat, steht sie heute - das Kind schon im Bett - plötzlich hinter mir und fragt mich, warum ich sie sexuell nicht mehr attraktiv fände. Ich frage sie, wie das meint. Sie "wüßte" es und wollte jetzt eine Erklärung.....

Ich mach´s kurz: Sie hat diesen Thread entdeckt!

Liebe Frau, Du liest ja mit. Daher möchte ich Dir sagen, dass ich es beachtenswert finde, dass für Dich in diesem gesamten Thread - der ja eigentlich zum Ergebnis hat, dass unser sexuelles Problem ein völlig nebensächliches ist, trotzdem als Quintessenz hängen geblieben ist, dass ich dich sexuell nicht mehr so anziehend finde! Und dass es DAS ist, was Du mir vorwirfst, dass es DAS ist, was Dich weinen lässt. Ich wußte, dass Dich das verletzen würde, das tut mir sehr leid! Und deswegen habe ich Dir das in dieser Form nicht sagen wollen. Jetzt versuchst Du mich festzunageln, woran es genau liegt. Ich werde Dir nicht sagen: "Deine Nase ist zu krumm oder die Ohren zu groß". Sorry, ich meine das nicht zynisch - was ich damit sagen will, ist, dass ich mich auf überhaupt keine äußerlichen Dinge festnageln lasse!!! Ich bin überzeugt, wenn unsere Beziehung besser wäre, hätten wir auch sexuell ein Problem weniger.

Ansonsten würde ich mich freuen, wenn Du meine Worte zum Anlass nehmen würdest, um endlich einmal in Dich zu gehen und unsere Beziehung etwas von außen zu betrachten. Ich weiß, dass Du nicht glücklich und zufrieden bist! Und es ist so schade, weil wir eigentlich alles haben, was man braucht, um glücklich sein zu können!

Aber so kann es nicht weitergehen.

Wenn Du möchtest, kannst Du hier gerne Deine Sichtweise zeigen! Wir können das natürlich auch besprechen, wie es sonst erwachsene Menschen tun. ;-) Andererseits haben wir das schon tausend mal getan und warum nicht - jetzt, da sich die Gelegenheit bietet - anonym in einem Forum?

Ich hör Dir zu!

Frau ( gelöscht )
Beiträge:

09.01.2011 22:11
#15 RE: Sexuelle Probs (sorry, lang) antworten

Okay...ich habe mich entschieden hier im Forum Stellung zu beziehen...

Ich bekenne mich in vielen deiner "Anklagepunkte" schuldig, dennoch möchte ich sagen, daß mich deine Schilderungen über mich (deine Partnerin) sehr getroffen und verletzt haben ! Du stellst mich als egozentrische, gefühlskalte Person dar, die sich null um ihr Kind und das Leben ihrer Mitmenschen sorgt...doch so bin ich nicht.
Ich weiß, daß ich im Alltag sehr oft so rüberkomme und damit wäre ich bei meiner aktuellen Gefühlslage: Ja, ich bin unglücklich, frustriert und zutiefst traurig über mein Leben bzw. unser gemeinsames Zusammenleben.

Und ja, eigentlich könnte alles so schön sein: Ich habe einen Job, der mir Spaß macht, ich habe ein Dach über dem Kopf, ein gesundes Kind...aber leider einen Partner, der mich nicht liebt (sowohl physisch als auch psychisch).
Wir leben im Alltag (und auch sonst) aneinander vorbei.Es wird nicht geschmust, nicht geküsst, nicht gestreichelt (von Sex mal ganz zu schweigen), keine netten Worte miteinander gewechselt,...stattdessen herrscht hier Eiszeit...man kann die Kälte, die wir uns entegenbringen, regelrecht spüren:-(

Ich denke oft (in letzter Zeit immer häufiger) mit sehr viel Traurigkeit an unsere Anfangszeit zurück.Ich weiß nicht, wie es dir ging, aber ich war SEHR verliebt.Ich habe jede Sekunde mit dir genossen, habe mich gefreut, wenn du von der Arbeit gekommen bist, habe es genossen mit dir wegzugehen, was leckeres zu essen, Alkohol zu trinken *g* und was ich besonders mochte, waren unsere stundenlangen Gespräche über Gott und die Welt bis tief in die Nacht !! Ich habe den Sex mit dir geliebt, habe es geliebt dich zu streicheln, habe es genossen, wenn wir uns gegenseitig massiert haben, wenn wir abends GEMEINSAM ins Bett gegangen sind, uns im halbdunkeln angeschaut haben und dann Arm in Arm eingeschlafen sind.
Ich habe mich jeden Morgen gefreut, wenn du mir einen kleinen Liebesbrief im Wohnzimmer auf den Boden gelegt hast (beim Lesen hatte ich Herzklopfen).
Auch unser morgendliches Frühstück im Bett oder die Tatsache, daß wir an manchen Tagen das Bett überhaupt nicht verlassen haben...daran denke ich SEHR gerne zurück !

Ja, es klingt vielleicht wie aus einem schlechten Kitschroman, aber so habe ich unsere Anfangszeit in Erinnerung.Natürlich gab es auch da schon Höhen und Tiefen, aber die waren weniger von Bedeutung.Das Positive überwog.

Weißt du was ich an dir am meisten geschätzt habe ?! Deine Art zu reden.Man konnte mit dir wirklich über alles reden.Ich dachte immer, endlich mal jemand, der nicht so oberflächlich ist und Dinge auch mal hinterfragt.In meinem Elternhaus wurde, wie du weißt, nicht viel gesprochen...vielleicht mochte ich unsere Gespräche deshalb so gerne ?!

Ich habe mir oft gewünscht, daß man solche schönen Momente einfach einfängt, gut verschließt und bei Bedarf immer wieder rausholen kann.Naja, schön wärs..

Wenn ich die schönen "alten" Dinge jetzt mit dem vergleiche, was wir heute haben, muß ich leider feststellen, daß on alldem NICHTS übriggeblieben ist:-(
Da wirst du mir sicher Recht geben ?!

Okay, man kann nach fast zehn Jahren nicht mehr erwarten, die gleichen Gefühle wie am Anfang der Beziehung zu haben...ich glaube, da geht es vielen Paaren so.
Was man nach einigen Jahren des Zusammenlebens hat ist ja auch schön: Vertrautheit.
Man kennt den anderen mit all seinen positiven Seiten, aber natürlich auch mit all seinen Macken.Man muß sich nicht (mehr) verstellen, kann auch am Wochenende mit Jogginghose auf der Couch rumlungern:-)...kurzum: man kennt seinen Partner bis in die kleinste Körperöffnung:-)
Was ICH persönlich ja gar nicht so schlimm finde...denn dieser Zustand muß ja nicht zwangsläufig bedeuten, daß man den anderen bzw. die Beziehung "satt" hat.Mit kleinen Aufmerksamkeiten im Alltag (Briefchen, Blumen oder auch mal ein gemeinsamer Wochenendtrip in eine andere Stadt) kann man seine langjährige Beziehung pflegen.

Ein Auto pflegt man ja auch regelmäßig...warum sollte es da in einer Beziehung anders sein ?!

Du weißt, daß ich dir das immer wieder vorgeworfen habe...unsere gemeinsamen Abende sind immer gleich: du sitzt den ganzen Abend, bis tief in die Nacht, vor dem PC (was ein "zusammen ins Bett gehen" unmöglich macht), du schläfst im Schlafzimmer, ich im Wohnzimmer auf der Couch...auch den Wochenenden, wo man ja eigentlich morgens zusammen ausschlafen könnte.Du hast mir mal gesagt, daß du nicht mehr mit mir in einem Bett schlafen willst/kannst.Das hat mich sehr traurig gemacht.Ich würde gerne mal wieder mit dir zusammen, aneinander gekuschelt, einschlafen und morgens zusammen aufwachen.
Mir hat deine Aussage aber auch gezeigt, daß du dich schon sehr weit von mir entfernt hast (ich sicherlich auch von dir).Ich habe nie von dir gehört, was du dir für uns wünscht...was du gerne mal wieder hättest...schöne Dinge, die früher selbstverständlich waren:-(

Ja, ich weiß...es ist viel Scheisse passiert...ICH habe viel Mist gebaut...aber ich werde hier jetzt nicht auf einzelen Dinge eingehen...wenn du das wünscht, dann sag es..
Und ich weiß auch, daß das Geschehene mich als deine Partnerin nicht gerade in einem guten Licht dastehen läßt und es dir somit schwerfällt, mir das zu geben, was ich mir wünsche bzw. was in einer funktionierende Partnerschaft eigentlich "normal" sein sollte: Liebe, Nähe, Respekt, Vertrauen, Interesse für sein Gegenüber und (wie sollte es anders sein) natürlich auch Sex.
Du hast immer gesagt, wenn ich derartiges von dir haben möchte, dann solle ich mich auch so verhalten...da gebe ich dir Recht...ich verhalte mich leider oft anders.Das Ganze ist wie ein Kreislauf: ich verhalte mich "normal", doch von dir kommt nichts...keine Aufmerksamkeit, keine Nähe...nichts...ich bin daraufhin frustriert/schlecht drauf...wir kriegen Zoff..und der ganze Scheiss geht wieder von vorne los ! es ist zum kotzen !

Wie stellst du dir eine gute Partnerschaft vor ? Was erwartest du von dem anderen ? Und was bist du bereit zu geben ?
Bist du bereit Abende auch mal gemeinsam mit deinem Partner zu verbringen, mit ihm zusammen einzuschlafen ? (ohne abendliche Computer-Sessions) Bist du bereit die Beziehung wieder "aufleben" zu lassen ? Auch wenn du dafür was tun musst ?! Bist du bereit mich nicht immer als "Buh-Mann" zu sehen, sondern auch mal nach eigenen Fehlern zu suchen ?
All dies natürlich nur unter der Voraussetzung, daß dein Gegenüber mitzieht und ich entsprechend verhält ?

Ich weiß deine Antwort nicht, aber ich kann sie erahnen.Du wirst die Fragen mit einem großen ABER beantworten:-(

Man kann mich wirklich für vieles verantwortlich machen (und das meine ich ernst), aber wenn ein ständiges Rumgehacke der Dauerzustand ist, dann ist das nur schwer zu ertragen und macht mein Selbstbewußtsein noch mehr kaputt.
Zumal ich das ja nicht nur in unserer Beziehung erlebe, sondern auch als Dauerzustand aus meiner Kindheit und Jugend kenne.Und nein, ich will damit nichts entschuldigen.

Ich finde es auch schade, daß unsere Gespräche (die Wenigen, die wir noch haben) mehr und mehr oberflächlich sind.Ich habe das Gefühl, du läßt mich nicht an dich ran...manchmal stelle ich fest, daß du mir ja nun wahrlich nicht fremd bist (als Person), aber deine Gefühlswelt, deine Gedanken kenne ich fast gar nicht....du läßt mich nicht dran teilhaben.
Früher war das anders.
Ich würde dir gerne wieder näher kommen.

Du behauptest immer, ich bin kein Mensch, der gerne kuschelt und deshalb hälst du dich mit deinen Berührungen zurück (weil ja nichts von mir kommt)....das stimmt nur bedingt: es gibt Momente, da kann ich keine Berührungen ertragen...empfinde sie fast schon als unangenehm, auf der anderen Seite sehne ich mich aber auch oft danach von dir gestreichelt, beschmust zu werden und ich mag es dann auch dich zu berühren (sehr gerne sogar).Es kommt ja hin und wieder auch mal vor, daß wir so miteinander umgehen...aber eben sehr selten.ZU selten für eine Beziehung.
Oder was meinst du ?

Grundsätzlich, und da wirst du mir sicherlich nicht widersprechen, kann man nur schwer mit mir umgehen oder gar zusammenleben.Wer sollte das besser wissen als ich ?
Mich selbst zu ertragen, fällt mir sehr oft wahnsinnig schwer....wie schwer es dann erst für andere sein muß, kann ich mir vorstellen.
Ich weiß nicht, woran es liegt...oft komme ich mir ungerecht behandelt vor, werde links liegengelassen...bin halt ein Mensch, der eh an allem Schuld ist.
Mit diesen Gedanken muß ich dann umgehen...was natürlich nicht einfach ist, wenn dein Selbstwertgefühl eh schon im Arsch ist.
Hinzukommt, daß ich meine Gefühle/Emotionen oft nur schwer kontrollieren kann (wem sag ich das ?!)...was macht man, wenn man voller (Selbst)-Hass ist, eine unerträgliche Wut verspürt, verärgert und frustriert ist oder einfach nur traurig ? Klar, man läßt es anderen aus...das ist NICHT okay, aber erstmal natürlich der einfachste Weg...danach bleibt aber noch genug übrig, mit dem man selbst fertig werden muß.Verdrängen ist auch hier erstmal gut, aber irgendwann kommt die Erkenntnis, daß man sich mit dem einen oder anderen auseinander setzen MUß ! Und das ist nicht einfach !

Ich denke, daß ich den letzten Jahren schon etwas mehr an Gelassenheit gewonnen habe, aber "normal" bin ich dewegen noch lange nicht.Und werde es wahrscheinlich auch nie sein.
Letztlich wußtest du also worauf du dich damals eingelassen hast ?! Daß ich nicht "normal" und einfach bin.
Natürlich hat mein Leben mehr Stabilität als noch vor wenigen Jahren, aber "düstere Momente" sind deshalb nicht weniger geworden.

Was glaubst du, wie oft ich bei einer einfahrenden S- oder U-Bahn denke "so...und jetzt einfach auf die Gleise springen und alles ist vobei".Ich weiß nicht, warum ich diese Gedanken (immer noch) habe...aber sie sind nach wie vor da.Natürlich nicht mehr in dem Ausmaß wie früher.
Manchmal reicht ein Blick aus dem Fenster und ich frage mich "warum tue ich mir das Leben eigentlich an ?" oder die Frage "was kommt danach ?"
Oft kann ich mir nur schwer motivieren dem Leben was positives abzugewinnen...einen Sinn oder Inhalt zu finden..
Ja, ich habe einen Job...und der macht mir auch Spaß...aber der Arbeit steht eine kaputte Beziehung, düstere Gedanken und die Erkenntnis eigentlich niemanden zu haben gegenüber...da überwiegt halt das Negative.

Sicherlich war es naiv zu glauben, daß man mit einem geregelten Tagesablauf (den ich ja früher nicht hatte) an "Beständigkeit" gewinnt und zu einem "normalen" Leben imstande ist (fern von Depris und Co.)...diese Erkenntnis habe ich jetzt.

Komisch...das hier alles zu schreiben, fällt mir nicht wirklich schwer...ist ja quasi nur auf Papier...aber dir sowas ins Gesicht zu sagen...unmöglich...
Schade, denn eigentlich sollte es doch anders sein..

Ich weiß, daß das Thema Sex sicherlich nicht die Hauptrolle spielt, aber es ist halt einer von vielen Punkten, die bei uns nicht funktionieren.Und das macht mich nicht weniger frustriert.
Du hast gesagt, daß unser Sexleben für dich langweilig geworden ist...immer das Gleiche, du hast dich "sattgesehen", ich habe an Attraktivität verloren...das alles verletzt mich sehr und macht mich traurig.
Okay, wir sind seit zehn Jahren zusammen, aber andere haben nach zwanzig Jahren noch (guten) Sex und die Dauer einer Beziehung muß doch nicht zwangsläufig zu schlechtem oder gar keinem Sex mehr führen ?! Natürlich poppt man nciht mehr so oft wie zu Anfang der Beziehung, aber man muß doch nicht gleich auf null runterfahren.

Weißt du, ich bin jung, gesund und liebe Sex...warum sollte ich darauf verzichten ?! (du hattest mal vorgeschlagen, eine Beziehung ohne Sex zu führen...für MICH unvorstellbar)
Ich denke mir, die Zeit in der ich auf Sex verzichten kann oder es gesundheitlich sogar muß, kommt noch früh genug.
Du hast alles erlebt (deine Worte)...ich aber leider noch nícht und ich möchte eigentlich noch ein bißchen ausprobieren (wenn du verstehst..).Ich weiß, daß der Sex bei uns in den letzten jahren immer gleich abgelaufen ist (gleiche Stellung, gleicher Ort)...aber das muß ja nicht so sein (wobei, du mir immer gesagt hast, daß du unser Sexleben nicht langweilig findest...war das also gelogen ?)...im Gegenteil...lass mich doch von deiner Erfahrung profitieren...und ich glaube, daß wir beide eine sehr gute Phantasie haben:-)
Klar, mit Kind und Fulltime-Job nicht immer einfach...und ich gehöre weiß gott auch nicht zu den Menschen, die täglich vö**** müssen, aber wenn beide versuchen wieder mehr Abwechslung mit ins Liebesleben zu bringen, dann ist das doch für beide befriedigend und gut für die Seele und zwischenmenschliche Beziehung

Allerdings hast du mich mit deinem Satz, daß du deine Frau sexuell nicht mehr so attraktiv findest, wirklich hart getroffen.Denn ich kann das von mir nicht behaupten...ich finde dich durchaus noch sexuell attraktiv !
Auch wenn´s nervt würde ich gerne wissen, was genau du mit dem Satz meinst !? Man kann ja an seiner Optik arbeiten...klar ich bin keine 19 mehr und wiege auch keine 50kg, zudem kann ich leider nicht mit langen blonden Haaren und Doppel D glänzen...aber ein bißchen was kann man immer aus sich rausholen.
Ich kenne dich...wenn du schon so weit gehst zu sagen, daß ich dich sexuell nicht mehr anturne, dann steckt da auch mehr dahinter...ich fände es nur fair, wenn du mir das dann auch sagst und dich nicht darüber ausschweigst und mich mit Sätzen wie "das war einzig auf unsere beschissene Beziehung bezogen" abspeist..(du hattest das klar als dritten Grund für deine Unlust angegeben)

Eigentlich wollte ich nicht so detailliert auf den Sex eingehen, aber letztlich brennt mir das naürlich auch auf der Seele...

Wenn du mich jetzt nach Lösungsansätzen fragst, muß ich dir leider sagen, daß ich momentan keine wirklich guten weiß...
Einfach gesagt: lass uns den "Rest-Knopf" drücken und von vorne anfangen.Oder lass uns gemeinsam die Scheisse aufarbeiten...wegen meiner auch mit Hilfe eines Therapeuten...irgendwie sowas...
Was ich aber weiß: ich möchte, wie viele andere Menschen auch, eine schöne, harmonische Partnerschaft...einen Menschen, der mich liebt und den ich liebe ....aber manchmal frage ich mich, ob ich dafür überhaupt geschaffen bin...es soll ja Menschen geben, die nicht fähig sind eine Beziehung zu führen...




P.S. Irgendjemand hatte hier geschrieben, daß ich mein Kind nicht lieben würde....dazu möchte ich nur sagen, daß das TOTALER Schwachsinn ist !! Ich liebe mein Kind...ich kann es leider nur nicht wirklich (oft) zeigen...
Aber als Mutter, der ihr Kind vollkommen egal ist, lasse ich mich hier nicht hinstellen.

huhngesicht ( gelöscht )
Beiträge:

09.01.2011 23:23
#16 RE: Sexuelle Probs (sorry, lang) antworten

Hallo Frau,
vorweg, es ist fuer mich einmalig, dass man in einem Problemfall wirklich mal beide Seiten lesen darf. Und ich fasse die Bilder mal zusammen, damit wir herausfinden koennen, was denn nun der relativ objektiven Wahrheit entspricht.

Mik:"Meine Frau ist psychisch krank (Borderline-Syndrom). Unausstehlich nervig in der Beziehung und grundsaetzlich, meist lieblos dem Kind gegenueber, boesartig egoistisch die Mutter ausnutzend, suizidgefaehrdet (bereits nicht nachvollziehbar Suizidversuche hinter sich). Wuerde im Falle einer Trennung sofort auf das Kind verzichten. Beim Sex uebertrieben fordernd. Ich verdiene gut, kuemmere mich im Haushalt praktisch um alles, habe mehrfach die Beziehung beendet (weil siehe oben), aber aufgrund Ruecksicht an dieser festgehalten. Weiss nicht, was ich noch tun soll".

Frau:"Wir haben relativ undramatisch Beziehungsprobleme, wie man sie nach zehn Jahren auch erwarten wuerde. Der Mann ist weniger aufmerksam und gelangweilt besonders auch beim Sex. Mit Kind usw kann man nicht mehr so entspannt, wie und wo man gerade Lust hat. Ich werde vernachlaessigt und fuehle mich deswegen frustriert. Und ja, meine Vergangenheit und Kindheit war schwierig, weswegen ich meine Gefuehle nicht immer so zeigen kann und auch oft deswegen unleidlich bin. Das waere aber alles besser, wenn Mik wieder wie frueher aufmerksamer waere und mich zB nicht verletzen wuerde, weil er mich nicht mehr sexuell so anziehend findet. Aber ich liebe mein Kind und meinen Mann auch, waere er nur ein bisschen aufmerksam liebevoller, waere alles viel besser."

Das beschreibt nicht mal annaehernd die gleiche relativ objektive Realitaet. Dazwischen liegen Welten. Beides klingt glaubhaft, Miks Schilderungen haben den Vorteil (er hat ja auch viel mehr schreiben koennen), dass sie nicht relativierbare Fakten beinhalten (wenn sie genauso zutreffend sind).

Also was?

Huhngesicht

Mik Angelo ( gelöscht )
Beiträge:

10.01.2011 00:47
#17 RE: Sexuelle Probs (sorry, lang) antworten

Zitat
Gepostet von huhngesicht
[... ]damit wir herausfinden koennen, was denn nun der relativ objektiven Wahrheit entspricht. [...]



Hallo Huhngesicht.

Die "nackten Fakten" kommen größtenteils von mir - und die werden von meiner Frau in der Summe nicht bestritten. Ansonsten hat jeder von uns versucht, seine Gefühlswelt zu beschreiben - und die ist nun mal sehr unterschiedlich. Insofern kann ich Dein Posting nicht ganz verstehen.

Ich finde auch die "Resümees", die Du gezogen hast, also die beiden "Zusammenfassungen", nicht ganz treffend.

Ich bin der Auffassung, dass hier nicht die "relativ objektive Wahrheit" im Vordergrund steht. Wie gesagt, gibt es "Fakten", an denen läßt sich kaum rütteln. Alles darüberhinaus ist aber äußerst subjektiv, wie man sieht. ;-)


Hallo Frau.

Danke, dass Du geantwortet hast! Rechne ich Dir hoch an!
Ich antworte, allerdings nicht mehr heute, bin zu müde und brauch mehr Zeit dazu. Ich mach das, sobald ich dazu komme.

Mic

huhngesicht ( gelöscht )
Beiträge:

10.01.2011 01:06
#18 RE: Sexuelle Probs (sorry, lang) antworten

Hallo Mik,

Die "nackten Fakten" kommen größtenteils von mir - und die werden von meiner Frau in der Summe nicht bestritten. Ansonsten hat jeder von uns versucht, seine Gefühlswelt zu beschreiben - und die ist nun mal sehr unterschiedlich. Insofern kann ich Dein Posting nicht ganz verstehen.

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Eine Gefuehlswelt ist immer relativ beliebig. Deshalb tauschen wir uns doch problemloesungsorientiert aus. Ich kann auch Dir und Deiner Frau einfach zustimmen. Waere damit etwas gewonnen?
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Ich finde auch die "Resümees", die Du gezogen hast, also die beiden "Zusammenfassungen", nicht ganz treffend.

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Das ist selbstverstaendlich nur ungefaehr. Sollte es Euch nun gluecklich zusammenschweissen, weil in dem Bewusstsein um nur relative Richtigkeit meiner Resumees Ihr zusammenfindet und besseren Sex habt, waere ich ausschliesslich erfreut ;-)
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Ich bin der Auffassung, dass hier nicht die "relativ objektive Wahrheit" im Vordergrund steht. Wie gesagt, gibt es "Fakten", an denen läßt sich kaum rütteln. Alles darüberhinaus ist aber äußerst subjektiv, wie man sieht. ;-)

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Aber nein, bist Du bloed? Wenn die relativ objektive Wahrheit nicht auf den Tisch kommt, eiert ihr bis zum St Nimmerleins Tag rum. Ich habe Deine Frau ja nun gelesen. Sollte sie krank sein, was aus ihrer Antwort ueberhaupt nicht hervorgeht, dann ist sie intellektuell und grundsaetzlich auf einem Niveau, welches jenseits der relativen Objektivitaet unanfechtbar ist.
Dann sage ich zu Euch beiden:" Ja, Du hast recht". Damit koennt Ihr dann gluecklich werden oder auch nicht. Ich bin richtig gespannt, was Maja darueber denkt.

Huhngesicht

Maja Offline



Beiträge: 1.223

11.01.2011 20:19
#19 RE: Sexuelle Probs (sorry, lang) antworten

Hallo Huhngesicht,

das gab es tatsächlich noch nie (jedenfalls HIER nicht), dass man beide Seiten anhören können.

In deiner Einschätzung von oben gebe ich dir recht, ich sehe es genau so. Dass aber Miks Frau intellektuell hoch angesiedelt ist, schützt sie leider nicht davon, dass sie ernsthafte Probleme mit sich und mit ihrer Umwelt hat. Das heißt nicht, dass sie 'bekloppt' ist, sondern dass sie mit Einigen in ihrem Leben nicht klar kommt - und DAS hat nichts mit Intelligenz oder intellektuellen Stand zu tun - das kann jeden treffen.

Allerdings können wir nur Anregungen und Laienmeinung abgeben, echte Hilfe sollte von einem Fachmann kommen, der sich mit der Materie gut auskennt und der die beiden eine ganze Weile unterstützend begleitet.

Hallo Miks Frau,

es tut mir sehr leid, dass du auf diese Weise erfahren musstest, was deinem Mann Kummer bereitet. Aber da dran siehst du ja auch, wie sehr er verzweifelt ist und wie viel Sorgen er sich um dich, euren Sohn und um den Familienerhalt macht.

Ich war das, die gesagt hat, dass dir nichts an deinem Sohn liegt. SO sieht es aus - für die Außenstehende. Du weißt ja selbst, dass man Vieles sagen kann, aber was zählt sind es die Taten. Und wenn du auch weißt, dass du ein Problem hast mit 'Gefühle zeigen' und Nähe und Geborgenheit geben (insbesondere deinem Sohn gegenüber!), dann bist du auch in der Lage zu erkennen, dass du professionelle Hilfe brauchst. Was du glücklicherweise auch getan hast.

Ich denke, wenn du dich so um deinen Sohn bemühen würdest, wie du auf deine körperliche und emotionale Bedürfnisse bei deinem Mann pochst (bei dem du immerhin dafür offen und bereit bist), dann würdest du deinem Sohn das Leben viel schöner und einfacher machen. Du siehst selbst, wie schmerzvoll das ist, wenn man sich ungeliebt fühlt. Und dabei sind auch die langfristigen Auswirkungen, die deinen Sohn erst in seinem erwachsenen Leben zu schaffen machen würden, nicht zu vergessen.

Und ich hoffe, du verstehst das nicht als Angriff, sondern als Augenöffner, denn SO ist es gemeint.

Mik schrieb, dass du bisher nur unfähige Therapeuten hattest, die dir persönlich nichts brachten.

Borderline als Diagnose ist eine ernste Sache und zieht eine Menge Probleme im Leben der Betroffenen und den Angehörigen an sich.

Fakt ist: es gibt auch fähige Therapeuten, die dir helfen können. Wichtig ist, dass du die Hilfe annimmst und willst, sonst hat das Ganze kein Sinn.

Als Anlauf empfehle ich dir eine Seite für Betroffenen, vielleicht findest du dort eine gute Adresse, die dir und euch den Weg aus dem Schlamassel leichter macht.

http://www.borderline-plattform.de/

Wenn du möchtest, kann ich auch in meinem (mittlerweile recht umfangreichen) Archiv nach Adressen schauen, wenn du mir die nächstgelegene Stadt nennst (gerne per Mail - aus Diskretionsgründen -> siehe Menüpunkt "e-mail an admin").

Was aus euch und eure Familie wird, hängt von beiden ab. Weil du immer wieder Suzidgedanken hast, ist Eile geboten. Bitte, such dir schnellstmöglich Hilfe. Wenn nicht dir, dann doch deinem Kind zu Liebe!

Ich wünsche Euch viel Kraft, Glück und natürlich auch viel Erfolg bei allem was ihr tut.

Gruß
Maja

huhngesicht ( gelöscht )
Beiträge:

11.01.2011 21:24
#20 RE: Sexuelle Probs (sorry, lang) antworten

Hallo Maja,

das gab es tatsächlich noch nie (jedenfalls HIER nicht), dass man beide Seiten anhören können.

In deiner Einschätzung von oben gebe ich dir recht, ich sehe es genau so. Dass aber Miks Frau intellektuell hoch angesiedelt ist, schützt sie leider nicht davon, dass sie ernsthafte Probleme mit sich und mit ihrer Umwelt hat.

###
Ich war bei meiner Antwort etwas gestresst und unter Zeitdruck. Ich muss mich entschuldigen, dass sie ungenau und auch ein wenig forsch war.
Ich meinte auch gerade das Gegenteil, dass ein relativ hohes intellektuelles Potenzial das Problem verschaerfen kann.
###

Das heißt nicht, dass sie 'bekloppt' ist, sondern dass sie mit Einigen in ihrem Leben nicht klar kommt - und DAS hat nichts mit Intelligenz oder intellektuellen Stand zu tun - das kann jeden treffen.

###
Selbstverstaendlich. Intelligenz kann aber dazu benutzt werden, sich selbst und das Umfeld durch Argumente und Erklaerungen zu taeuschen.
###

Allerdings können wir nur Anregungen und Laienmeinung abgeben, echte Hilfe sollte von einem Fachmann kommen, der sich mit der Materie gut auskennt und der die beiden eine ganze Weile unterstützend begleitet.

###
Das wollte ich auch noch einmal besonders herausstellen.

Huhngesicht

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