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Dieses Thema hat 19 Antworten
und wurde 584 mal aufgerufen
 Psychotanten - Eingang zum Forum
emilia ( gelöscht )
Beiträge:

10.04.2010 11:16
RE: die welt allgemein und immer ich im speziellen antworten

guten tag,

ich habe ein problem. obwohl ich mir nicht mehr ganz sicher bin, ob es mein problem, oder doch das problem der welt ist. folgendes:

ich war mal psychisch schwer krank, bin mittlerweile wieder arbeitsfähig und habe eine, schon länger andauernde beziehung. ich bin auch sehr glücklich mit meinem leben, nur war ich es gewohnt, dass ich mein eher sparsames soziales umfeld mir selbst in die schuhe schiebe. schliesslich bin ich die verrückte, asoziale, et.c.

aber nun lese ich schon eines ums andere arno gruen buch, gehe fleissig in die therapie und komme immer mehr zu dem schluß, dass ich gar nicht das grobe problem bin!

ich spiele halt einfach nicht mit. das spiel um macht und falsche liebe, das so verbreitet ist. schliesslich geht der mensch mit den ressourcen der welt nicht gerade nett um, um es vorsichtig zu formulieren. auch habe ich den eindruck, dass die, die rücksichtslos ihre eigenen vorteile verfolgen, damit am besten durchkommen. die, die sozial verantwortungsvoll agieren, kriegen noch eine am deckel.

meine frage ist jetzt, ob ich wohl falsch liege, mit solchen gedanken. ich weiß schon, das internetz ist nicht unbedingt der richtige ort für solcherart erläuterungen, fehlt doch das wichtigste soziale element völlig. aber es mangelt mir an freunden, irgendwie kann ich der theorie viel abgewinnen, dass ich mein umfeld an das eigene innere opfer erinnere, das sie verdrängt haben. und ihnen damit unangenehm bin.

ich existiere und funktioniere nämlich nicht, ich lebe. ich dusche kalt und bin von einer depression oder psychose gottseidank weit entfernt. aber ich frage mich, was ich tun kann.

ist das zu verschwurbelt? naja, wie auch immer. mache ich halt weiter, mit dem leben. es ist ja wirklich ganz schön. und einsamkeit so gesehen vielleicht auch ein privileg.

habe die ehre,

emilia

armerIrrer ( gelöscht )
Beiträge:

12.04.2010 09:11
#2 RE: die welt allgemein und immer ich im speziellen antworten

Was du tun kannst?

Ganz einfach: Lebe so, wie du es für richtig hälst, und so, wie es dir gut tut.

Aussagen wie "die Welt ist schlecht" oder "die Menschen sind schlecht" liegen einem zwar schnell auf der Zunge, wenn man mit offenen Augen durch den Tag geht, aber letztlich ist doch alles nur eine Frage des Standpunktes und der Sichtweise.

Überleben, Entwicklung und Fortschritt hängen nun mal nach wie vor eng mit Anpassung und Konkurrenzkampf zusammen. Das gilt für die Bakterien in der Schlammpfütze im Stadtpark genauso wie für die Aktientrader an der Börse zwei Blocks weiter, und für alles und jeden dazwischen. Auch im großen Maßstab, Mensch und (Um-)Welt. Leider ist der Mensch, bei all seiner Intelligenz, zu primitiv, um die Folgen seines Handelns rechtzeitig abschätzen zu können...

Die Frage, die sich dem Einzelnen letztlich stellt ist doch: Wie weit will ich an diesem Reigen teilnehmen und teilhaben?

Wenn mir der Gedanke gefällt, etwas zur Entwicklung der Menschheit, zum Schutz der Welt als solcher, zur Verbesserung der Gesellschaft, oder auch zum Ende des menschlichen Diktats auf der Erde, beitragen zu können, wenn ich mich gut fühle, meine Energie in diese Aufgabe zu stecken, dann habe ich meinen persönlichen "Lebenssinn" gefunden.

Wenn mir das alles zuviel ist, und ich zufrieden bin, wenn ich im Vorgarten meine Thujas und Koniferen zurechtschneiden kann und Samstag mein Auto polieren kann, dann ist das nicht verwerflich.

Wer hat das Recht, "gut" und "schlecht" zu definieren, "wertvoll" und "wertlos", "erstrebenswert" oder "verachtungswürdig"?

Für dein Leben hat niemand dieses Recht ausser du allein, und du hast für niemands Leben dieses Recht ausser für dein eigenes.


Ich selbst versuche, die Welt zu akzeptieren wie sie ist, versuche, für mein empfinden "gut" zu leben ohne dadurch Schaden anzurichten und versuche damit auch die "Weltverbesserung im Kleinen".

Vieles, was da draussen abläuft, finde ich nicht gut. Aber es geschieht trotzdem, weil irgendjemand einen Grund hat, es "gut zu finden". Vielleicht, weil er anders denkt als ich, oder auch nur, weil ich garnicht alle Fakten kenne und unter Umständen dann auch anders denken würde.

Es wird kein Superman kommen und das alles umkrempeln, es wird niemand kommen und "die Welt retten", "das Böse vertreiben" oder sowas in der Art.
Trotzdem glaube ich, dass es "besser" werden kann, wenn wir alle einfach ein wenig mehr auf das achten, was wir selbst tun, als auf das, was "die anderen" veranstalten.

Idealistische Träumerei? Vielleicht. Ich darf das, für mein Leben, in "meiner" Welt.

Gibt es eine Alternative? Bestimmt. In deinem Leben, in "deiner" Welt.

emilia ( gelöscht )
Beiträge:

15.04.2010 09:39
#3 RE: die welt allgemein und immer ich im speziellen antworten

vielen dank für die antwort.

ich weiß auch nicht, was mir eingefallen ist, meinen frust hier abzuladen. weil es tatsächlich ein gutes leben ist, das ich lebe - für manche mag es fad aussehen, für mich ist es nach all dem streß hervorragend geeignet.

ich sehe das die meiste zeit genauso: wer die welt verändern will, muß sich selbst verändern. weil wenn jeder veratnwortung übernimmt, dann gibt es bald keinen mehr, der anderen die schuld in die schuhe schiebt oder sein handeln unhinterfragt läßt. aber was ist mit den menschen, die gefählich sind für eine gesellschaft? die, was weiß ich, ein beispiel, faschistisches gedankengut vor sich hertragen, das nur mehr die auslöschung äußerer feindbilder zum ziele hat?

ich habe gelesen, dass man denen mit bestimmtheit und klarem NEIN begegnen soll. ich muß zugeben, das funktioniert in meiner kleinen welt auch gut, wenn ich mich abgrenze, bekomme ich plötzlich respekt, obwohl ich das gegenteil erwartet hatte. aber das ewige 'aus dem eigenen herzen eine mördergrube machen' bringt einen um den verstand. auf dauer.

aber was ist, wenn mir wer gewaltätig kommt? meine familie oder meine lieben bedroht? wie soll oder muß ich dann reagieren?

die welt, finde ich, bewegt sich auf abgründe zu und ich weiß nicht, wozu ein artensterben gut sein soll? wozu ist der hunger der welt gut? sind die armen selbst verantwortlich, dass sie nicht mehr aus ihrem leben machen? das halte ich für einen gefährlichen mythos. ich bin auch arm wie eine kirchenmaus, obowhl ich viel arbeite. aber stattdessen faul daheim liegen, das würde ich nicht verkraften. die welt läuft doch völlig schief zur zeit! manche scheffeln milliarden während 3000 menschen pro tag verhungern. (die zahl stammt von 1999, keine ahung wie hoch sie heute ist) aber es reicht ja, wenn einer verhungert während der andere austern schlüft! das ist schon zuviel!

aber ja, ich muß mich selbst bei der nase nehmen. nicht verschwenderisch leben, sorgsam umgehen mit mir und den mir vertrauten, ach, langer rede kurzer sinn:

wenn schon nicht der eine kommt uns zu retten, wie außer bei der selbst-bewußtheit kann ich etwas beitragen? ich finde einfach keine gruppe, keine idee, die ich unterstützen kann. ich finde nichts! alles sind nur neue dogmen, eitelkeiten und falsche motive.

es tut mir leid, das ist eine beleidigung.aber ich halte einfach nichts von revolution um eine neue unterdrückerklasse aufzubauen. es müßte doch irgendetwas neues geben können, die demokratie ist ja auch nicht vom himmel gefallen, die hat sich doch auch wer ausgedacht.

argh. ich nerve mich selbst schon wieder, darum lasse ich das jetzt bleiben, vielen dank nochmal für die anregungen, ich werde einfach dranbleiben am 'ich -verändere - mich - selbst - zum guten' - da hab ich eh noch viel vor mir.

lieben gruß
emilia

Gast ( gelöscht )
Beiträge:

15.04.2010 15:19
#4 RE: die welt allgemein und immer ich im speziellen antworten

Zitat
Gepostet von emilia
vielen dank für die antwort.

ich weiß auch nicht, was mir eingefallen ist, meinen frust hier abzuladen. weil es tatsächlich ein gutes leben ist, das ich lebe - für manche mag es fad aussehen, für mich ist es nach all dem streß hervorragend geeignet.

ich sehe das die meiste zeit genauso: wer die welt verändern will, muß sich selbst verändern. weil wenn jeder veratnwortung übernimmt, dann gibt es bald keinen mehr, der anderen die schuld in die schuhe schiebt oder sein handeln unhinterfragt läßt.



Das ist leider ein sehr idealistisches Bild, das, wie ich befürchte, auch in Zukunft nicht umzusetzen sein wird.

Dennoch: Sind es nicht unsere Ideale, die uns zum weitermachen motivieren?



Zitat

aber was ist mit den menschen, die gefährlich sind für eine gesellschaft? die, was weiß ich, ein beispiel, faschistisches gedankengut vor sich hertragen, das nur mehr die auslöschung äußerer feindbilder zum ziele hat?



Wer definiert denn, wann eine Gesellschaft gefährdet wird? Und wer legt denn fest, wie die "ideale" Gesellschaft aussieht? Die Gruppe selbst? Die Herrscherkaste? Der Despot?

So lange es auf der Welt kein einheitliches und einvernehmliches Bild einer "optimalen" Gesellschaftsstruktur gibt, ist es doch nur eine Frage des Standpunkts, wer für die "bessere" Gesellschaft kämpft.

Zitat

ich habe gelesen, dass man denen mit bestimmtheit und klarem NEIN begegnen soll.



OK, du hast gelesen, dass IRGENDWER geschrieben hat, wie man sich DENEN gegenüber verhalten SOLL.

Aber was weisst du über diesen IRGENDWER und seine Intensionen? Was denkst du selbst denn von DENEN und warum?

Bist du Herdentier oder Individuum? Möchtest du denken, leben und handeln wie du SOLLST, oder wie du aufgrund deiner eigenen Erfahrungen und Einschätzungen WILLST?

Zitat

ich muß zugeben, das funktioniert in meiner kleinen welt auch gut, wenn ich mich abgrenze, bekomme ich plötzlich respekt, obwohl ich das gegenteil erwartet hatte.



Eine gute und sehr wichtige Erfahrung, oder?

Zitat

aber das ewige 'aus dem eigenen herzen eine mördergrube machen' bringt einen um den verstand. auf dauer.



Man sollte an die Welt nur Maßstäbe anlegen, die man selbst erfüllen kann.

Zitat

aber was ist, wenn mir wer gewaltätig kommt? meine familie oder meine lieben bedroht? wie soll oder muß ich dann reagieren?



So, wie es nach deiner Überzeugung und deinen Maßstäben "richtig" und "angemessen" ist. Hilfe suchen, wegrennen, es ertragen oder selbst aktiv werden wären schon mal vier Alternativen. Kannst du auch die Konsequenzen deiner Reaktion tragen?

Zitat

die welt, finde ich, bewegt sich auf abgründe zu und ich weiß nicht, wozu ein artensterben gut sein soll? wozu ist der hunger der welt gut? sind die armen selbst verantwortlich, dass sie nicht mehr aus ihrem leben machen? das halte ich für einen gefährlichen mythos. ich bin auch arm wie eine kirchenmaus, obowhl ich viel arbeite. aber stattdessen faul daheim liegen, das würde ich nicht verkraften. die welt läuft doch völlig schief zur zeit! manche scheffeln milliarden während 3000 menschen pro tag verhungern. (die zahl stammt von 1999, keine ahung wie hoch sie heute ist) aber es reicht ja, wenn einer verhungert während der andere austern schlüft! das ist schon zuviel!



Ist Artensterben für etwas gut?
Wozu ist der Hunger gut?

Muss die Frage nicht lauten: Warum gibt es das alles?

Ist es "natürliche" Auslese? Die Dinosaurier sind auch ausgestorben, weil sich ihre Lebensumstände schneller geändert haben, als sie sich anpassen konnten.

Der Mensch ändert seine Lebensumstände selbst, ändert die ganze Welt. Und anpassen kann er sich wohl nicht. Also wird ihn die Natur "aussortieren", was sie ja schon seit geraumer Zeit versucht. Die Krankheit Mensch wehrt sich aber beständig...

Auch wenns nix hilft: Wusstest du, dass die Versorgung aller Menschen mit Trinkwasser ein technisch wie kommerziell absolut überschaubares und damit lösbares Problem ist? Es scheitert einzig an fehlenden wirtschaftlichen Interessen...


Zitat

aber ja, ich muß mich selbst bei der nase nehmen. nicht verschwenderisch leben, sorgsam umgehen mit mir und den mir vertrauten,
[/qoute]

Wenn das der Weg ist, der deiner Überzeugung entspricht, dann ist es der richtige für dich.


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ach, langer rede kurzer sinn:
wenn schon nicht der eine kommt uns zu retten, wie außer bei der selbst-bewußtheit kann ich etwas beitragen?
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Hast du dich mal gefragt, ob du faktisch überhaupt etwas beitragen kannst, oder ob es vielleicht nur ein dem Menschen eigener Egoismus ist, unbedingt etwas "beitragen", etwas verändern zu müssen? Ist das nicht anmaßend gegenüber der Natur, der Schöpfung, dem Kosmos? (welcher Begriff davon auch immer sich am ehesten mit deinem Weltbild decken mag...)

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ich finde einfach keine gruppe, keine idee, die ich unterstützen kann. ich finde nichts! alles sind nur neue dogmen, eitelkeiten und falsche motive.
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Das ist der Grund, warum ich mich bisher keiner Gruppe angeschlossen habe. Wenn deine Ideale sich nicht 100% mit denen der Gruppe decken, wirst du deine Ideale in dieser Gruppe nicht verwirklichen können.


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es tut mir leid, das ist eine beleidigung.aber ich halte einfach nichts von revolution um eine neue unterdrückerklasse aufzubauen. es müßte doch irgendetwas neues geben können, die demokratie ist ja auch nicht vom himmel gefallen, die hat sich doch auch wer ausgedacht.
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Muss eine Revolution gewaltsam sein? Muss sie unterdrücken?

Was ist mit der Revolution in deinem Kopf? Niederreißen von Voruteilen und fremden Meinungen, neue Gedanken braucht das Land...?



Demokratie ist kein Allheilmittel, sie funktioniert nicht von allein. Und sie ist die akzeptierte Unterdrückung von Minderheiten durch die Mehrheit.



[qoute]
argh. ich nerve mich selbst schon wieder, darum lasse ich das jetzt bleiben, vielen dank nochmal für die anregungen, ich werde einfach dranbleiben am 'ich -verändere - mich - selbst - zum guten' - da hab ich eh noch viel vor mir.



Das ist doch mal ein Vorsatz... vorausgesetzt, du hast für dich selbst klargestellt, was "gut" ist...

jo ( gelöscht )
Beiträge:

10.05.2010 11:55
#5 RE: die welt allgemein und immer ich im speziellen antworten

Zitat
Gepostet von emilia
vielen dank für die antwort.

ich weiß auch nicht, was mir eingefallen ist, meinen frust hier abzuladen. weil es tatsächlich ein gutes leben ist, das ich lebe - für manche mag es fad aussehen, für mich ist es nach all dem streß hervorragend geeignet.

ich sehe das die meiste zeit genauso: wer die welt verändern will, muß sich selbst verändern. weil wenn jeder veratnwortung übernimmt, dann gibt es bald keinen mehr, der anderen die schuld in die schuhe schiebt oder sein handeln unhinterfragt läßt. aber was ist mit den menschen, die gefählich sind für eine gesellschaft? die, was weiß ich, ein beispiel, faschistisches gedankengut vor sich hertragen, das nur mehr die auslöschung äußerer feindbilder zum ziele hat?

ich habe gelesen, dass man denen mit bestimmtheit und klarem NEIN begegnen soll. ich muß zugeben, das funktioniert in meiner kleinen welt auch gut, wenn ich mich abgrenze, bekomme ich plötzlich respekt, obwohl ich das gegenteil erwartet hatte. aber das ewige 'aus dem eigenen herzen eine mördergrube machen' bringt einen um den verstand. auf dauer.

aber was ist, wenn mir wer gewaltätig kommt? meine familie oder meine lieben bedroht? wie soll oder muß ich dann reagieren?

die welt, finde ich, bewegt sich auf abgründe zu und ich weiß nicht, wozu ein artensterben gut sein soll? wozu ist der hunger der welt gut? sind die armen selbst verantwortlich, dass sie nicht mehr aus ihrem leben machen? das halte ich für einen gefährlichen mythos. ich bin auch arm wie eine kirchenmaus, obowhl ich viel arbeite. aber stattdessen faul daheim liegen, das würde ich nicht verkraften. die welt läuft doch völlig schief zur zeit! manche scheffeln milliarden während 3000 menschen pro tag verhungern. (die zahl stammt von 1999, keine ahung wie hoch sie heute ist) aber es reicht ja, wenn einer verhungert während der andere austern schlüft! das ist schon zuviel!

aber ja, ich muß mich selbst bei der nase nehmen. nicht verschwenderisch leben, sorgsam umgehen mit mir und den mir vertrauten, ach, langer rede kurzer sinn:

wenn schon nicht der eine kommt uns zu retten, wie außer bei der selbst-bewußtheit kann ich etwas beitragen? ich finde einfach keine gruppe, keine idee, die ich unterstützen kann. ich finde nichts! alles sind nur neue dogmen, eitelkeiten und falsche motive.

es tut mir leid, das ist eine beleidigung.aber ich halte einfach nichts von revolution um eine neue unterdrückerklasse aufzubauen. es müßte doch irgendetwas neues geben können, die demokratie ist ja auch nicht vom himmel gefallen, die hat sich doch auch wer ausgedacht.

argh. ich nerve mich selbst schon wieder, darum lasse ich das jetzt bleiben, vielen dank nochmal für die anregungen, ich werde einfach dranbleiben am 'ich -verändere - mich - selbst - zum guten' - da hab ich eh noch viel vor mir.

lieben gruß
emilia



dumachst einen sehr gesunden eindruck.
selbstkritik ist der erste schritt zur positiven veränderung!
lebe dein leben wie´s dir gefällt. du hast schon das richtige gespür was richtig und falsch ist. lasse dir das nicht von der gesellschaft vorschreiben, es sei denn du verlangst es!

du bist auf jeden fall ein sehr interessanter mensch.

liebe grüße

Fakt Offline



Beiträge: 6

16.05.2010 04:35
#6 RE: die welt allgemein und immer ich im speziellen antworten

hallo emilia ,
du solltest matthieu ricard sein buch glück lesen . ich glaube das bringt dich weiter .

emilia ( gelöscht )
Beiträge:

18.05.2010 19:58
#7 RE: die welt allgemein und immer ich im speziellen antworten

hallo armerirrer, hallo gast, hallo jo, hallo fakt,

danke nochmal für die antworten! das buch klingt sehr interessant, ich werde es mir bestellen.

mittlerweile habe ich das gefühl dass ich ein kleines, mikrometergroßes stück weitergekommen bin.

ich habe für mich festgestellt, dass ich eh nix weiß. aber das was ich verloren hatte, das 'ich' war eh nur eine illusion, ich war es nur lange jahre gewohnt, damit zu existieren, leben kann ich das nicht nennen. jetzt kommt mir vor, ich hätte einen fliessenden kern, der am ehesten mit 'raum, zeit und materie' zu benennen ist. möglicherweise. ich weiß nicht. mir scheint, ich kann emphatischer reagieren und mich anpassen ohne mich zu verlieren, also überanzupassen. es ist eine gratwanderung. aber da oben ist es auch sehr schön, ich liebe berge und es gibt ja kaum was schöneres als einen berggrat erreicht zu haben und darauf herumzulaufen und meinetwegen preiselbeeren zu pflücken.

ich will gerne haben, dass viele menschen glücklich sind. aber mein einflußbereich ist minimal ,das ist mir klar. aber die um mich rum, in nähesten umfeld, die kann ich vielleicht manchmal inspirieren. so wie umgekehrt auch!

ich weiß auch nicht, jetzt regnet es schon seit tagen und manchmal ist es wie weltuntergang und ich war im theater und habe neun stunden robert lepage's poesie gelauscht, dass ich am ende nur noch heulen konnte wie ein schloßhund, ich fühle mich als wäre ich endlich daheim bei mir, irgendwie wird es immer baustellen geben aber ich heule dann halt vor traurigkeit oder glück oder beidem. ich weiß auch nicht. das leben ist schön!

ich glaube, mehr habe ich nicht zu sagen.


danke, liebe grüße
emilia

emilia ( gelöscht )
Beiträge:

26.05.2010 20:01
#8 RE: die welt allgemein und immer ich im speziellen antworten

naja, so ruckizucki-einfach ist das nicht, das leben. der fliessende kern ist sehr verletzlich, da ruft einer, 'was macht die verrückte da!' - die kinder schreien 'hure hure ehre hure', vielleicht hat es auch 'pure erde' geheißen und die die über die irre reden meinen tante erna, man weiß es nicht. aber es fühlt sich an als hätten sie mich gemeint. immer dieses ich ich

ich

war gerade joggen, ich mache das jetzt damit ich mich in meiner haut wohler fühle und weil ich japse nach 3 stockwerken. ansich eine gute sache. nur hab ich hier kein grün herum, darum durch die kleingartenanlage. spießer aufwecken, oje oje. die sind kaum begeistert. derweil jogge ich nur.

dann i. sie will dauernd irgendwas von mir, und erzählt mir gleichzeitig von ner freundin die nicht nein sagen kann, und dass ihr das so taugt weil mit der kann man alles machen.

dann lese ich katrin asper und erkenne mich in jedem verdammten satz doppelt. argh.

und das bedürfnis nach echo, nach der einen, bedingungslosen liebe. die für immer verloren ist. das schmerzt.

ich nerve meine umwelt, weil ich sie nicht für voll nehme. wegen der schuldgefühle. aber dann gibt es individuen, die überhaupt glauben, sie wären dass maß der dinge, das ist das andere extrem.


aaaaahhhhhhhhhh


what to do? wohin soll ich gehen? wieso das internetz? der ort, der mich so verletzen kann? eine sucht. eine abhängigkeit vermutlich. ja das ist es. ich bin süchtig nach aufmerksamkeit.

ich war süchtig nach aufmerksamkeit. nun will ich meditieren und joggen und lachen über die fettnäpfchen hier und da, was hab ich neues gelernt? alleine komme ich gut zurecht. mit dem liebsten auch. mit den eltern auch. mit den kolleginnen auch. naja aber was ist mit der verrücktheit?

mensch die sonne scheint auf den bildschirm dass ich fast nix sehe, das ist schön. ich habe viele fehler gemacht aber ich glaube ich werde die schuldgefühle für die fehler der anderen langsam los. und wenn sie wirklich mich gemeint haben, dann werde ich dennoch laufen und die spießer aufwecken, yeah so mach ich's!

Bist du Herdentier oder Individuum? Möchtest du denken, leben und handeln wie du SOLLST, oder wie du aufgrund deiner eigenen Erfahrungen und Einschätzungen WILLST?

ich will laufen! ich will arbeiten, was ich gelernt habe und ich will hier wohnen wo ich wohne. ich will mich ernähren, ich will mich weiter um mich kümmern, ich will sagen was ich will und nicht immer alle raten lassen oder ihnen die verantwortung für ihr eigenes wollen absprechen!

ich will nicht für andere den müll erledigen oder schlucken. ich will schreiben, ich will sein wie janey cutler, mit 80 jahren eine eigene stimme haben. ich will mutig sein! ich kümmer mich um mich. und um die mir vertrauten. darum sende ich das jetzt ab und komme wieder. das leben ist schwer wie ein schwarzes loch aber leichter als die feder eines frisch geschlüpften spatzes. es ist schöner als die sterne am himmel wo kein anderes licht stört und hässlicher als der todessprung der verzweifelten. es ist gemein wie ein verbitteter junger mann und fröhlich liebevoll wie die mutter, die gut genug ist. es singt und bewegt sich wie eine muntere metapher und ist doch trübe wie ein schmutziges bächlein. ich bin kein rabbit hearted girl mehr! bereit. juchuuu! mein eignes blut wird immer weniger zäh. das colesterin verscheucht und ab durch die mitte, ich bin weder süß noch sauer, ich bin ich. danke. welt. leben. und auch dir, pathos

NurEinFreund Offline



Beiträge: 1

28.05.2010 12:13
#9 RE: die welt allgemein und immer ich im speziellen antworten

Hallo Emilia,

du schreibst „verrückt“! Was ist normal?
Ich denke jeder definiert sich und seine Umwelt anders. Der/die eine liebt Poesie, der andere sagt – man muss verrückt sein, so etwas zu verstehen.

Ich finde sich Gedanken zu machen ist gut und als Ergebnis sollten Schlüsse stehen, wie ich mein Leben glücklicher und erfüllter Leben kann. Aber wir sind Individuen. Wir funktionieren nicht nach einem Kochrezept. Keiner kann mir sagen, tu dass und du wirst glücklich. Du wirst nirgendwo eine Antwort finden. Die kannst du dir nur selber geben.

Ich sehe es so:
Wir haben zum einen die festen Strukturen – was sich gehört, was nicht, was „normal“ ist. Diese Strukturen sind nicht unbedingt das, was wir sind. Ich zwänge mich jeden Tag in diese Strukturen um durch den Tag zu kommen. Meine Sehnsüchte und Wünsche bleiben auf der Strecke. Ich kann aber auch nicht meinen Sehnsüchten und Wünschen nachgeben. Dann bleibt mein „normales“ Leben auf der Strecke. Also gibt es mich öffentlich, privat und mein „Ich“ was nur ich selbst habe.

So traurig es ist, mein „Ich“ werde ich mit niemanden teilen können, weil ich dazu einen Seelenverwandten bräuchte, der die gleichen Erfahrungen, die gleichen Gedanken, die gleichen Wünsche und Gefühle haben müsste. Das ist so wie unser Fingerabdruck. Mich gibt es kein zweites mal. Also bleibt mein „Ich“ für mich allein. Das kann ich nicht teilen. Mein „privat“ ist anders. Dass passt sich an Menschen die mich kennen entsprechend dem an was ich von ihnen weiß. So geht es eben immer weiter.
Mein Tip: Mach dir nicht so viele Gedanken ob verrückt oder nicht. Aus meiner Sicht gibt es verrückt nicht! Passe dein öffentliches „Ich“, dein privates „Ich“ an deine Umwelt an. Wir sind unterschiedlich, warum dürfen wir es nicht sein? Wir verbiegen uns täglich dermassen um dem von uns erwarteten Bild zu entsprechen oder andere Menschen zu bewegen uns gutes zu tun. Ich glaube aber dass es anderst nicht geht, weil wir eben verschieden sind.

Ich hoffe es hilft dir, sich weniger Gedanken zu machen. Nicht immer alles hinterfragen, nicht alles ändern zu wollen, nicht alles besser machen zu wollen. Weil besser definierst nur DU!

Roman

Gast ( gelöscht )
Beiträge:

28.05.2010 23:39
#10 RE: die welt allgemein und immer ich im speziellen antworten

Ich hoffe es hilft dir, sich weniger Gedanken zu machen. Nicht immer alles hinterfragen, nicht alles ändern zu wollen, nicht alles besser machen zu wollen. Weil besser definierst nur DU!



aber besser heißt doch ich fühle mich wohl in meiner haut! ach naja, nein, du hast recht. ich kann mit schlechten gefühlen auch bald umgehen. eine freundin hat mir was wunderschönes geschickt:

als ich mich selbst zu lieben begann
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden,
dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist -
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man 'VERTRAUEN'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen,
daß emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnung für mich sind,
gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich, das nennt man 'AUTENTHISCH-SEIN'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, daß alles um mich herum
eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man 'REIFE'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
mich meiner freien Zeit zu berauben
und ich habe aufgehört,
weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude bereitet,
was ich liebe und mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man 'EHRLICHKEIT'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit,
was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog,
weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das 'GESUNDEN EGOISMUS',
aber heute weiß ich, das ist 'SELBSTLIEBE'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt,
das nennt man 'DEMUT'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert,
weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur mehr in diesem Augenblick,
wo ALLES stattfindet.
So lebe ich heute jeden Tag und nenne es 'BEWUSSTHEIT'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
da erkannte ich,
daß mich mein Denken armselig und krank machen kann,
als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute 'HERZENSWEISHEIT'.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich, DAS IST DAS LEBEN!
(Charlie Chaplin
an seinem 70.Geburtstag am 16.April 1959)



dazu höre ich florence and the machine 'rabbit heart'

und überlege ob ich nicht auch zu dumm bin. wie midas. ich mache mich vorallem dumm. ach. ich mach mich dumm. ich wünsch mit das paradies auf erden! ist das nicht normal? ach normal schon wieder, das dumme wort. ich werde jetzt zum letzten mal hier schreiben weil ich fühl mich schon wie ein kranker esel auf den alles einreden nicht hilft. ist das ein deutscher satz? egal.

also nun. ich danke sehr und wünsche das beste! ich muß sagen, es ist tatsächlich besser geworden mein leben, früher hätten mir nie menschen so nett geantwortet wie hier, das war eher schwarz/weiß und wenig differenziert. früher. jetzt, ach es wird schon werden und wenn nicht dann war es eben. so ist das leben.

emilia ( gelöscht )
Beiträge:

04.06.2010 09:16
#11 RE: die welt allgemein und immer ich im speziellen antworten

ups. hab vergessen, meinen namen ins 'ihr Name:'- feld einzutragen. also das letzte vom gast ist von mir.

ich lese das 'glück'-buch schon, es tut mir sehr gut! vorallem der punkt mit dem anhaften, das ist mir völlig neu gewesen, ich kann das wort gut begreifen. früher sagte mir wer, ich solle die gedanken auf eine wolke setzen und vorüberziehen lassen. aber mit worten kann ich besser, als mit bildern. glaub ich. egal. hat halt gedauert aber jetzt hat es gedämmert :-)

danke nochmal, lieben gruß
emilia

geisterreiter ( gelöscht )
Beiträge:

04.07.2010 20:45
#12 RE: die welt allgemein und immer ich im speziellen antworten

Hallo Emilia,

ein Mensch legt Glück, Peck, Leiden, Frohsein und Zufriedenheit selber fest. Klar, wir haben so den ganzen Kram um uns drumherum - den imitieren wir halt so ein wenig, um nicht allzusehr abseits zu stehen, also das Spiel "Ich bin fast normal" für die lieben Kollegen, die Nachbarn, den Vermieter.

Wenn du die Tür zuklapppst und alleine zuhause bist, dann legst du fest, was du brauchst um glücklich zu sein. Ich hab mal ein Buch gelesen "Die praktische Intuition in der Liebe", wo viele nette Übungen beschrieben wurden, und man versteht viele Ereignisse und Zusammentreffen mit bestimmten Menschen einfach viel besser.


Man zieht was an, man stößt was ab. Einige Menschen sind halt so gestrickt, daß man eben "speziell" ist, aber das heißt nicht verrückt sein. Die Bewußte Erkenntnis des Andersseins, und das Vertreten dessen nach außen ist das, was eine Persönlichkeit ausmacht.

Ein kleines Beispiel: uns wird überall eingetrichtert, schlangsein, blond, die neuste Mode müßt ihr tragen (und uns euer ganzes Geld beben). Nur was hat man davon? Will jede Frau Claudia Schiffer kopieren oder tut sie es eher weil alle es tun?

Es sind viele kleine Schritte, bis man sich da befindet wo man wirklich glücklich ist, wo man wirklich zuhause ist, bis man den Partner hat mit dem man wirklich zufrieden ist.

Es gibt allerdings ohne Leiden kein Glück. Sonst kennt man den Unterschied nicht, deshalb ist es wohl nicht zu vermeiden, sich die Finger zu verbrennen.

Hin und wieder muß man halt einen Schachzug selbst machen, sonst geht das Spiel nicht weiter. Du bist auf dem besten Weg dazu, geh ihn konsequent weiter.

emilia ( gelöscht )
Beiträge:

17.08.2010 08:58
#13 RE: die welt allgemein und immer ich im speziellen antworten

hallo, danke für die antwort.

ich verfasse jetzt schon die fünfte antwort auf die antwort, aber ich verwerfe alles wieder.

einen schachzug machen? ich komme eh gut zurecht mit den zügen, die ich mache und manche auch nicht bloß reaktiv, sondern aktiv. manche ideen werden aus mir geboren. meistens ist es aber so, dass das leben mich zwingt, etwas zu tun.

ich komme nämlich mit den menschen nicht klar. ich schaffe es einfach nicht. die, denen ich vertraue, die ich hassen darf, dazwischen, die liebe ich heiß und mit denen komme ich zurecht. mein freund, meine eltern, eine freundin. aber vom ganzen nahezu unendlichen rest denke ich immer, sie hielten das schlimmste von mir, trauten mir das allerletzte auch zu. das ist so seltsam! ich kann das nicht erklären. ich bin kautzig, na klar. aber ich ziehe mich ordentlich an, stinke selten, rauche nicht, saufe nicht, schreie nicht in der öffentlichkeit herum, ja ich rede weder mit mir selbst noch telefoniere ich in der bim! ich kann das nicht kapieren. ist es eine komische form von zurückgeworfener projektion, dass ich hinter den polierten fassaden der menschen unheil vermute und mir darum denke, sie würden auch unheil hinter meiner angeschlagenen fassade vermuten? ich weiß es nicht. es ist seltsam.

das ist das einzige was mich fertig macht. darum hab ich oft angst, rauszugehen. das wieder hindert mich daran, freunde zu haben, denn niemand hat bock, immer nur in meiner wohnung zu hocken. es ist ein gfrett. auf deutsch: ich bin paranoid. derweil hab ich keine leichen im keller! ich hab fehler gemacht, weil ich unzuverlässig war, zu hauf. habe schuld auf mich geladen, weil ich wußte, ich schaffe das nicht und dennoch 'ja' genickt hab. erst unlängst lernte ich es, 'nein' zu sagen. gottogott. dann das primäre schuldgefühl, der internalisierte täter. schlagwörter aber mit tiefgang und immenser bedeutung. ich fühle mich immer noch shculdig, wenn wer anderer einen mist baut. und ihn mir umhängen will. ich nehme das an! nein, ich nahm das an, nun ist schluß damit! ich prüfe mich. und ich bin mir meiner fehler und meiner schuld bewußt. aber die last der welt trage ich nicht.

aber was weiß ich. ich komme eh klar damit. wenn wer gemein zu mir ist, und ich mich wehre, dann bin ich nicht paranoid. das werde ich erst, wenn wer gemein zu mir ist, und ich mich nicht wehre. wehren ist aber schwer. schwierig. ich bin so unterwürfig dass ich mich selbst dann nicht leiden kann. argh. da beißt sich die katze in den schwanz.

aber im großen und ganzen geht es besser. phobophobie ha! meistens kann sie mir schon den buckel runter rutschen. weil angst bringt mich nicht um. viele menschen sind halt wirklich fies zu mir. es hat gedauert, bis ich die liebe meines lebens gefunden habe! das war schwierig. mich deswegen zu verurteilen halte ich für dumm. hat eben nicht jeder glück auf anhieb. aber vielleicht ist es nur der neid. darauf, dass ich gelebt habe, die höhen und die tiefen, ich habe sie durchlebt. und ich war seelenkomatös, ich weiß wie kostbar es ist, am leben zu sein. ich leide nicht mehr am leben! ich leide an mir hier und da, an den anderen. aber nicht am leben an sich! nein, wenn ich es mir recht überlege, leide ich gar nicht mehr. ich hab jetzt den kaffeeentzug abgeschlossen, nun fühle ich mich wesentlich frischer und bereit für kommende aufgaben. ich überwinde sogar langsam meine angst vor kindern, respektive meiner eigenen kindheit. meine eltern sind gute menschen, aber ich konnte ihnen kein vertrauen entgegenbringen, da irgendwelche ärzte mich in frühester kindheit von ihnen getrennt hatten. das hat spuren hinterlassen, die so nicht mehr reparabel sind. aber ich durchlebte das traume nochmal - arge koinzidenzen - und konnte frieden schliessen mit meinen eltern. jetzt liebe ich sie sehr. und ich terorrisiere sie auch nur noch selten. der krankheitsgewinn ist abgegeben an die tatsache des symtomträgertums und bevor ich weiter mit vokabel um mich werfe höre ich lieber auf und sage nochmal: danke

schöne grüße
emilia

armerIrrer ( gelöscht )
Beiträge:

24.08.2010 13:36
#14 RE: die welt allgemein und immer ich im speziellen antworten

Sind es nicht gerade diese kleinen Erfolge, die stetige Veränderung, das immer neue, welche das Leben schön machen?

emilia ( gelöscht )
Beiträge:

30.08.2010 08:41
#15 RE: die welt allgemein und immer ich im speziellen antworten

ja genau! alles fliesst :-)

emilia ( gelöscht )
Beiträge:

13.11.2010 10:36
#16 RE: die welt allgemein und immer ich im speziellen antworten

ich weiß nicht mehr weiter.

was soll ich machen? das leben ist ein alter, bissiger hund, und ich sein beliebtester postbote. es ist ja nicht so, dass ich es nicht wüßte, die tatsache, dass ich eine null bin. ein niemand. es ist mir bewußt! aber dass sie es mir so um die ohren gefetzt haben, ist fast fies.

ich mag gar nicht daran denken, es ist zu schlimm. ein albtraum liegt hinter mir und die traumatischen ereignisse haben mich weit zurückgeworfen.

mir steht der sinn nach jammern! muß ich ehrlich zugeben. ich habe große sorgen, dass ich mich nicht um meinen lebensunterhalt werde kümmern können, einst. weil ich nix kann, das einzige was ich immer gemacht hatte, war zu schreiben. aber nichtmal das beherrsche ich! das hat mich, wenn schon. ich brauche es zum überleben, doch langsam frage ich mich, wozu überhaupt. wofür???? ich bin wie eine kaputte schallplatte, aus der ein eckerl herausgebrochen ist, dieses von tausendjährigen stiefeln zermalmt zu staub. man sieht, laut etikett, was man hätte hören können, aber ohne das eckerl ist das ganze plattending völlig nutzlos, sinnlos, leer. es kann seine bestimmung nie mehr nachkommen. aber musik ist eh nur eine ablenkung, ich weiß. es war ja auch bloß eine metapher! dafür wie kaputt ich tatsächlich bin.

was, bitte, soll ich machen? ich hab keine ahnung.

emilia

Codo Offline




Beiträge: 68

13.11.2010 15:39
#17 RE: die welt allgemein und immer ich im speziellen antworten

Zitat
Es ist ja nicht so, dass ich es nicht wüßte, die tatsache, dass ich eine null bin. ein niemand. es ist mir bewußt! aber dass sie es mir so um die ohren gefetzt haben, ist fast fies.



Also ganz primär und grundsätzlich mal - kein Mensch ist eine Null. Jeder hat seine Stärken und Schwächen. Du scheinst Dich momentan vorallem auf Deine Schwächen zu fokussieren. Kenn ich. Mach ich auch immer Ist trotzdem der falsche Weg

Zitat
mir steht der sinn nach jammern! muß ich ehrlich zugeben.



Kein Problem. Wenn keine Lust mehr auf jammern hast, dann kannst ja vielleicht Dein Leben anpacken. Bis dahin wünsch ich mal gutes suhlen im Selbstmitleid

Zitat
ich bin wie eine kaputte schallplatte, aus der ein eckerl herausgebrochen ist, dieses von tausendjährigen stiefeln zermalmt zu staub. man sieht, laut etikett, was man hätte hören können, aber ohne das eckerl ist das ganze plattending völlig nutzlos, sinnlos, leer. es kann seine bestimmung nie mehr nachkommen. aber musik ist eh nur eine ablenkung, ich weiß. es war ja auch bloß eine metapher! dafür wie kaputt ich tatsächlich bin.



Wie perfekt, dass Du die Metapher mit der Schallplatte bringst und eben nicht mit einer CD. Den *tataaaa* eine Schallplatte lässt sich auch noch abspielen, wenn eine Ecke draussen ist. Man kann den Tonabnehmer, einfach unter der abgebrochenen Ecken einsetzen und den Rest der Platte hören.

Setz also einfach den Tonabnehmer für Dich unter das Eckerl und hör mal, was da spannendes auf Deiner Platte läuft. So wie Du eben unbewusst die Schallplatte genommen hast, die trotz Mangel noch nutzbar ist, ist das mit Dir selber auch so.

Zitat
was, bitte, soll ich machen? ich hab keine ahnung.



Das weiss ich leider auch nicht. Kann ja nicht in Dich hineinschauen. Was willst Du denn tun? Was macht Dir Freude?

Gruss Nala

Liebe mich am meisten, wenn ich es am wenigsten verdient habe, dann habe ich es am nötigsten!

emilia ( gelöscht )
Beiträge:

14.11.2010 10:53
#18 RE: die welt allgemein und immer ich im speziellen antworten

danke für die antwort.

heute ist ein neuer tag! und ich weiß, was ich eigentlich wirklich will, ist schreiben. das werde ich jetzt einfach machen. delete selbstmitleid. ich schäme mich dafür, aber ich kann manchmal nichts sehen, bin wie blind. es zerreißt mich innerlich und alles was bleibt ist angst. aber schlafen hilft üblicherweise. und worte helfen!

danke, lg emilia

armerIrrer ( gelöscht )
Beiträge:

14.11.2010 11:41
#19 RE: die welt allgemein und immer ich im speziellen antworten

Lieblingsschallplatten dürfen kratzen, rauschen, da dürfen Ecken fehlen...

Es geht doch nicht um das, was auf dem Label steht. Du kennst den Titel, du kennst den Interpreten. Du kennst die Melodie, den Takt. Den Text singst du selbst jeden Tag aufs neue. Es dein Lied, was macht da die ausgebrochene Ecke?

Sing!


Codo Offline




Beiträge: 68

14.11.2010 20:19
#20 RE: die welt allgemein und immer ich im speziellen antworten

Zitat

heute ist ein neuer tag! und ich weiß, was ich eigentlich wirklich will, ist schreiben. das werde ich jetzt einfach machen. delete selbstmitleid. ich schäme mich dafür, aber ich kann manchmal nichts sehen, bin wie blind. es zerreißt mich innerlich und alles was bleibt ist angst. aber schlafen hilft üblicherweise. und worte helfen!



Freut mich, dass es Dir heute besser geht. Und sind es nicht gerade diese Aengste, dieses innere Zerrisssensein, das den Stoff für spannendes, interessantes oder gutes Schreiben ausmacht? Schämen brauchst Dich nicht. Arbeite es mit schreiben auf!

Viel Spass beim Schreiben!

Gruss Nala

Liebe mich am meisten, wenn ich es am wenigsten verdient habe, dann habe ich es am nötigsten!

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