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Dieses Thema hat 94 Antworten
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 Psychotanten - Eingang zum Forum
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armerIrrer ( gelöscht )
Beiträge:

18.03.2009 12:35
#21 RE: Karneval und Alkohol.. antworten

Als Fazit könnte ich schon fast sagen, dass ich mich nicht in die Interessen anderer einnisten darf. Ich habe selber einige Interessen, und die wollen gehegt und gepflegt werden, denn wenn ich mich mit meinem aussetze und die der anderen anerkenne, wird man auch mich anerkennen.

Das ist, meiner Meinung nach, eine sehr wichtige Erkenntnis.
Anzuerkennen, dass unterschiedliche Menschen auch unterschiedliche Interessen haben, und dass diese, genauso wie die eigenen, erstmal "i.O." sind, ist ein wichtiger Schritt zu einem respektvollen Umgang miteinander. Jeder verdient Respekt und jeder sollte Respekt zeigen. Auf der Basis ist ein kennen- und verstehenlernen überhaupt erst möglich.

Du wirst nicht immer die Art Anerkennung oder Anerkennung in dem Grad bekommen, wie du dir in der jeweiligen Situation wünschst oder es bräuchtest. Aber es wird auch Situationen geben, wo du mehr davon bekommst, als du dir selbst zugestehen würdest. Und mit der obigen Erkenntnis wirst du mit beiden Fällen umgehen können. Drüber stehen und daraus lernen, ohne Niedergeschlagen zu sein, selbstbewußt genug, unberechtigtem Druck nicht nachgeben zu müssen und selbstkritisch genug, bei überschwänglichem Lob nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren.

Sieht doch gut aus für dich

Gast ( gelöscht )
Beiträge:

19.03.2009 23:01
#22 RE: Karneval und Alkohol.. antworten

Hallo Kasve Lipiel,

Bei dem Punkt wuerde mich interessieren, ob Du wirklich noch nie einen Tropfen getrunken hast, oder nur generell so gut wie nie (also zB schon an Silvester ein halbes Glas Sekt).

-> Nein, ich habe grundsätzlich nochnie, ausser dem "Unvermeidbaren" in Bananen und Obstsäften, ja das enthält auch geringe Mengen Alkohol.

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Allein, sich darueber Gedanken zu machen, ist schon etwas eigenartig. Das kennt man ja nicht mal von trockenen Alkoholikern. Wie erklaerst Du Dir Deine ambivalente Haltung (moralisch extrem starke Ablehnung, dass Du sogar fuer Dich bei Fruchtsaeften daran denkst und die nicht gaenzlich geklaerte Anziehung)? Beim Alkoholtrinken geht es ja nicht um die wirkungslosen Restspuren von Ethanol in zB alkoholfreiem Bier, sondern um Genuss oder die Rauschwirkung. Lockt diese Dich nun oder schreckt sie Dich ab? Was ich jetzt schreibe ist null PC, aber ich kann nicht aus meiner Haut des Pragmatismus. Damit Dich das Thema ein fuer alle mal in Ruhe lassen kann, warum trinkst Du nicht mal allein unter kontrollierbaren Bedingungen WENIG Alkohol und analysierst die Wirkung fuer Dich, damit der eigentuemliche Zauber fuer immer verschwindet? Diese Erwaegung ist alles andere als lehrbuchmaessig, aber jenseits aller politischen Korrektheit, ich wuerde das so machen.
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-> Schönheit ist subjektiv, und es gibt natürlich auch andere schöne Mütter mit schönen Töchtern, und es ist ja nicht so, dass ich von der Unglaublichen Schönheit der Viere angezogen werde.

Warum eigentlich genau? Man loest Probleme immer vor dem Hintergund effektiver, dass man genau weiss, was man warum will.

-> Wenn ich das wüsste...

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Da liegt vielleicht ein Schluesselpunkt. Weshalb genau beschaeftigst Du Dich ueberhaupt im besonderen mit diesen Vieren? Einzig verbindende Eigenart scheint ihre Angesagtheit zu sein. Und was bedeutet das genau? Will jeder coole Typ ihr Intimfreund sein, sind sie Toechter besonders einflussreicher Eltern, was macht sie ausreichend besonders, dass sie Dich mehr interessieren, als zB Maedels, die Du gleichermassen attraktiv findest (ich nahm zu Beginn an, dass schlicht die "Hormone" eine relevante Rolle spielen) oder mehr als zB Typen, die sehr angesagt sind (mit denen koenntest Du Dich aufgrund des Geschlechtes ja sogar besser identifizieren und Interessen teilen)?
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-> Ohne lügen zu wollen eher zweiteres.

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Ich nehme an, Du meinst prahlen ;-)
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Siehe oben, denke nicht mal daran. Das geht gar nicht.

-> Der kritischste Punkt, (zurzeit) denke ich noch völlig anders als du, aber das wird sich schon entwickeln.

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Was meinst Du konkret? Dass Du es fuer klug und richtig hieltest, sie mit Deinen literarischen Goettinnenphantasien zu konfrontieren. Also es gibt bekanntlich nichts, was es nicht gibt, aber ich waere damit mehr als vorsichtig. Meiner Erfahrung nach gibt es zeitlos funktionierende und nicht funktionierende Eigenschaften.

Immer funktioniert: gutes gepflegtes Aeusseres, intelligenter Humor, Sensibilitaet, Authenzitaet, Selbstbewusstsein, relative Angepasstheit so wie Originalitaet (sorry fuer den Widerspruch, niemand sagte, das Leben sei einfach ;-)

Niemals funktioniert: widerlich ungepflegtes Aeusseres, Wehleidigkeit, Verstellung, gestoertes Selbstempfinden

Neutral hingegen sind: Makel bei Aeusserlichkeiten (zu dick, zu duenn, krumme Nase usw), Angst, soziale Ungeschicklichkeit, Hobbies und Interessen (wenn sie nicht zu bescheuert sind) und eben alles, was man noch lernen kann
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Als du sie das erste Mal gesehen hat wusstest du ja auch noch nix von ihrem Pferdesporthobby. Wusstest du, dass man dafür auch richtig Theorie pauken muss? So ne richtig hohle Nuss kann die Svenja also garnicht sein, und Menschen, die sich sehr intensiv mit einem bestimmten Thema auseinandersetzen sind oft sehr interessante Charaktere.

-> Da hast du wohl Recht, Pferdesport ist wohl kein Sport nur für kleine Mädchen mit reichen Zahnarztvätern, dabei ist sie das ja auch nicht.
Aber um zum eigentlich Thema zu kommen:
Arrggh, war es so offensichtlich Venjas = Svenja? Ich gebe zu, das ist der offensichtlichste Name, aber zum Glück ist sie nicht die, die sich mit dem Reitsport auseinandersetzt, das ist nämlich Salie (na, schon eine Idee?)

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Elisa?
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Ich war bisher einmal auf einer Geburtstagsfeier (ich versuche das Wort Party zu vermeiden) eines Freundes. Dieser Freund war immer sehr schüchtern und zurückhaltend, doch mit dem 16. Lebensjahr setzte sich irgendwarum die Einstellung ein, es sei doch vollkommen normal Alkohol zu trinken, dass er das tut weil er u.a. an die falschen Freunde geraten ist, ist offensichtlich. Ich war der einzige, der nichts getrunken hat, nur Cola. Und das war mir auch Recht so. Leider muss ich zugeben, dass die anderen das nicht als Spaßbremse auffassten, sondern dass manche auch sagen, dass sie meine Einstellung gut finden. Das kommt aber von den Leuten, die exzessiv trinken, und GERADE die, die das nur machen um dazuzugehören und weils andere machen, denken, das wäre "spaßbremsenmäßig".

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Das sind die ganz Klugen, die Dich warmhalten wollen. Wenn Du in wenigen Jahren einen Fuehrerschein und vielleicht ein Auto haben solltest, dann wirst Du Dich vor Einladungen nicht mehr retten koennen. Die Saeufer koennen Party machen, und Du darfst Chauffeur sein. Es ist witzig fuer mich, mich so in die Vergangenheit zu denken. Vieles hatte ich vergessen.

Huhngesicht

Kasve_Lipiel Offline



Beiträge: 87

21.03.2009 23:49
#23 RE: Karneval und Alkohol.. antworten

Die letzten Tage haben altes wieder aufleben lassen, eigentlich grundlos denn es war nichts aussergewöhnliches, mir kamen nur wieder die alten, üblichen Gedanken in den Kopf.
Die Tatsache dass ist selbst bei Fruchtsäften daran denke, liegt meiner Meinung nach daran, dass ich mir für Chemie interessiere, also ein vollkommen neutraler Grund. Meine grundsätzliche Ablehnung dem Alkohol gegenüber kommt sicher daher, dass meine ersten Erfahrungen damit auf einer Klassenfahrt waren mit 3 Krankenhausreifen Säufern und einigen, übel zugerichteten Zimmern sowie der vollkommen überforderten Lehrer und ähnlichem Aufsichtspersonal.
Vor diesem Erlebnis war Alkohol ein fremde Welt für mich, ich hätte nie jemanden damit in Verbindung gebracht, der mir in schulischen oder freundschaftlichen Kreisen nahesteht, das war auch noch damals in der zehnten Klasse.

Die Idee mit dem einfach ausprobieren und analysieren tritt auch später nochmal auf, daher werde ich gleich darauf zurückkommen.

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Da liegt vielleicht ein Schluesselpunkt. Weshalb genau beschaeftigst Du Dich ueberhaupt im besonderen mit diesen Vieren? Einzig verbindende Eigenart scheint ihre Angesagtheit zu sein. Und was bedeutet das genau? Will jeder coole Typ ihr Intimfreund sein, sind sie Toechter besonders einflussreicher Eltern, was macht sie ausreichend besonders, dass sie Dich mehr interessieren, als zB Maedels, die Du gleichermassen attraktiv findest (ich nahm zu Beginn an, dass schlicht die "Hormone" eine relevante Rolle spielen) oder mehr als zB Typen, die sehr angesagt sind (mit denen koenntest Du Dich aufgrund des Geschlechtes ja sogar besser identifizieren und Interessen teilen)?
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-> Eigentlich sind sie garnicht so "übergestellt" wie ich einst dachte, sie sind letztendlich auch nur Mädels wie alle anderen auch (zumindest für die anderen), und niemand sonst scheint solcche Probleme zu haben.
Da gibt es eine Geschichte, wir hatten gerade Schule aus, ich und zwei Freunde kamen auf die Idee, die restliche Wartezeit auf den Bus durch den Ausflug aug den Spielplatz zu überbrücken, dieser liegt direkt am Weg von daher kein Problem. Dort gibt es ein Gerät, auf das man sich setzen kann und welches man dann drehen kann, aber das ist nur Nebensache. Jedenfalls kam eine der Vier vorbei und ich sagte in scherzhaften Ton (von mir war es aber für mich selber zumindest ein wenig ernsthaft gemeint): Was soll die nur von uns denken?
Darauf antwortete einer der Freunde einfach mit: "Ist mir doch egal was die von mir denkt."
Das ist ja auch klar, die beiden haben nichts miteinander zutun, jeder ist in seinem Kreis, in seiner Nische gut mit allen zu sprechen und keiner hat Probleme, und von daher war die Antwort auch vollkommen zu erwarten, von daher war sie auch so nüchtern gesagt.
Doch ich finde meine "Nische" nicht...


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Elisa?
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Verflucht seist du! Ich nenn mal lieber keine Namen mehr...

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Das sind die ganz Klugen, die Dich warmhalten wollen. Wenn Du in wenigen Jahren einen Fuehrerschein und vielleicht ein Auto haben solltest, dann wirst Du Dich vor Einladungen nicht mehr retten koennen. Die Saeufer koennen Party machen, und Du darfst Chauffeur sein. Es ist witzig fuer mich, mich so in die Vergangenheit zu denken. Vieles hatte ich vergessen.
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Das kommt mir irgendwie wie in einem schlechten, deutschen Comedyfilm vor, und da ist der "Fahrer" immer der Dumme...


Allerdings habe ich in letzter Zeit auch eine Art Fazit erkannt.
Ich weiß nicht ob ich nun so super viel mit den Vieren zutun haben will, auf Basis enger Freundschaft und so.
Manchmal habe ich viel eher das Gefühl, dass ich einfach nur Aufmerksamkeit und Anerkennung will. Das muss ja nicht mal Bewunderung sein, sie sollen mir nur nicht das Gefühl geben, sie würden mich ignorieren.
Ich bin mir sicher, die Vier selbst machen es überhaupt nicht mit Absicht, wir haben einfach nur nichts miteinander zutun, und genau das macht mir zu schaffen.
Es würde mir vielleicht schon reichen, wenn sie mir einfach mal sagen würden, was sie von mir halten. Und dabei ist es egal, ob sie mich nun für den intelligenten und witzigen Charmeur halten oder für den durchgedrehten Vollidioten, denn es ist nunmal Ihre Meinung. Natürlich kann man was am durchgedrehten Vollidioten ändern, aber wenn sie das denken, sollen sie es doch.
Manchmal wünschte ich, einfach zu ihnen hinzugehen und sie zu fragen, denn sie geben mir das Gefühl, auch wenn vollkommen ungewollt, dass sie über mir stehen, besser sind, einfach alles in allem toller sind. Dabei stimmt das garnicht.

Aber wie es halt immer so ist, meine Gedanken die ich festhalten wollte sind jetzt gerade nicht da, denn se kommen mir wenn ich alleine bin, im Bett oder unter der Dusche, und vielleicht fällt mir morgen ja noch etwas ein.

Und da kommt der Punkt: es gibt Sachen, die erreicht man nur durch ausprobieren. Ich werde nie erfahren, was sie von mir halten, wenn ich nicht mit Ihnen rede. Aber, nebenbei, wahrscheinlich werden sie auch dann nicht die Wahrheit sagen, das geht nunmal schwer jemandem ins Gesicht.
Ich werde nie erfahren, was der Alkohol macht, wenn ich es nicht ausprobiere. Aber will ich das wirklich?
Vielleicht sollte ich einmal auf so eine Party gehen, um zu sehen, dass es dort garnicht so toll ist, dass es dort garnicht meine Welt ist, vielleicht hätte ich dann meinen Seelenfrieden. Oder sogar ich finde es toll und schaffe es, mich dort zu etablieren.
Aber all das will ich ehrlich gesagt nicht ausprobieren, denn meine Moral aber auch gewisse Ängste stehen im Weg, und gegen das anzukommen schaffe ich nicht, und ich glaube ich sollte es auch nicht.

Heute abend fand eine große Party bei uns in der Stadthalle statt, mit Styling Contest, selektivem Einlass durch Scouts und so nem Zeug.
Ich gäbe irgendwarum alles dafür, zu wissen, ob die Vier auch dorthin gegangen sind, und ich habe mir schon vorgestellt, wie ich die 4 in der Stadt treffe, und sie mir in irgendeiner Situation mit dem Satz kommen :"Komm doch mit auf die Party(...)".
Sie würden mir Aufmerksamkeit schenken, mich vielleicht nicht als Aussenseiter ansehen, wobeider Begriff ungünstig gewählt ist, viel eher als einen, der einfach nicht zu ihrer sozialen Sparte gehört.

Ach, was hab ich nur für Probleme. Alle anderen leben ihr Leben in Ihrer Sparte.

Aber ich will mich einfach nicht damit zufrieden geben, in welche Sparte ich eingeordnet werde, ich will mich in die einordnen, in die ich gerade will...

P.S.: Es ist witzig, dass sich das mit dem "Abarbeiten" hält, nun ist sie dritte dran, diese war aber schonmal dran, daher wiederholt es sich immer wieder.
Ihren veränderten Namen nenne ich mal lieber nicht...

Huhngesicht ( gelöscht )
Beiträge:

22.03.2009 19:49
#24 RE: Karneval und Alkohol.. antworten

Hallo Kasve_Lipiel,

[b]Die letzten Tage haben altes wieder aufleben lassen, eigentlich grundlos denn es war nichts aussergewöhnliches, mir kamen nur wieder die alten, üblichen Gedanken in den Kopf.
Die Tatsache dass ist selbst bei Fruchtsäften daran denke, liegt meiner Meinung nach daran, dass ich mir für Chemie interessiere, also ein vollkommen neutraler Grund.

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Ich bin Biologe und denke nicht mal an Ethanol, wenn ich ein Bier trinke. ;-)
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Da liegt vielleicht ein Schluesselpunkt. Weshalb genau beschaeftigst Du Dich ueberhaupt im besonderen mit diesen Vieren? Einzig verbindende Eigenart scheint ihre Angesagtheit zu sein. Und was bedeutet das genau? Will jeder coole Typ ihr Intimfreund sein, sind sie Toechter besonders einflussreicher Eltern, was macht sie ausreichend besonders, dass sie Dich mehr interessieren, als zB Maedels, die Du gleichermassen attraktiv findest (ich nahm zu Beginn an, dass schlicht die "Hormone" eine relevante Rolle spielen) oder mehr als zB Typen, die sehr angesagt sind (mit denen koenntest Du Dich aufgrund des Geschlechtes ja sogar besser identifizieren und Interessen teilen)?
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-> Eigentlich sind sie garnicht so "übergestellt" wie ich einst dachte, sie sind letztendlich auch nur Mädels wie alle anderen auch (zumindest für die anderen), und niemand sonst scheint solcche Probleme zu haben.

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Dann wiederhole ich meine Frage, warum Du Dich gerade mit diesen Vieren so ausgiebig beschaeftigst, wenn sie noch nicht mal besonders herausstechen? Was machte ihre Anerkennung und Aufmerksamkeit besser als die von Deinen Freunden oder beliebigen anderen Maedels?
Weder bist Du scharf auf sie, noch willst Du eine enge platonische Freundschaft und ihre gelegentliche Trinkerei macht sie doch sogar eher weniger attraktiv.
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Da gibt es eine Geschichte, wir hatten gerade Schule aus, ich und zwei Freunde kamen auf die Idee, die restliche Wartezeit auf den Bus durch den Ausflug aug den Spielplatz zu überbrücken, dieser liegt direkt am Weg von daher kein Problem. Dort gibt es ein Gerät, auf das man sich setzen kann und welches man dann drehen kann, aber das ist nur Nebensache. Jedenfalls kam eine der Vier vorbei und ich sagte in scherzhaften Ton (von mir war es aber für mich selber zumindest ein wenig ernsthaft gemeint): Was soll die nur von uns denken?
Darauf antwortete einer der Freunde einfach mit: "Ist mir doch egal was die von mir denkt."
Das ist ja auch klar, die beiden haben nichts miteinander zutun, jeder ist in seinem Kreis, in seiner Nische gut mit allen zu sprechen und keiner hat Probleme, und von daher war die Antwort auch vollkommen zu erwarten, von daher war sie auch so nüchtern gesagt.
Doch ich finde meine "Nische" nicht...

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Also Du hast Probleme ;-) Hast Du nackt Kopfstand auf dem Drehteil gemacht und dabei ein Lied von Wolgang Petrie gesungen? Selbst wenn ihr viel miteinander zutun haettet, was habt ihr denn schon gross gemacht? Das Bewaren kindlichen Frohsinnes kommt bei Frauen eigentlich gut an.
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Elisa?
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Verflucht seist du! Ich nenn mal lieber keine Namen mehr...

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Haelst Du mich fuer nicht in der Lage, fuenf Buchstaben umzustellen? Wobei ich bei Kasve auf dem Schlauch stehe, wenn das fuer einen existierenden Vornamen stehen soll.
Es waere zudem ja voellig egal, die richtigen Vornamen zu verwenden, es kennt Dich hier ja niemand.
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Allerdings habe ich in letzter Zeit auch eine Art Fazit erkannt.
Ich weiß nicht ob ich nun so super viel mit den Vieren zutun haben will, auf Basis enger Freundschaft und so.
Manchmal habe ich viel eher das Gefühl, dass ich einfach nur Aufmerksamkeit und Anerkennung will. Das muss ja nicht mal Bewunderung sein, sie sollen mir nur nicht das Gefühl geben, sie würden mich ignorieren.

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Widmest Du denn allen Deinen Mitschuelern Aufmerksamkeit und erkennst sie besonders an? Du duerftest von den Vieren so viel Aufmerksamkeit bekommen, wie es die Situation vorgibt. Wuerdest Du es erwartbar nennen, dass sie staendig ueber Dich nachdenken und sich umstaendlich irgendeine Meinung ueber ueber Dich bilden, auch wenn sie wenig mit Dir zutun haben?
Jeder Mensch duerfte Interesse daran haben, fuer seine (positiven) Eigenarten Anerkennung zu bekommen (speziell von denen, bei denen es Sinn macht, weil man sozial massgeblich interagiert), aber ein uebersteigertes "Gieren" nach Anerkennung und Aufmerksamkeit (sogar im negativen Kontext) ist selten gut. Wolltest Du zB bei Bigbrother mitmachen, auf dass Dir die halbe Welt zwar Aufmerksamkeit schenkt, Dich aber vielleicht fuer einen Vollidioten haelt?
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Ich bin mir sicher, die Vier selbst machen es überhaupt nicht mit Absicht, wir haben einfach nur nichts miteinander zutun, und genau das macht mir zu schaffen.

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Du kannst das aendern, oder es dabei belassen. Warum sollten Dir irgendwelche Tussen Aufmerksamkeit schenken, wenn sie gar nichts mit Dir zutun haben?
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Es würde mir vielleicht schon reichen, wenn sie mir einfach mal sagen würden, was sie von mir halten. Und dabei ist es egal, ob sie mich nun für den intelligenten und witzigen Charmeur halten oder für den durchgedrehten Vollidioten, denn es ist nunmal Ihre Meinung. Natürlich kann man was am durchgedrehten Vollidioten ändern, aber wenn sie das denken, sollen sie es doch.
Manchmal wünschte ich, einfach zu ihnen hinzugehen und sie zu fragen, denn sie geben mir das Gefühl, auch wenn vollkommen ungewollt, dass sie über mir stehen, besser sind, einfach alles in allem toller sind. Dabei stimmt das garnicht.

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Warum willst Du ueberhaupt wissen, was sie von Dir halten? Wenn nichts spezielles an Information durchgesickert ist (man laestert merklich ueber Dich, weil man Dich fuer einen Idioten haelt, oder eine von ihnen steht auf Dich) duerfte ihre Haltung Dir gegenueber eine schnoede normale sein, dass Du halt irgendein Mitschueler bist, den man weder negativ noch positiv bewertet. Wuerdest Du sie fragen (und das waere durchgeknallt), wuerden sie sich genau wie ich fragen, warum Du willst, dass sie Dich ueberhaupt irgendwie einschaetzen.
Stell Dir das mal anders herum vor. Irgendeine Tusse, der Du nie besonders Beachtung geschenkt hast, weil ihr nichts miteinander zutun habt, wuerde Dich ploetzlich fragen, was Du eigentlich von ihr haelst. Und wie waere Deine Antwort?
Eine Sache, die man nicht frueh genug lernen kann (und das ist auch gar nichts schlechtes), ist, dass man fuer andere Menschen nicht das Zentrum des Universums ist. Weder im negativen noch im positiven.
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Und da kommt der Punkt: es gibt Sachen, die erreicht man nur durch ausprobieren. Ich werde nie erfahren, was sie von mir halten, wenn ich nicht mit Ihnen rede. Aber, nebenbei, wahrscheinlich werden sie auch dann nicht die Wahrheit sagen, das geht nunmal schwer jemandem ins Gesicht.

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Also wenn es Dir wirklich so wahnsinnig wichtig ist, gibt es natuerlich immer Mittel und Wege. Du koenntest ueber Mittelspersonen durchblicken lassen, dass Dich die Haltung der Vieren Dir gegenueber interessiert (auch halb im Scherz, um kein Risiko einzugehen). Fred, der Franz besser kennt, der wiederum Helga gut kennt, die die Vier etwas besser kennt, wird fragen. Ich wette aber, dass Du zu hoeren bekommst, was ich oben schon schrieb, ihre Haltung wird relativ neutral sein.
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Ich werde nie erfahren, was der Alkohol macht, wenn ich es nicht ausprobiere. Aber will ich das wirklich?
Vielleicht sollte ich einmal auf so eine Party gehen, um zu sehen, dass es dort garnicht so toll ist, dass es dort garnicht meine Welt ist, vielleicht hätte ich dann meinen Seelenfrieden. Oder sogar ich finde es toll und schaffe es, mich dort zu etablieren.

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Du koenntest auch einfach aufhoeren, Dir darueber so einen Kopf zu machen. Du wirst ohnehin irgendwann mal auf Partys gehen und sicher auch mal Alkohol probieren.
Es muesste schon ziemlich eigentuemlich bei Dir laufen, wenn das nicht mal passiert. Dann wirst Du es wissen und Dich fuer einen Deppen halten, dass Du Dir jemals so viele Gedanken darueber gemacht hast.
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Heute abend fand eine große Party bei uns in der Stadthalle statt, mit Styling Contest, selektivem Einlass durch Scouts und so nem Zeug.
Ich gäbe irgendwarum alles dafür, zu wissen, ob die Vier auch dorthin gegangen sind, und ich habe mir schon vorgestellt, wie ich die 4 in der Stadt treffe, und sie mir in irgendeiner Situation mit dem Satz kommen :"Komm doch mit auf die Party(...)".
Sie würden mir Aufmerksamkeit schenken, mich vielleicht nicht als Aussenseiter ansehen, wobeider Begriff ungünstig gewählt ist, viel eher als einen, der einfach nicht zu ihrer sozialen Sparte gehört.

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Habt ihr eigentlich nie Kurstreffen u.ae? Ich fand das immer besonders praktisch und angenehm, um mit Mitschuelern Kontakt zu haben, zu deren "Sparte" ich sonst eher nicht gehoerte. Hat mir zwar nicht wirklich viel gebracht, aber so war ich wenigstens manchmal mit den Maedels zB im Gepraech, in deren Liga ich nicht spielte.
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Ach, was hab ich nur für Probleme. Alle anderen leben ihr Leben in Ihrer Sparte.

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Du hast keine Probleme, Du machst Dir nur welche, wo keine sind ;-) Sei doch froh, kein "Spartler" zu sein. Das ist viel interessanter und gibt Freiraum zu waehlen. Wie sind denn Deine engeren Freunde so drauf. Welche Sparte besetzten die?

Huhngesicht

armerIrrer ( gelöscht )
Beiträge:

23.03.2009 14:10
#25 RE: Karneval und Alkohol.. antworten

Manchmal wünschte ich, einfach zu ihnen hinzugehen und sie zu fragen, denn sie geben mir das Gefühl, auch wenn vollkommen ungewollt, dass sie über mir stehen, besser sind, einfach alles in allem toller sind. Dabei stimmt das garnicht.


Moment mal: Nicht sie geben dir dieses Gefühl - das tutst ganz allein du selbst! Du wertest sie auf und dich selbst herab. Warum? Stell dich vor den Spiegel, schau dich an: Wer bist du, was kannst du?

Du sagst: Naja, ich bin ich, so wie ich schon immer bin. Und ich kann eigentlich nix besonders gut, ausser, dass ich mich für Chemie interessiere...

Herzlichen Glückwunsch! Du bist du selbst, musst niemanden nachmachen, musst nicht sein wie irgendjemand anderes, du hast ein eigenes Leben! Und du hast ein Interesse, dass viele kleine Dinge im Alltag erklären und "durchsichtig" machen kann...

Es gibt Leute, die beneiden dich um deine eigene Identität... und du siehst dich in dem Zusammenhang als "Aussenseiter"?

Ich selbst hab keine Ahnung von Computern, Netzwerktechnik und dem ganzen Krampf. Ich hab privat keinen PC, keine Festnetztelefon, nichtmal nen Fernseher. Ich trag keine weiten Hosen, hab kein tiefergelegtes Auto, nehme keine Drogen, geh nicht in irgendwelche Tanztempel und ich hab kein Profil bei WerKenntWen...
Ja, Mann, ich bin voll der krasse Aussenseiter...

Wenn man sein ganzes Leben nur über die paar Worte da oben definiert bin ich das vielleicht. Aber MEIN Leben ist voller... und da bin ich mittendrin...


Also, bist DU ein Aussenseiter?


Mach doch mal einfach du in deinem Leben, was du für wichtig, für richtig hälst. Und lass die ganzen andern tun, was sie für sich wichtig und richtig halten. Die Schnittmenge wird erstaunlich groß sein... Aussenseiter haben keine große Schnittmenge...


...ausserdem ist so ein bißchen outlaw-sein ziemlich cool...

Kasve_Lipiel Offline



Beiträge: 87

23.03.2009 20:32
#26 RE: Karneval und Alkohol.. antworten

Du sagst: Naja, ich bin ich, so wie ich schon immer bin. Und ich kann eigentlich nix besonders gut, ausser, dass ich mich für Chemie interessiere...

Sage ich das wirklich? So sollte es eigentlich nicht rüber kommen, da muss ich mal mehr drauf achten...

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Ich bin Biologe und denke nicht mal an Ethanol, wenn ich ein Bier trinke. ;-)
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-> Das verschlägt mir ein wenig die Sprache, muss ich sagen

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Dann wiederhole ich meine Frage, warum Du Dich gerade mit diesen Vieren so ausgiebig beschaeftigst, wenn sie noch nicht mal besonders herausstechen? Was machte ihre Anerkennung und Aufmerksamkeit besser als die von Deinen Freunden oder beliebigen anderen Maedels?
Weder bist Du scharf auf sie, noch willst Du eine enge platonische Freundschaft und ihre gelegentliche Trinkerei macht sie doch sogar eher weniger attraktiv.
5###

Ich weiß selber nicht, was für Probleme ich habe. Ich versuche mein bestes, die Vier mal aus dem Kopf zu kriegen, einen klaren Kopf zu kriegen. In mein altes Leben zurückzukehren.
Aber es will nicht so.
Und ich habe keine Ahnung, warum gerade die Vier. Ich meine, vorher gab es noch soviele andere schöne Stufenkommilitoninnen, aber jetzt, sind mir die so gut wie egal.
Es geht mir doch nur darum, dass ich in Sachen soziales Miteinander so wenig Erfahrung habe. Nie eine Freundin, mit Mädchen wenig Kontakt. In jungen Jahren sehr still, überhaupt nicht auffällig, immer nur Durchschnitt.
Freunde ja, aber nur ein paar Enge. So den Riesenbekanntenkreis habe ich nicht. Geschiedene Eltern, Familie väterlicherseits sehr liebevoll, als "kluges" Kind, der erste der studiert, immer geliebt.

Aber jetzt will ich mal dazugehören. Ich weiß nicht warum und es spricht gegen meine Moralvorstellungen aber mir fehlt irgendetwas im Leben.
Und ich weiß nicht was, aber anscheinend hat das irgendetwas mit den Vieren zutun.

Ist es gar Liebe? Aber bei den Vieren gleichzeitig ?!

Ist es der Wunsch, erwachsen zu sein / werden ?
Der Kreis schliesst sich irgendwie, mir kommt wieder der Konflikt an Karneval ins Gedächtnis, mit den Vieren, und dem Alkohol.
ES KANN DOCH NICHT SEIN, DASS DAS MICH SO KALT ERWISCHT!?
Es mag wohl daran liegen, dass das eine komplett neue Welt ist, ich war vorher ja wohl behütet, und jetzt, all das, was neu für mich ist, all dieses Risikoreiche, gefährliche.
Es war wahrscheinlich eindeutig zuviel für mich, ein zu großer Schwall an Neuheiten.

Ich weiß nicht, was ich damit machen soll, wie ich damit umgehen soll.

Oder ist es nur ein stiller Schrei, nach Aufmerksamkeit?
Ich will nicht normal sein, aber der Grundpunkt ist doch der, dass sich meine Moral gerade mit meinem Willen auf schlimmste Weise bekriegt.

Und immer bleibt mir diese Szene an der Bushaltestelle im Kopf...

Gast ( gelöscht )
Beiträge:

23.03.2009 21:50
#27 RE: Karneval und Alkohol.. antworten

Hallo Kasve_Lipiel,

[b]Du sagst: Naja, ich bin ich, so wie ich schon immer bin. Und ich kann eigentlich nix besonders gut, ausser, dass ich mich für Chemie interessiere...

Sage ich das wirklich? So sollte es eigentlich nicht rüber kommen, da muss ich mal mehr drauf achten...

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Das hast Du so auch nie geschrieben, armer irrer hat da ungenau gelesen.
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Ich bin Biologe und denke nicht mal an Ethanol, wenn ich ein Bier trinke. ;-)
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-> Das verschlägt mir ein wenig die Sprache, muss ich sagen

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Wieso? Wenn ich Bries esse, stelle ich mir auch nicht vor, wie ein Kalb "gebolzt" wird oder ueberdenke die Zusammensetzung an Proteinen und weniger gesunden tiersichen Fetten.
Wenn ich mal Bier trinke, geniesse ich meine Freizeit und analysiere nicht wissenschaftlich.
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Ich weiß selber nicht, was für Probleme ich habe. Ich versuche mein bestes, die Vier mal aus dem Kopf zu kriegen, einen klaren Kopf zu kriegen. In mein altes Leben zurückzukehren.
Aber es will nicht so.
Und ich habe keine Ahnung, warum gerade die Vier. Ich meine, vorher gab es noch soviele andere schöne Stufenkommilitoninnen, aber jetzt, sind mir die so gut wie egal.
Es geht mir doch nur darum, dass ich in Sachen soziales Miteinander so wenig Erfahrung habe. Nie eine Freundin, mit Mädchen wenig Kontakt. In jungen Jahren sehr still, überhaupt nicht auffällig, immer nur Durchschnitt.
Freunde ja, aber nur ein paar Enge. So den Riesenbekanntenkreis habe ich nicht. Geschiedene Eltern, Familie väterlicherseits sehr liebevoll, als "kluges" Kind, der erste der studiert, immer geliebt.

Aber jetzt will ich mal dazugehören. Ich weiß nicht warum und es spricht gegen meine Moralvorstellungen aber mir fehlt irgendetwas im Leben.
Und ich weiß nicht was, aber anscheinend hat das irgendetwas mit den Vieren zutun.

Ist es gar Liebe? Aber bei den Vieren gleichzeitig ?!

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Ach Du Schreck, das kannst Du wohl vergessen. Liebe ist kein Wort, welches man unnoetig verschwenderisch verwenden sollte. Du kannst nicht mal verliebt sein, wenn es vier Personen betrifft. Du bist vermutlich einfach scharf auf ein Gesamtpaket (20% Hormone, 20% Unzufriedenheit, nicht bei dieser Nische dazuzugehoeren, 20% Neugier auf diese Nische und 40% Erfahrungsmangel.)
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Ist es der Wunsch, erwachsen zu sein / werden ?

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Das mag zwar sein, aber was bloss ist an diesen Tussis, die mal an Karneval peinlich angesoffen rumzanseln so besonders erwachsen? Dein Bild von den Maedels ist nicht adaequat. Das magst ja vielleicht auch (noch) nicht der coolste checker sein, aber Du stehst den Maedels keinesfalls in etwas nach (was ich diesbezueglich aus dem Geschriebenen ableiten kann natuerlich).
6###

Der Kreis schliesst sich irgendwie, mir kommt wieder der Konflikt an Karneval ins Gedächtnis, mit den Vieren, und dem Alkohol.
ES KANN DOCH NICHT SEIN, DASS DAS MICH SO KALT ERWISCHT!?
Es mag wohl daran liegen, dass das eine komplett neue Welt ist, ich war vorher ja wohl behütet, und jetzt, all das, was neu für mich ist, all dieses Risikoreiche, gefährliche.
Es war wahrscheinlich eindeutig zuviel für mich, ein zu großer Schwall an Neuheiten.

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Vier angesaeuselte Tussen an einer Bushaltestelle. Hallo, Schwall an Neuheiten?
Mein Haupttipp waere, dass Du die ganze Sache einfach etwas entspannter angehst. Es haengt ja nicht wirklich etwas davon ab.

Huhngesicht

Kasve_Lipiel Offline



Beiträge: 87

24.03.2009 20:25
#28 RE: Karneval und Alkohol.. antworten

Ich weiß nicht woran es lag, ob am Wetter oder nur an der Laune, aber es ist ein wenig Einsicht in die Sache gekommen.
Zwar ringe ich immernoch um Aufmerksamkeit bei den Vieren, jedoch denke ich, dass ich zurzeit auf der Stelle trete.
Ich will mein Leben verändern, und zwar, dass ich auch in deren Sparte "bekannt bin".

Ich weiß nicht wo ich anfangen soll, aber so kann es nicht weitergehen, nur darüber nachzudenken, was passieren könnte hilft nicht.
Es wird sicher schwer, wenn nicht sogar unmöglich. So mancher wird mich für verrückt halten, aber ich will es ja auch ein wenig unterbewusst tun, natürlich werde ich niemandem davon erzählen.

Das Thema Alkohol spielt dabei immer eine Rolle, und wie ich damit umgehen soll weiß ich nicht.
Diese Szene kommt mir immer wieder in den Kopf. Aber zumindest heute bin ich zuversichtlich, und ich habe mir schon so eine Art Deadline gesetzt, da wo es angefangen hat, soll es auch aufhören:
Bis zum Karneval 2010 soll sich etwas geändert haben.

Das schwerste wird wohl auch sein, das Gefühl loszuwerden, etwas zu verpasst zu haben. Aber wer weiß, vielleicht wird es ja einfach verschwinden mit der Zeit...

armerIrrer ( gelöscht )
Beiträge:

25.03.2009 08:34
#29 RE: Karneval und Alkohol.. antworten

"verpassen" kann man nur einen "wichtigen" Termin, eine "einmalige Gelegenheit" ...

Siehst du da irgendwo was "wichtiges", "einmaliges" ?

Kasve_Lipiel Offline



Beiträge: 87

25.03.2009 15:59
#30 RE: Karneval und Alkohol.. antworten

Es ist einfach das Gefühl, dass die Zeit immer schneller verstreicht.
Früher war es bis zu meinem Geburtstag eine Ewigkeit, heute ist er dauernd.

Das gibt mir das Gefühl, meine Jugend zu verpassen, und unter Jugend, verstehe ich (leider) das, was Leute wie die Vier betreiben: "feiern" (ich mag das Wort nicht, denn was feiert man denn wenn man alle paar Wochenenden weggeht, irgendwelche alkoholischen Getränke trinkt und das als erwachsen zu empfinden?).

P.S.: Mittwoch ist der Tag, an dem ich nur in einer von sieben Schulstunden eine der Vier sehe. Das ist die ZURZEIT nicht so angesagte, aber das wechselt ja schnell bei mir, welche mir besonders zu schaffen macht...
Das hat mir geholfen, dass ich kaum an sie gedacht habe, und der Unterricht hat mich abgelenkt, aber wenn ich jetzt wieder dran denke, kommt mir fast alles wieder hoch...

P.P.S.: An den restlichen Schultagen habe ich viele Kurse mit den Vieren.

Kasve_Lipiel Offline



Beiträge: 87

25.03.2009 20:27
#31 RE: Karneval und Alkohol.. antworten

Die letzten Tage verlaufen irgendwie alle gleich.

Wenn ich aufstehe, hab ich diese miese Stimmung, ein Rest vom Vorabend.
In der Schule herrscht dann entweder gute Laune, weil ich wenig mit den Vieren zutun habe oder es herrscht gedrückte Stimmung, weil ich viel mit ihnen zusammen habe (an Schulfächern).
Nach der Schule hält dann Aufbruchsstimmung Einzug, der Wille etwas zu verändern ist da, aber im Laufe des Tages unterliege ich wieder dieser depressiven Stimmung, besonders Abends.
Dabei gehen alle Versuche, mich abzulenken, in die Hose.

Ich will doch nur mal Klarheit haben, ganz oder garnicht, aber so kann es nicht weitergehen. Sie machen mich noch verrückt...

armerIrrer ( gelöscht )
Beiträge:

31.03.2009 10:40
#32 RE: Karneval und Alkohol.. antworten

wozu der Druck? "Klarheit" ist Illusion...

Du fokussierst dich gedanklich im Moment sehr stark auf die Geschehnisse und Eindrücke der Vergangenheit. Reflektion ist wichtig, aber vergiß nicht, dass dein Leben nicht in der Vergangenheit stattfindet und auch nicht irgendwann in der Zukunft. "Leben" kannst du immer nur im jetzt und hier, jeden einzelnen Moment für sich.

Ich bin auch ein "Kopfmensch", dem es schwer fällt, aus sich rauszugehen und einfach "drauflos zu leben".
Aber es hilft...

Wie wärs mal mit einem Tag oder Wochenende, an dem du wirklich etwas er"leben" kannst? In deinem Verhältnis zu deinen Mitmenschen und deiner Umwelt geht es auch immer um dein Verhältnis zu dir selbst und deinem Leben. Hast du dein Leben schonmal gespürt?

Nach einer langen Wanderung über eine weite Landschaft zu blicken und klare Luft zu atmen kann so ein Erlebnis sein, oder ein Spaziergang im Regen. Ich selbst bin mehrmals über glühende Kohlen gegangen. Es war völlig anders als ich es erwartet hätte, aber es war sehr aufschlußreich für mich...


...und wenn du es wirklich willst: sprich sie doch mal an. "Was macht ihr am Wochenende so? Ich glaub, ich muß auch mal raus..."

Effekt 1: Du hast die Sache in die Hand genommen. Gut fürs Ego.
Effekt 2: Du zeigst, dass du keine Berührungsängste hast und vielleicht garkeine langweilige Streberleiche bist.
Effekt 3: Du siehst, wie man auf dich reagiert.
Effekt 4: Wenn es soweit ist, merkst du, ob du da überhaupt reinpasst.

Gefahr: Du machst dich völlig zum Obst. JA UND? In zehn Jahren hast du was zum lachen...

Am Ende bist du auf jeden Fall schlauer, was die Mädels angeht, ihre "Szene" und dich selbst.

Kasve_Lipiel Offline



Beiträge: 87

03.04.2009 20:54
#33 RE: Karneval und Alkohol.. antworten

So, ich will mich mal wieder melden.

Ich mache mir viel zuviele Gedanken über alles, besonders über diese Sache in letzter Zeit.
Es gibt natürlich zwei Lösungen. Erstens sich einfach weniger Gedanken machen. Aber das ist unmöglich, es geht einfach nicht.
Zweitens schreibe ich hier: das hilft mir die Gedanken zu ordnen, und Ordnung ist ein guter Anfang.

Zwei der Vier sind jetzt seit einer Woche in den USA, jetzt sind 2 Wochen Ferien.
Das hilft mir dabei, nicht an diese Sache zu denken, und es funktioniert auch größtenteils.
Doch eins ist und bleibt die Frage:

Alkohol oder nicht?

Einerseits ist da der gute Eindruck des Alkohols.
Parties mit den Vieren, Lebensfreude, jetzt bei dem guten Wetter an den Baggersee mit einem Kasten Bier (was man so hört...), dazugehören ist sogar nicht der Hauptgrund.

Andererseits ist dort die dumme Seite. Am Wochenende wieder: 3 Leute besaufen sich auf einer Hausparty so sehr, dass zwei abgeholt werden und eine mit den Krankenwagen abtransportiert wird.

________________________________________________

Dann gibt es noch zwei eurer Vorschläge.

Einer war, dass ich später auch mal auf Parties gehen werde und Alkohol trinke. Wirklich? Zurzeit ungewiss...
Nebenbei: Heute wurden ich und ein paar Freunde von zwei Abiturientinnen angesprochen, ob wir nicht zur Abiabschlussparty kommen wollten. Ich war überrascht, dass gerade WIR angesprochen wurden, dabei hatte ich uns für eine andere Nische gehalten.
War es jetzt weil wir wirklich als dazu "passend" gehalten wurden oder nur weil wir die einzigen Anwesenden waren, die noch Karten kaufen und somit Geld reinbringen könnten?
Man weiß es nicht...

Der andere Punkt war, dass ich immer alles verstehen soll.
"Wenn irgendjemand, ein Mädchen, aus meiner Stufe, mit der ich wenig bis garnix zutun habe, zu mir kommen würde, und mich das fragen würde was ich die Vier fragen will, was würde ich dann machen?"
Diese Situation ist doch so verzwickt, gerade deswegen weil ich mir solche Gedanken über alles und auch über das mache, würde ich mir nicht denken "Oh mein Gott, was will die denn jetzt von mir?"
Es ist ungewiss, wie gesagt...

Letzte Woche hatte ich wieder so eine "Fantasie". Nichts perverses, nur vllt. ein wenig absurd das Ganze.
Aber davon will ich später berichten, diese "Fantasie" ist mir zurzeit nicht im Sinn, ich denke nicht an sie, sie ist zurzeit nicht "in".

Gast ( gelöscht )
Beiträge:

03.04.2009 21:50
#34 RE: Karneval und Alkohol.. antworten

Hallo Kasve_Lipiel,

Ich mache mir viel zuviele Gedanken über alles, besonders über diese Sache in letzter Zeit.
Es gibt natürlich zwei Lösungen. Erstens sich einfach weniger Gedanken machen. Aber das ist unmöglich, es geht einfach nicht.
Zweitens schreibe ich hier: das hilft mir die Gedanken zu ordnen, und Ordnung ist ein guter Anfang.

Zwei der Vier sind jetzt seit einer Woche in den USA, jetzt sind 2 Wochen Ferien.
Das hilft mir dabei, nicht an diese Sache zu denken, und es funktioniert auch größtenteils.
Doch eins ist und bleibt die Frage:

Alkohol oder nicht?

Einerseits ist da der gute Eindruck des Alkohols.
Parties mit den Vieren, Lebensfreude, jetzt bei dem guten Wetter an den Baggersee mit einem Kasten Bier (was man so hört...), dazugehören ist sogar nicht der Hauptgrund.

Andererseits ist dort die dumme Seite. Am Wochenende wieder: 3 Leute besaufen sich auf einer Hausparty so sehr, dass zwei abgeholt werden und eine mit den Krankenwagen abtransportiert wird.

5###
Dieser Punkt wird sich vermutlich erst dann mal aufloesen, wenn Du es probiert hast (ohne dass ich Dir dazu raten wollte).
Physisch und psychisch reagiert jeder in den Grundzuegen auf Alkohol gleich (ausser man ist abhaengig, hat einen genetischen Defekt oder ist krank), aber der Umgang mit diesen Veraenderungen ist stark typabhaengig. Bei einem Gruebler wie Dir sind drei Moeglichkeiten erwartbar. Der relative Kontrollverlust durch die Beschraenktheit des Denkens ist Dir unangenehm, sodass Du schon nach geringem oder maessigen Alkoholkonsum benommen und hadernd in der Ecke sitzt. Du wuerdest Alkohol auch zukuenftig meiden und wuesstest warum. Du reagierst dergestalt gewoehnlich, dass Dich das dezente Rauscherleben geringfuegig entspannt und wuerdest in Zukunft situationsabhaengig massvoll trinken. Du bist eine latente Suchtpersoenlichkeit, die durch Enthemmung genussvoll aus sich rausgeht. Das waere dann langfristig ein Risiko fuer Abhaengigkeit. Ein Schlaeger oder Komasaeufer bist Du aber vermutlich aufgrund Deiner Einstellung kaum.
5###

________________________________________________

Dann gibt es noch zwei eurer Vorschläge.

Einer war, dass ich später auch mal auf Parties gehen werde und Alkohol trinke. Wirklich? Zurzeit ungewiss...
Nebenbei: Heute wurden ich und ein paar Freunde von zwei Abiturientinnen angesprochen, ob wir nicht zur Abiabschlussparty kommen wollten. Ich war überrascht, dass gerade WIR angesprochen wurden, dabei hatte ich uns für eine andere Nische gehalten.
War es jetzt weil wir wirklich als dazu "passend" gehalten wurden oder nur weil wir die einzigen Anwesenden waren, die noch Karten kaufen und somit Geld reinbringen könnten?
Man weiß es nicht...

5###
Vermutlich fragen sie einfach jeden, der altersmaessig passt.

Huhngesicht

armerIrrer ( gelöscht )
Beiträge:

06.04.2009 08:30
#35 RE: Karneval und Alkohol.. antworten

ich kenn das ja mit der Grübelei... Gedankenkreise, die zu nichts führen, aber sich eben auch micht abschalten lassen.
Spontanität hilft da ungemein...


Warum prüfst du so überkrititsch die Einladung zur Abschlußfeier, anstatt das einfach als das zu sehen, was es war: Der Versuch, möglichst viele Leute zu einer Party einzuladen, damit möglichst viele Leute zusammen Spaß haben können. Und eine Möglichkeit für dich, einen netten Abend zu verbringen.

Und "Alkohol trinken" muß nicht bedeuten, sich ins Koma zu saufen... das wurde schon mehrfach angesprochen.

Du hast eine Abneigung gegen den Kontrollverlust, Angst vor der Suchtgefahr und auf der anderen Seite vielleicht auch, als "Weichei" dazustehen, weil du nicht "so viel" verträgst.

Dabei ist es doch eigentlich sehr einfach: DU bestimmst, OB, wenn ja WAS und WIEVIEL du trinkst. Es geht dabei ausschließlich um DICH, nicht um die anderen, was sie denken oder (vielleicht) erwarten.


Entspannte Party am Baggersee? Was spricht dagegen? Schönes Wetter, ein Steak vom Grill und ein kühles Bierchen dazu. Daran gibts nichts auszusetzen. Bier schmeckt dir nicht? Ja und? Dann gibts halt Apfelschorle, das tut der Stimmung doch keinen Abbruch...

Ich denke, ums "probieren" wirst du nicht rumkommen. Du wirst Getränke finden, die dir schmecken und andere, die dir einfach nicht zusagen. Da du sehr selbstreflektiert bist, wirst du auch genauso trinken. Mehr oder minder bewußt beobachtest du dich und die Wirkung des Alkohols. Und an einem bestimmten Punkt merkst du, dass eine Grenze errreicht ist, "mehr" dir nicht mehr gut tun würde. Und kein Mensch auf der Welt ausser dir selbst kann dich zum überschreiten dieser Grenze zwingen. Vielleicht tust du das sogar einmal. Dir wirds hinterher ziemlich scheiße gehen und in Zukunft wird es dir wichtiger sein, dies zu vermeiden, als andere mit deinem Kontrollverlust zu unterhalten.

Erfahrungen statt Gedanken...

Ich war am Wochenende bei guten Freunden zum feiern, wir haben eine Kiste Bier, mehrere Flaschen Rotwein und einen ganz fantastischen Whiskey getrunken, der Abend endete gegen drei Uhr früh. Aber NIEMAND war volltrunken, neben der Spur oder so zugerichtet, dass der nächste Tag ein Drama gewesen wäre. Wozu auch? Wir haben uns nicht getroffen, um uns die Gehirnwindungen gerade zu saufen, sondern um gemeinsam ein paar edle Tröpfchen zu genießen, gut zu essen, sinnvolle und sinnlose Gespräche zu führen, Spaß zu haben und das Stück vom Leben zu genießen, das uns vergönnt ist, anstatt immer nur zu jammern, was wir alles nicht haben... mir gehts heut gut wie lange nicht mehr... und das liegt nicht am Alkohol...

armerIrrer ( gelöscht )
Beiträge:

06.04.2009 08:38
#36 RE: Karneval und Alkohol.. antworten

ach noch was..

Zitat:

...dass ich später auch mal auf Parties gehen werde ...



Wieso "später"? Hör auf, alles auf die lange Bank zu schieben. "Leben" ist immer nur im hier und jetzt möglich, nur für den Augenblick. Was du heut schon tun könntst und auf nächste Woche, nächsten Monat oder nächstes Jahr verschiebst, erlebst du vielleicht nie. Morgen früh übersieht dich der Busfahrer und du sitzt den Rest deines Lebens im Rollstuhl... und dir schießen ständig die Dinge durch den Kopf, die du hättest tun können, die jetzt aber unerreichbar sind. Wär das nicht schade?

Gönn dir was, sei dir was wert.

Mach dir eine Liste, schreib deine Wünsche auf, Dinge, die tun möchtest, Orte, die du sehen möchtest, Erfahrungen, die du machen willst. Steck die Liste ein, trage sie bei dir, erweitere sie bei Bedarf und sieh sie dir oft an.
Und vor allem: Sorge dafür, dass du jedesmal, wenn du die Liste ansiehst, einen Punkt als erledigt abhaken kannst...

Kasve_Lipiel Offline



Beiträge: 87

09.04.2009 13:27
#37 RE: Karneval und Alkohol.. antworten

Immer dieses hin und her...

Einerseits habe ich diesen positiven Eindruck des Alkohols als stimmungsfördernd und hemmungslindernd. Als "Spaßdroge", aber auch als etwas "Besonderes", das einen dazu gehören lässt.

Dabei ist das doch Schwachsinn, JEDER trinkt in meinem Umfeld Alkohol, und das wird keinen Einfluss darauf haben, ob ich "dazugehöre" (ja, im Hinterkopf natürlich die Vier...).

Andererseits ist dort der negative Gedanke zu Alkohol. Vor ein paar Tagen haben sich wieder drei Leute soviel Alkohol einfliessen lassen, dass 1 im Krankenhaus landete und die anderen beiden von den Eltern abgeholt wurde.
Ich war selber nicht dabei, habe nur davon gehört.
Und dabei ist es immer das Schlechte, was heraussticht. Man hört von Alkoholkonsum der anderen immer nur dann etwas, wenn etwas schlimmes passiert.

Es ist doch immer wieder die Frage da, ob man Alkohol braucht, um gelassener zu sein. Meine Antwort: Ja, aber ist die eigentlich Frage nicht die, ob man diese Gelassenheit braucht?
Reicht die natürliche nicht aus?
Anscheinend den meisten nicht. Sind die meisten womöglich derart verklemmt, dass sie nur mit Alkohol "feiern" können?

###
Und "Alkohol trinken" muß nicht bedeuten, sich ins Koma zu saufen... das wurde schon mehrfach angesprochen.
###

-> Das ist genau der Punkt. Mir fehlt der Genussgedanke bei Alkohol. Sonst ist das kein Problem, mal lecker essen, einen schönen Spaziergang machen, einfach mal entspannen.
Aber Alkohol hat bei mir nur die "Drogenwirkung", enthemmend etc....
Dabei habe ich überhaupt keine Ahnung, wie alkoholische Getränke schmecken.
Es wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als zu probieren.
Aber das will ich mir wohl durch den Kopf gehen lassen.

Es gibt da noch den Punkt, der gegen Alkoholkonsum spricht, dass ich dann "dazugehöre" (nicht auf die obige Weise, sondern eher in der Art, dass ich dann "Mainstream" bin.).
Es ist ein Gefühl der Enttäuschung der Menschen in meinem Umfeld. Manchmal stelle ich mir vor, dass es schade ist, wenn auch ich, als "letzte Bastion", dem Alkohol "verfalle".
Noch ist kein Alkohol zu trinken bei mir etwas besonderes, etwas tolles.

Anfang Mai ist wieder die Geburstagsfeier eines Freundes, einer der wenigen auf die ich so gehe. Im letzten Jahr wurde ich dort zum ersten Mal mit dem Alkoholkonsum meiner Freunde konfrontiert, was ich vorher nicht kannte. Sie philosophierten über Bier und andere alkoholische Getränke, als ob die Spezialisten wären. Für sie ist es normal, es gehört dazu.
Letztes Jahr war ich 15, da durfte ich rein rechtlich noch garnichts trinken.
Doch dieses Jahr bin ich 16, und plötzlich DARF ich Bier und Wein trinken.
Das, was jahrelang ein weit entferntes Tabu Thema war, ist jetzt erlaubt. Damit umzugehen, fällt mir schwer.

Und ich will mich nicht, so wie die anderen es tun, damit zufrieden geben, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt Alkohol einfach dazugehört, womöglich als "erwachsen" oder "reif" gilt.

P.S.: Das Thema mit den Vieren läuft nebenbei, aber durch die Ferien hab ich erstmal Ruhe davor.
Mal sehen was sich daraus entwickelt...

armerIrrer ( gelöscht )
Beiträge:

14.04.2009 09:31
#38 RE: Karneval und Alkohol.. antworten

Meinst du wirklich, dass man Alkohol braucht, um gelassener zu sein?

Rumalbern kannst du doch nüchtern auch... die enthemmende Wirkung kann zwar ganz angenehm sein, aber die setzt schon weit vor den Vollrauschsymptomen ein.

Wenn du den "Genußfaktor" nicht siehst, kann ich das absolut verstehen. Ging mir lange Zeit genauso. Ich war 20, 21, bis ich ab und an was anderes als Milch und Apfelsaftschorle getrunken hab.

Lass doch einfach die "anderen" aussen vor und tu das, was sich für dich gut und richtig anfühlt. Wenn dich Getränk XY interessiert, probiers, wenn es dir wichtiger ist, deine "Besonderheit" zu behalten und nix zu trinken, dann lass es.

Kasve_Lipiel Offline



Beiträge: 87

28.04.2009 19:04
#39 RE: Karneval und Alkohol.. antworten

Und nun sind es zwei Fragen, die mir im Kopf herumschwirren.

Zum einen die Frage, ob ich die Vier nur deswegen mag, weil sie etwas haben, was ich nicht habe, aber besitzen möchte.
Da ist ja zum einen die Lebenslustigkeit, ich will es jetzt mal so nennen, andererseits waren zwei der vier in den USA für 3 Wochen, dabei bin ich ein großer Freund von Fernreisen und fernen Ländern.

Die andere Frage ist, was ich wirklich für sie sein will:
Der schwule beste Freund? Nein, sicher nicht.
Der feste Freund? Ich weiß es nicht, denke sogar eher nicht, ich werde bald 17 und hatte bisher nie eine feste Freundin. Ich habe überhaupt keine Erfahrungen damit und finde es, ehrlich gesagt, sogar ein wenig albern.
Jetzt kann man noch nicht von Liebe sprechen.
Aber was will ich dann sein?

armerIrrer ( gelöscht )
Beiträge:

29.04.2009 16:08
#40 RE: Karneval und Alkohol.. antworten

In erster Linie willst du doch überhaupt "gesehen" werden, oder?
Die Bestätigung dafür hast du schon bekommen, du bist gefragt worden, ob du zu dieser Fete kommen willst. Der Grund dafür ist erstmal egal, immerhin bist du gefragt worden. Punkt für dich.

In zweiter Linie suchst du nach Anerkennung, Bestätigung. Du machst die Gedanken, ob es nötig ist, dafür "ihr" Spiel zu spielen.
Über die Alternative, dein eigenes Spiel zu spielen, darin und dadurch deine Bestätigung zu bekommen, haben wir weiter oben schon gesprochen.

Jetzt merkst du irgendwie, dass es nicht schlecht wär, wenn da jemand wäre, mit dem man die eine oder andere Erfahrung teilen könnte. Und es wär nicht schlecht, wenns eine von den Vieren wär.
Das ist nachvollziehbar, interessant und anziehend waren sie ja schon die ganze Zeit. Wahrscheinlich hast du auch eine bestimmte davon im Auge...

Hör auf, drüber nachzudenken. Das bringt dich zu keiner Antwort, bringt dir keine Bestätigung und keine Rückmeldung.
Geh in die Offensive. Schau dir die nächsten Parties an, schmeiß selbst eine wenns sein muß. Geh das Risiko ein, als Depp dazustehen, riskiers, eine Abfuhr zu bekommen. Das wird dir noch so oft passieren, dass es nur gut ist, zu lernen wie man damit klarkommt.

Hau rein, hab Spaß, nimm dich selbst und das Leben nicht zu ernst - du kommst eh nicht lebendig raus...

Vertrau dir selbst, du wirst keine wirklich ernste Scheiße bauen, dafür bist du zu selbstkritisch, und der Rest sind Erfahrungen, die man einfach machen muß. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Hast du Radfahren gelernt, ohne hinzufallen?

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